Missbrauchsprävention: Mehr als Kurse

  • Per 1. März 2019 setzten die Schweizer Bischofskonferenz (SBK) und die Vereinigung der Höhern Ordensoberen (VOS’USM) die mittlerweile 4. Auflage der Richtlinien zu «Sexuellen Übergriffen im kirchlichen Umfeld» in Kraft.
  • Im Bistum Basel sollen nach der Überführung der Dekanate in die Pastoralräume die Pastoralraumleitenden ihre Mitarbeitenden schulen und sensibilisieren.

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Laientheologen werden abgeschafft

Das Bistum Basel schafft die Berufsbezeichnungen «Laientheologe/in» und «Pastoralassistent/in» ab. Die Begriffe enthalten Elemente, die seit Jahren als störend empfunden wurden. Mit dem Begriff «Laientheologe» wurden Personen bezeichnet, die ein Theologiestudium absolviert hatten, aber nicht die Weihe zum Diakon oder Priester empfangen hatten. Der Begriff «Laie» werde  als «Nicht-Fachmann» verstanden, begründet Markus Thürig, Generalvikar beim Bistum Basel, den Entscheid. Gleichzeitig mit dem Laientheologen verschwindet auch der Pastoralassistent. Beim Begriff «Pastoralassistent/in» störe seit Jahren, dass «jemand beruflich immer Assistent beziehungsweise Assistentin bleibt», so Markus Thürig. Neu spricht das Bistum Basel von «Pfarreiseelsorgern» und «Pfarreiseelsorgerinnen».

Basler Bischof trifft Vorkämpferinnen der Frauenordination

Bei einer ersten Aussprache zwischen dem Bischof von Basel, Felix Gmür, und Vertretenden der kirchlichen Initiative «Wir haben es satt!» von dieser Woche sind Vorschläge zu einer Kultur der Gleichwertigkeit der Geschlechter gemacht worden. Alle seien sich einig gewesen, dass strukturelle Veränderungen notwendig sind, so die Mitteilung. Gleichzeitig sei allen klar gewesen, dass solche Veränderungen «nicht von heute auf morgen» realisierbar seien, wie Monika Hungerbühler auf Nachfrage von kath.ch sagte. Strukturelle Forderungen wie die Frauenordination sind laut Hungerbühler weiterhin «oberstes Ziel» ihrer Initiative. Für deren Behandlung hat Bischof Gmür nach der letzten Vollversammlung der Schweizer Bischofskonferenz eine nationale Arbeitsgruppe in Aussicht gestellt. Ob darin auch Vertreterinnen von «Wir haben es satt!» Einsitz haben werden, ist unklar. «Wir haben signalisiert, dass wir mitarbeiten möchten», so Monika Hungerbühler.

Pfarreien im Wasserschloss – Zoff um die Zukunft

  • Seit Monaten provoziert das Kirchenverständnis des mitarbeitenden Priesters in den Pfarreien Gebenstorf und Turgi einen Konflikt mit anderen pastoralen Mitarbeitenden und Pfarreimitgliedern.
  • Während sich der Kirchenpflegepräsident der zuständigen Kirchgemeinde Gebenstorf-Turgi hinter den Priester stellt, fordert eine 50-köpfige Initiativgruppe dessen Kündigung.
  • Anstellungsträger des Priesters ist auch die Kirchgemeinde Birmenstorf. Dort ist man mittlerweile der Ansicht, dass er besser in seiner ursprünglichen Position als Jugendseelsorger verblieben wäre.

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Missbrauch: Bischof fordert Verantwortung

Der Bischof von Basel, Felix Gmür, hat das Kirchenpersonal im Zusammenhang mit der Missbrauchs-Thematik an die Eigenverantwortung erinnert. Das bedeute, dass das Kirchenpersonal auch bei Erwachsenen bei einem Verdacht auf ein Offizialdelikt gegen den Willen des Opfers Anzeige erstatten müsse. Dabei gehe es einerseits um das Aufklären einer Straftat und anderseits um den Schutz künftiger Opfer. Weiter verlange sein Bistum von allen, die aktiv im Dienst der Kirche stehen, bis am 30. September 2019, einen Strafregister- und Sonderprivatauszug. «Wir sammeln das und geben es an die Anstellungsbehörde weiter», so Felix Gmür.

STAF-Vorlage: Alles halb so schlimm für die Kirchen?

  • Wenn am Wochenende das Bundesgesetz über die Steuerreform und die AHV-Finanzierung (STAF) angenommen wird, betrifft dies auch die Kirchen.
  • Eine Umfrage von Horizonte zeigt: Die Kirchen werden zwar weniger Firmensteuern erhalten, doch halten sich die Verluste in Grenzen. Grössere Sorgen bereiten die  Kirchenaustritte.
  • Zürich trifft es mit 17,5 Millionen Franken Mindereinnahmen am härtesten, wobei dieses Szenario wohl allzu vorschnell auf gesamtschweizerische Verhältnisse übertragen wurde.

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Akteneinsicht: Bistum Basel schneidet gut ab

Im Rahmen eines Missbrauchsfalles führten die Spuren des deutschen ARD Magazins Report Mainz auch nach Solothurn. Ein Missbrauchsopfer hatte in der eigentlich zuständigen Erzdiözese Freiburg um Akteneinsicht gebeten und war abgewiesen worden: es gebe keine entsprechende Personalakte zum Täter. Im Bistum Basel allerdings lag eine Akte zum Täter vor, hier bekam das Missbrauchsopfer Einsicht. Damit handhabt das Bistum Basel die Akteneinsicht, die für die Opfer ein zentraler Punkt ist, offener als die meisten deutschen Diözesen. Diese regeln die Akteneinsicht uneinheitlich, wie eine entsprechende Umfrage des TV-Magazins ergab.

Sexualmoral ist keine Kernkompetenz der Kirche

  • Als Präsident der Schweizer Bischofskonferenz nahm Bischof Felix Gmür am Anti-Missbrauchsgipfel in Rom teil.
  • Im Interview spricht er über die Ergebnisse des Gipfels, wie man Klerikalismus begegnen kann und warum sich die Kirche beim Thema Sexualität eher zurückhalten sollte.

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Pilotprojekt Nahraumpastoral: Neue Ziele

  • 2016 führten das Bistum Basel und die Römisch-Katholische Landeskirche Aargau ein Pilotprojekt zum Thema Nahraumpastoral durch, an dem sich zwei Pastoralräume im Aargau beteiligten.
  • 2018 zogen Bistum und Landeskirche in einer Medienmitteilung Bilanz und kündigten weitere Überlegungen an.
  • Für die Jahre 2019 und 2020 haben die Vertreter von Landeskirche, Pastoralkonferenz und Bistum Basel nun Handlungsfelder und Jahresziele benannt.

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«Wir müssen die Machtfrage stellen»

  • Die Machtstrukturen und die Entscheidungsstrukturen in der Kirche müssten angesichts des Missbrauchsskandals besser angeschaut werden, so der Basler Bischof Felix Gmür, im Interview.
  • Als Präsident der Schweizer Bischofskonferenz (SBK) vertrat er die Schweiz am Anti-Missbrauchsgipfel in Rom, der vom 21. bis 24. Februar dauerte.

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Zürcher City-Kirche mit erstem Tiertrauergottesdienst

  • Zum ersten Mal in der Schweiz fand am vergangenen Sonntag, 3. Februar, ein Gottesdienst für Menschen statt, die um ein Tier trauern. Die Besucherinnen und Besucher kamen nicht nur aus der ganzen Deutschschweiz, sondern auch aus dem deutschsprachigen Ausland.
  • Die Trauer um ein Tier werde vielfach belächelt, so der Konsens am ersten Schweizer Tiertrauergottesdienst. In Zürich sollen darum weitere Veranstaltungen zum Thema Trauer um Tiere folgen. Auch eine Trauergruppe für Tierhalter ist geplant.

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Riehen: Priester verpasst Chance zur Resozialisierung

  • Am 14. Januar 2019 eskalierte in Riehen, Basel Stadt, die Situation um die Wahl eines vorbestraften Priesters zum Pfarrer, der früher auch im Aargau tätig gewesen war. Nachdem zunächst nur davon die Rede gewesen war, dass der Geistliche an einer früheren Pfarrstelle im Thurgau einem Jugendlichen die Füsse massiert hatte, wurde schliesslich ein weiter gehender Übergriff öffentlich.
  • Der Basler Bischof Felix Gmür hatte die Wahl zum Kandidaten zunächst unter bestimmten Bedingungen akzeptiert. Nach Bekanntwerden des vollen Umfangs der Verfehlungen lud Felix Gmür gestern zu einer Medienkonferenz, um sich kritischen Fragen zu stellen.

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