Lange Wochen ohne Gottesdienste, Rekordhilfegesuche bei der Caritas: Die Corona-Pandemie hat das Leben im 2020 gehörig auf den Kopf gestellt. Es war nicht einfach, immer hoffnungsvoll zu bleiben.
Auch die Gastrobranche hat die sanitäre Krise schwer getroffen, wie Horizonte schon im Frühjahr auf Tour mit Wirteseelsorgerin Corinne Dobler erfahren musste. Zwei aktuelle Beispiele zeigen, wie nahe Resignation und Hoffnung beieinander liegen.
Auf Ende Jahr hin geht Caritas-Chef Hugo Fasel in den wohlverdienten Ruhestand. In seiner 12-jährigen Amtszeit hat er das Engagement des kirchlichen Hilfswerks massiv ausgebaut und war immer wieder anwaltschaftlich für die Armen und Benachteiligten in der Öffentlichkeit aufgetreten. Anlässlich seines bevorstehenden Rücktritts ermahnte er auch jetzt wieder: Dass die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer würden, sei kein Mythos, liess er gegenüber Radio SRF durchblicken. Und auch wenn er jetzt beruflich ausscheide, seine engagierte Haltung gebe er nicht einfach an der Haustüre ab. Auf Hugo Fasel folgt Peter Marbet war in seiner beruflichen Laufbahn als Informationsbeauftragter bei einer grossen Krankenversicherung tätig und zuletzt Direktor des Berner Bildungszentrums Pflege.
Sie treten als stumme Zeugen jahrhundertelangen Geschehens in Erscheinung und bieten noch heute Orientierung.
«Insbesondere in Corona-Zeiten finde ich es spannend, auf die Kreuze als Orte der besonderen Gottes- oder Christusbegegnung ausserhalb geschlossener Kirchenräume hinzuweisen», sagt Martin Conrad vom Liturgischen Institut.
Über 6500 Menschen sind in der Schweiz bislang an den Folgen von Corona gestorben. Die Landeskirchen planen zusammen mit den Schweizer Bischöfen eine Trauerfeier in der Fastenzeit. «Bischof Felix Gmür und Pfarrerin Rita Famos haben über Idee einer Corona-Trauerfeier mündlich gesprochen», sagt Encarnación Berger-Lobato. Sie ist Sprecherin der Schweizer Bischofskonferenz (SBK) . «Wir sind fest entschlossen, eine Trauerfeier zu machen», sagte Rita Famos der «Neuen Zürcher Zeitung». Famos ist die neue Präsidentin der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz (EKS). Auch vom Vertreter der Christkatholischen Kirche, Bischof Harald Rein, habe sie positive Signale erhalten. Auch werde über eine interreligiöse Feier nachgedacht, an der auch Juden, Muslime und Buddisten teilnehmen könnten. «Gerade wenn Vertreter des Staates an der Feier teilnehmen, ist auf eine breite Vertretung der Religionen zu achten. Famos würde es sehr begrüssen, wenn der Gesamtbundesrat an dem Anlass präsent wäre.
Sh. F. (Name der Redaktion bekannt) stammt aus Afghanistan. Er studierte und arbeitete im Iran, bevor er 2018 mit Frau und Kindern in die Schweiz flüchtete.
Der Soziologe mit Master-Abschluss kennt sich mit Religionsfragen aus. Im Caritas-Projekt «Mit Deutsch unterwegs» hat er einen Text über die Feier von Weihnachten und Neujahr «im Osten» verfasst.
Den Text hat Sh. F. auf Persisch geschrieben und zusammen mit einem Freund ins Deutsche übersetzt. Horizonte veröffentlicht den Text unter abgekürztem Namen, um den Autor vor möglichen Repressionen zu schützen.
Papst Franziskus hat den traditionellen Segen «Urbi et Orbi» gespendet. In seiner Weihnachtsansprache forderte er einen Corona-Impfstoff für alle. Und er dankte jenen, die sich um Kranke und Einsame kümmern. Weiter hat Papst Franziskus zu mehr konkreter Geschwisterlichkeit aufgerufen. Dies bedeute auch eine gerechte Verteilung von Impfungen sowie Hilfen für die wirtschaftlichen Opfer der Pandemie, so das Kirchenoberhaupt am Freitag im Vatikan. «Abschottender Nationalismus» und «radikaler Individualismus» bedrohten die Tatsache, dass die Menschheit eine Familie sei, kritisierte der Papst. «Die Gesetze des Marktes und des Patentrechts dürfen nicht über den Gesetzen der Liebe und der Gesundheit aller stehen.» Zu Weihnachten und Ostern erteilt der Papst den Segen «Urbi et orbi». Die lateinischen Worte bedeuten übersetzt «der Stadt und dem Erdkreis». In dieser Formel kommt der weltumfassende Anspruch der katholischen Kirche zum Ausdruck. Sie geht auf die römische Antike zurück. Damals galt Rom als Inbegriff der Stadt (urbs) schlechthin und als Mittelpunkt des Erdkreises (orbis).
Der Pfarrer von Erlinsbach, Beda Baumgartner, zelebrierte am 23. Dezember in der Kirche St. Nikolaus, Erlinsbach, einen Familiengottesdienst zu Weihnachten. Ursprünglich hätte dabei ein Krippenspiel aufgeführt werden sollen. Aber das Coronavirus hat diese Pläne durchkreuzt. Dennoch ist in Erlinsbach eine besinnliche Familienfeier entstanden, durch die stimmungsvolle Begleitung von André Farner (Orgel) und Barbara Müller (Klarinette), durch den Einsatz von Kantorin Regula Hauri und durch die Weihnachtsgeschichte, vorgetragen von Marianne Frölich.
Gestern Abend berichtete die SRF-Nachrichtensendung «10 vor 10» über Jerusalema, einen Song voller Hoffnung, der mit einer eigenen Choreografie die Menschen rund um den Globus begeistert und zum Tanzen animiert. Horizonte hatte bereits letzte Woche nachgeforscht, wo der Song im Aargau getanzt wird und wurde fündig.
Komponiert hat den Song Kgaogelo Moagi, ein Südafrikaner. Der Mann ist in armen Verhältnissen in Südafrika aufgewachsen, inzwischen lebt er in der Hauptstadt und ist als DJ Master KG bekannt.
Bei ihrer Recherche-Tour traf unsere Video-Journalistin Cornelia Suter auch Dieter Wagner. Der Leiter der ökumenischen Kirchenmusikschule im Aargau (KMSA) hat unlängst genau jenes Gebiet in Südafrika bereist, wo der Song Jerusalema entstanden ist. Im Video erklärt er, was er dort erlebt hat und warum Jerusalema im Corona-Jahr die Menschen begeistert.
Am 30. November nahm die Schweizer Bischofskonferenz SBK Stellung zum Dokument der Schweizerischen Akademie der Medizinischen Wissenschaften SAMW über die Triage von intensivmedizinischen Behandlungen bei Ressourcenknappheit. Sie schlug eine Reihe inhaltlicher Änderungenvor, um eine Diskriminierung älterer Menschen sowie Menschen mit Behinderungen oder Demenz auszuschliessen. Am17. Dezember 2020 publizierte die SAMW eine aktualisierte Fassung ihres Dokuments, in der klargestellt wird, dass die Triage nicht auf der Grundlage von Alter, Behinderung oder Demenz basieren darf, sondern vielmehr auf dem Kriterium der kurzfristigen Prognose.
Am vergangenen 21. Dezember konnte man genau zur Wintersonnenwende eine spezielle Planetenkonstellation beobachten.
Jupiter überholte Saturn auf der Innenbahn, so dass die beiden Planeten von der Erde aus als «Doppelstern» zu sehen waren. Die beiden Planeten treffen sich etwa alle zwanzig Jahre. So nahe wie dieses Jahr kommen sie sich aber selten.
Diese sogenannte «Grosse Konjunktion» fasziniert Astronomen und Astrologen gleichermassen. Aber auch Bibelkenner interessieren sich für sie, denn hinter dem geheimnisvollen Stern von Bethlehem könnte eine Konjunktion von Jupiter und Saturn stecken.
Aufgrund der Corona-Pandemie sind wir angehalten, soziale Kontakte zu meiden. Zudem kann nur eine beschränkte Anzahl Besucherinnen und Besucher an den Gottesdiensten in den Pfarreien teilnehmen. Insbesondere ältere und vulnerable Personen werden aus diesem Grund wohl auf den Besuch der weihnachtlichen Festgottesdienste verzichten. Horizonte überträgt aus diesem Grund aus dem Kanton Aargau an den Weihnachtstagen auf seiner Webseite wie folgt Gottesdienste:
24.12., 17 Uhr: Familiengottesdienst mit Krippenspiel aus Tägerig 25.12., 11 Uhr: Weihnachtsgottesdienst aus Erlinsbach
Oder schauen Sie sich die Gottesdienste auf unserem Youtube-Kanal an und stöbern Sie bei dieser Gelegenheit gleich noch in unserem Archiv an Video-Beiträgen über kirchliches Leben im Aargau.
Auf Distanz summen und spenden. Das Sternsingen darf dieses Jahr stattfinden. Vermutlich verzichten aber dennoch viele Gruppen darauf. Martin Bernet von «Missio Schweiz» erwartet darum wenig Spenden. «Das Bundesamt für Gesundheit BAG hat uns am 11. Dezember mitgeteilt, dass das Sternsingen als religiöse Veranstaltung gilt und deshalb durchgeführt werden darf», sagt Martin Bernet. Er ist froh über diese vorläufige Nachricht. Sie gilt noch immer. Auf das Singen müssen die Kinder dennoch verzichten. Das ist gemäss den aktuellen Massnahmen ausserhalb der Familie und der Schule verboten. Gruppen, die am Dreikönigstag nicht von Tür zu Tür gehen möchten, haben Alternativen. Sie werfen Flyer mit einem Einzahlungsschein und dem Segenskleber in die Briefkästen. Solche können direkt bei «Missio Schweiz» bestellt werden. Den Gläubigen wird empfohlen, sich auf den lokalen Pfarrämtern zu informieren, ob das Sternsingen in ihrer Gemeinde stattfindet
Unter dem Motto «Kreativ will ich den Rahmen sprengen» wurden auch in diesem Jahr im Aargau wieder die Fachausweise der ökumenischen Katechese-Ausbildung ForModula abgegeben.
Wegen den verfügten sozialen Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie, konnte die jahresübliche Feier zur Diplomübergabe dieses Jahr nicht stattfinden. Den Absolventinnen wurden ihre Fachausweise zuhause persönlich überreicht.
Unter den acht Diplomierten befindet sich in diesem Jahr mit Jordan Müller auch ein junger Mann. Horizonte hat den frisch diplomierten Katecheten interviewt. Ob er weiter als Katechet tätig bleiben will, lässt er offen.
Am 20. Dezember 2020 feiert die Christenheit den 4. Adventssonntag. In der Katholischen Kirche St. Nikolaus in Erlinsbach zelebriert Pfarrer Beda Baumgartner eine Messe, die vom Filmteam des Aargauer Pfarrblatts Horizonte live via Youtube übertragen wird. Es wirken mit: Sakristanin Pia Wittmer, Organist Roman Stahl, Lektorin Barbara Müller, Kantorin Regula Hauri und ein Flötenensemble unter der Leitung von Andreas Spielmann.
Der Bundesrat bleibt hart: Es gibt keine Lockerungen für die Weihnachtsgottesdienste. Den Brief der Bischöfe hat er noch nicht beantwortet. Es bleibt bei der Obergrenze von 50 Menschen pro Gottesdienst, so Bundesrat Alain Berset auf die Frage von «CH Media»-Journalist Kari Kälin an der gestrigen Medienkonferenz. Die fixe Obergrenze sei umstritten, denn sie gelte unabhängig von der Grösse des Gotteshauses. Egal ob kleine Bergkapelle oder grosse Kathedrale: Gottesdienste mit mehr als 50 Menschen dürfen auch künftig nicht stattfinden. Nach wie vor ignoriert der Bundesrat einen Appell der Schweizer Bischofskonferenz (SBK), der Reformierten und der Christkatholiken. Die Bischöfe möchten, dass in grossen Kirchen mehr als 50 Personen den Gottesdienst besuchen dürfen. Auch der Kirchengesang ist Thema des Briefes. Die Bischöfe hatten angefragt, «ob es möglich ist, dass wir singen können. Mindestens im Aussenbereich und natürlich mit Maske und mit entsprechendem Abstand, wenn nicht auch im Innenbereich».
Per sofort oder nach Vereinbarung suchen wir zur Ergänzung unserer Teams in Baden eine/einen Sachbearbeiter/in Treuhand und Finanzverwaltung Kirchgemeinden.
Voraussetzungen
Du hast eine kaufmännische Ausbildung und verfügst über Erfahrung im Treuhandbereich und im Rechnungswesen einer öffentlich-rechtlichen Körperschaft, hast Freude am selbstständigen Arbeiten, bist qualitätsbewusst, teamfähig, kommunikativ und belastbar und erledigst Deine Aufgaben mit Engagement. Du bringst Bereitschaft mit zur Teilnahme an Abendsitzungen inkl. Protokollierung. Als verantwortliche/r Sachbearbeiter/in und spätere/r Mandatsleiter/in betreust Du selbstständig Kunden und unterstützt diese in den Bereichen Treuhand, Finanzverwaltung Kirchgemeinden und Steuern.
Wir bieten
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Auskunft/Bewerbung
Susanne Obrist, T 056 222 70 83, E-Mail: oder per Post: Kath. Kirchgemeindeverwaltung Baden-Ennetbaden, Rathausgasse 5, 5401 Baden
Ungefähr alle 20 Jahre begegnen sich die beiden Planeten Jupiter und Saturn am Himmel. In den vergangenen Wochen sind sich die beiden Planeten immer näher gekommen. Doch jetzt wird es richtig eng: Am Tag der Wintersonnenwende, am Montag, 21. Dezember, stehen die beiden Planeten in sogenannter «Grosser Konjunktion» – von der Erde aus gesehen in einer Linie. Jupiter überholt dabei Saturn auf der Innenbahn mit einem Abstand von 660 Millionen Kilometern. Von der Erde aus betrachtet, kommen sich die beiden Planeten extrem nahe und scheinen wie ein einziger Stern am Himmel zu stehen. Bei klarem Himmel erkennt man gegen 17 Uhr über dem Horizont im Südwesten den hellen Jupiter, direkt darüber den etwas schwächeren Ringplanet Saturn. Gegen 18 Uhr geht das Planetengespann wieder unter. Im Fernrohr ist es sogar möglich den Jupiter mit seinen Monden und Wolkenbändern zusammen mit dem spektakulären Ring des Saturns zu sehen. Auch wenn sich die beiden Planeten alle 20 Jahre treffen, so nahe wie am 21. Dezember 2020 kommen sie sich selten. Die nächste Gelegenheit, Jupiter und Saturn gemeinsam im Fernrohr zu sehen, wird es erst im Jahr 2080 geben.
Möglich wäre, dass die zwei Planeten aktuell ähnlich stehen wie zur Zeit Christi Geburt. Im Jahr 7 v. Chr. ereignete sich ebenfalls eine solche Grosse Konjunktion, sogar eine dreifache. Eine von Johannes Kepler (1571-1630) erstmals aufgebrachte Theorie vermutet hinter dem Phänomen des Sterns von Bethlehem das dreimalige «Treffen» von Jupiter und Saturn. Anlässlich der speziellen Planetenkonstellation besuchte Horizonte eine Aargauer Sternwarte. Über den Blick in die Sterne lesen Sie nächste Woche an dieser Stelle.
2020 war ein Jahr voll mit schlechten Nachrichten, Lockdowns und fatalen Folgen für die Wirtschaft. Das schrie nach einem Song, der unseren Hoffnungen auf Besserung Ausdruck verlieh.
Kgaogelo Moagi, ein Südafrikaner, hat diesen Song geschrieben. Ein «One-Hit-Wonder». Der Mann ist in armen Verhältnissen in Südafrika aufgewachsen, inzwischen lebt er in der Hauptstadt und ist als DJ Master KG bekannt.
«Jerusalema» hat sich inzwischen auf der ganzen Welt zum Hoffnungssong von Corona entwickelt und verzeichnet auf Youtube 200 Millionen Klicks. Horizonte wollte mehr über diesen Song erfahren…
Die für heute anberaumte Kirchgemeindeversammlung in Gebenstorf-Turgi ist abgesagt worden.
Der Absage vorangegangen waren laut Kirchenpflegepräsident Daniel Ric schwere Vorwürfe von Seiten der Opposition sowie ein Einsatz der Polizei in der Kirche. Letztgenannte hat aber keinen Verstoss gegen die Corona-Auflagen feststellen können.
Im Lichte der jüngsten Schutzmassnahmen gegen das Coronavirus sieht Jungwacht Blauring Schweiz sich gezwungen, das Ranfttreffen #woduwohnst abzusagen. Das Ranfttreffen lebt von unbeschwerten Begegnungen. Mit dem Ranfttreffen Erlebnisnacht #woduwohnst hätten diese besonderen gemeinschaftlichen Momente trotz Corona erhalten bleiben sollen – der digitalen Technik sei Dank. Über 500 Teilnehmende hatten sich angemeldet um zu Hause und in Kleingruppen ein interaktives spirituelles Programm zu erleben. Die traditionelle Feier sollte derweil auf ihre Bildschirme übertragen werden. Direkt aus Flüeli-Ranft. Nun kommt es anders: Angesichts der steigenden Infektionszahlen und der erwarteten Schutzmassnahmen hat die Projektgruppe Ranfttreffen von Jungwacht Blauring Schweiz beschlossen, dass auch das alternative Programm mit Kleingruppen zu Hause nicht vertretbar ist.