Kirche ist keine Privatveranstaltung

Aus der gesamten Schweiz trafen sich die Vertreter der katholischen staatskirchenrechtlichen Körperschaften am 26. und 27. Juni 2015 in Muri zur Plenarversammlung der Römisch-Katholischen Zentralkonferenz RKZ. Vor dem geschäftlichen Teil am Samstag debattierten am Freitagabend Bischof Felix Gmür, die Aargauer Ständerätin Pascale Bruderer und Luc Humbel, Kirchenratspräsident der Römisch-Katholischen Landeskirche Aargau, über Frauenordination, Asylpolitik und das Verhältnis von Kirche und Staat. Weiterlesen

Damit der Auszug nicht zum Absturz führt

Mit Erreichen der Volljährigkeit lockt die grosse Freiheit: Das eigene Auto und der Auszug von daheim. Die Schritte in die Unabhängigkeit sind jedoch teuer und setzen in manchen Fällen eine gefährliche Verschuldung in Gang. Die Schuldenberatung Aargau-Solothurn hat zu diesem Thema mit www.heschnocash.ch ein Kampagne lanciert. Weiterlesen

Joseph Thali, JedeR ist Königin. Befreiende Rückgewinnung religiöser Zeichen im Jahreskalender

Joseph Thali. JedeR ist Königin. Befreiende Rückgewinnung religiöser Zeichen im Jahreskalender. ISBN 978-3-033-04876-8. Bezug per Mail zu 20 Franken inkl. Versand: oder per SMS 079 303 99 81 Weiterlesen

Farbtupfer für die Delegierten

Am Donnerstag, 18. Juni 2015 fand die 30. ordentliche Delegiertenversammlung der römisch-katholischen Pfarrblattgemeinschaft Aargau statt. Im Saal der Pfarrei St. Sebastian Wettingen versammelten sich rund 80 Delegierte aus dem ganzen Kanton, besprachen die noch offenen Baustellen nach dem grossen Relaunch und senkten den Abo-Preis.
Weiterlesen

Dem Nachfolger seinen Segen geben

Eine funktionierende Pfarrgemeinde aufzubauen und sie lebendig zu erhalten fordert lange Jahre der Arbeit. Es ist also vernünftig, dass Seelsorger längere Zeit an einem Ort wirken. Doch auch Seelsorger und Seelsorgerinnen wechseln ihre Stelle. Das kann zur Zerreissprobe werden, wie die jüngsten Vorkommnisse in der Pfarrei Bad Zurzach zeigen. Weiterlesen

Jugendverbände erleichtert

Keine Beitragskürzungen für die Jugendverbände: Der Nationalrat hat am Donnerstag, 11. Juni 2015, den Nachtragskredit für die «Jugend und Sport»-Beiträge (J+S) auf 17 Millionen erhöht, wie die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände (SAJV) gleichentags mitteilte. Wenige Tage zuvor hatte auch der Ständerat die Erhöhung gutgeheissen. Weiterlesen

Lebendige Kirche im Aargau

Bruder Niklaus Kuster war Gast an der Parlamentsversammlung der Römisch-Katholischen Landeskirche Aargau. Der Kapuziner ist Kenner der franziskanischen Spiritualität und hat bereits mehrere Publikationen über Papst Franziskus verfasst. Er berichtete an der Synode über die Ziele des Papstes, die Ortskirchen zu stärken, sich mehr für die Armen zu engagieren und über seine Pläne, die Kurie zu reformieren. Auch die bevorstehende Familiensynode im Vatikan war ein Thema. Im geschäftlichen Teil genehmigte die Versammlung sämtliche Anträge des Kirchenrates. Weiterlesen

Dem Schrecken etwas entgegensetzen

In den letzten drei Tagen des Monats Mai rettete die Organisation Frontex rund 5000 Menschen aus Seenot auf dem Mittelmeer. Es war die «grösste Welle von Migranten» seit Jahresbeginn, wie die Europäische Agentur für die operative Zusammenarbeit an den Aussengrenzen mitteilte. Bisher sind fast 2000 Menschen ertrunken, beim Versuch, Europa zu erreichen. Das Mittelmeer ist leider nur einer der Schauplätze, von denen uns täglich bedrückende Nachrichten erreichen. Horizonte hat Menschen getroffen, die sich von den Schlagzeilen nicht erschlagen, sondern zum Handeln bewegen liessen. Weiterlesen

Oase mitten in Zürich

In der Stadtmitte von Zürich bietet das «Zentrum für christliche Spiritualität» Möglichkeiten zur Vertiefung des Glaubens an. Ein Besuch vor Ort zeigt: Das Zentrum ist eine Oase der Stille und der Besinnung.

«Nach innen wachsen – nach aussen wirken»: So lautet das Motto des Zentrums, das sich in Zürichs Kreis 4 befindet. Dahinter steht die Überzeugung, dass der Weg nach innen letztlich immer auch zum Mitmenschen führt.

Einkehrtage und Auszeiten
Das Zentrum für christliche Spiritualität lädt mittels Veranstaltungen dazu ein, sich «auf die reiche Fülle christlicher Glaubenserfahrung und Spiritualität einzulassen», wie es auf seiner Homepage schreibt. Zu den regelmässigen Angeboten gehören Meditationen, Bibel-Teilen, Gebetsanlässe und Vorträge mitunter namhafter Referenten. Des Weiteren besteht die Möglichkeit zu Einkehrtagen, Auszeiten und geistlicher Begleitung. Das Zentrum führt auch eine Bibliothek mit spiritueller Literatur. Getragen wird das Zentrum von einem privaten Verein, der unter anderem vom Generalvikariat Zürich und Glarus, der Kirchgemeinde St. Peter und Paul Zürich und der katholischen Kirche in Stadt und Kanton Zürich unterstützt wird.

Zentrale Botschaft Jesu
Obschon das «Zentrum für christliche Spiritualität» sehr viel mit der zentralen Botschaft Jesu zu tun hat, dauerte es zehn Jahre, bis die Idee verwirklicht wurde. Der Seelsorger Toni Zimmermann und die Menzinger Schwester Alix Schildknecht, welche heute als Präsident und Vize-Präsidentin des Vereins amtieren, hatten bereits im Jahre 1998 im Kantonalen Seelsorgerat den Anstoss dazu gegeben. In einem Haus an der Werdstrasse, nahe der Kirche St. Peter und Paul, fanden sie schliesslich geeignete Räume.

Konfessionell gemischt
Bei einem Besuch führen Alix Schildknecht und Zentrumsleiter Martin Conrad, hauptamtlich in Sozialdienst und Gemeindeaufbau der Pfarrei St. Peter und Paul tätig, auf das Dach des Hauses. Sie zeigen auf das unmittelbar daneben stehende Verwaltungsgebäude Werd. In der riesigen Glasfassade spiegeln sich zwei Kirchtürme: Es sind die Türme von St. Peter und Paul sowie von St. Jakob, der reformierten City-Kirche. Schildknecht und Conrad erzählen, dass das Zentrum vermehrt auch protestantische Gläubige und solche aus Freikirchen anspricht. Unter den Freiwilligen seien Menschen, die aus ihrer Kirche ausgetreten sind. Auch unter den Referenten fänden sich immer wieder Reformierte. Seit einigen Monaten sei eine reformierte Pfarrerin im Vereinsvorstand. Auch mit der christkatholischen Gemeinde arbeite das Zentrum gut zusammen. Ebenso sei das Publikum bei den Veranstaltungen konfessionell gemischt. Die spirituelle Oase ermögliche auf vielfältige Weise Rückzug in die Stille, sagt Conrad. Sie sei da «für alle, die Abstand von ihrer Umgebung brauchen, für jene, die sich einen oder mehrere Tage der Einkehr gönnen oder für Menschen, die eine spirituelle Begleitung suchen.»

Ergänzung zu den Pfarreien
Einer der Widerstände gegen die Schaffung des Zentrums gründete in der Angst, es würde zur unliebsamen Konkurrenz für die Stadtpfarreien. Diese Befürchtung hat sich laut Ronald Jenny, Pfarreibeauftragter der Pfarrei Herz Jesu in Zürich Wiedikon, nicht bestätigt: «Ich empfinde das spirituelle Zentrum nicht als Konkurrenz, sondern als Ergänzung.» Jenny ist davon überzeugt, «dass die Kirche in Zukunft den Weg der Mystik gehen solle, denn «Spiritualität und Mystik sind kleine Sternstunden, die wir in unserm Alltag ab und zu geschenkt bekommen.»

www.zentrum-spiritualität.ch