Frank Worbs

Dankbarkeit statt Drohung

  • An der Kirchenpflegetagung vom 23./24. Februar stellte Frank Worbs den katholischen Kirchenpflegern des Kantons das Modell «Lebenslang Mitglied bleiben» vor.
  • Der Referent ist Leiter des Informationsdienstes der Reformierten Landeskirche Aargau, das Modell wurde von mehreren reformierten Landeskirchen erarbeitet, um auch distanzierte und kontaktlose Mitglieder an Bord zu halten.
  • Zum zweiten Mal in Folge hält ein Vertreter der Reformierten das Hauptreferat an den Kirchenpflegetagungen, die von der katholischen Kirche im Aargau organisiert werden. Für den katholischen Kirchenratspräsidenten Luc Humbel ist das Ausdruck der selbstverständlichen Ökumene und zeigt, dass man voneinander nur profitieren kann.
  • Die Kirchenpflegetagungen finden nochmals am 9./10. März sowie am 23./24. März 2018 statt. Sie sind ausgebucht, insgesamt nehmen 220 Kirchenpflegerinnen und Kirchenpfleger daran teil.

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Aus Protest: Kirchen schliessen Grabeskirche

Die drei Kirchen, die sich die Besitzrechte an der Grabeskirche in Jerusalem teilen, haben am Sonntag, 25. Februar 2018, beschlossen die Kirche aus Protest zu schließen. Sie protestieren damit gegen die israelische Politik gegenüber den Kirchen. Die «systematische und offensive Kampagne» gegen Kirchen und Christen habe mit der Ankündigung der Verantwortlichen in Jerusalem, Kircheneigentum wegen angeblicher Steuerschulden zu beschlagnahmen, «ein unbekanntes Ausmass» erreicht, heisst es in einer am Sonntag vom griechisch-orthodoxen Patriarchen Theophilos III. öffentlich verlesenen Erklärung. Zu den Unterzeichnern gehören neben Theophilos auf Franziskanerkustos Francesco Patton sowie der armenische Patriarch Nourhan Manougian.

Streit um Weihnachts-Sonntagsverkauf

Der Aarauer Detailhandel ist sauer, weil die Aargauer Regierung die Daten für die sonntäglichen Weihnachtsverkaufe in diesem Jahr auf den 9. und 16. Dezember gelegt, den Sonntag vor Heiligabend (23. Dezember) jedoch nicht berücksichtigt hat. Stein des Anstosses ist laut Bericht in der Aargauer Zeitung der Umstand, dass die umliegenden Kantone sowie der südbadische Raum am 23. Dezember offen hätten. Nun sollen  Gespräche zwischen dem Aarauer Stadtrat und der Aargauer Regierung eine Lösung bringen. Das Gewerbe hat allerdings bereits durchblicken lassen, «dass man auf die Hinterbeine stehe, wenn es keinen Kompromiss gebe».

Wegbegleitung hilft Menschen aus der Krise

  • Seit sechs Jahren unterstützt das Projekt Wegbegleitung der reformierten und der römisch-katholischen Kirche im Aargau Menschen in schwierigen Situationen. Die Arbeit machen geschulte Freiwillige. Allein 2017 wurden kantonsweit 186 Wegbegleitungen durchgeführt. Der Arbeitsaufwand der Freiwilligen umfasste 2’975 Arbeitsstunden.
  • In der Region Aarau werden seit Beginn dieses Jahres auch Wegbegleitungen für Jugendliche und junge Erwachsene angeboten.
  • Bei der Organisation des Projekts ziehen Reformierte und Katholiken partnerschaftlich an einem Strick. Bei der Umsetzung in den Gemeinden hinken die Reformierten den Katholiken jedoch hinterher. Der Grund ist nicht nur das fehlende Geld.

 

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Kadinal Kurt Koch am Weltjugendtag

Am diesjährigen nationalen Weltjugendtag in Freiburg (27. bis 29. April) wird Kardinal Kurt Koch eine Messe feiern. Erwartet werden über 1’200 Teilnehmer zwischen 16 und 35 Jahren. Der Weltjugendtag (WJT) steht dieses Jahr unter dem Motto «Don’t be afraid» (Fürchtet euch nicht). Er findet nach 2015 bereits zum zweiten Mal in Freiburg statt. Die jungen Teilnehmer treffen sich, «um sich auszutauschen, gemeinsam zu feiern und einfach die Freude am Glauben zu teilen», heisst es in einem Mitteilungsblatt.

Mehr Geld für die Integration von Flüchtlingen

  • Bei der Integration von Flüchtlingen hapert’s. Die Folgekosten belasten Kantone und Gemeinden. Mit seiner am Dienstag überwiesenen Standesinitiative will der Aargauer Grosse Rat erreichen, dass der Bund den Kantonen und Gemeinden mehr an die Asylkosten bezahlt.
  • Auch die Staatpolitische Kommission (SPK) des Ständerats hat ebenfalls an ihrer Sitzung vom 13. Februar festgehalten, dass sich der Bund stärker und länger an den Kosten für die Integration von Flüchtlingen und vorläufig aufgenommenen Personen beteiligen soll.
  • Caritas Schweiz wünscht derweilen, dass der Staat «Initiativen von unten» besser honoriert und unterstützt.

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SchöpfungsZeit 2018 tastet und fühlt

Um den Tastsinn geht es in der SchöpfungsZeit 2018. Der Slogan «Taste, fühle, begreife» soll anregen, die Umwelt mit den Händen zu erkunden, heisst es in einer diese Woche veröffentlichten Medienmitteilung. Denn wer die Schöpfung «be-greife», stösst auf die in den Dingen liegende göttliche Wirklichkeit. Und Kirchen und Kirchgemeinden hätten die Gelegenheit, auf Gottes umfassende und fürsorgliche Liebe für seine Geschöpfe auf vielfältige Weise aufmerksam zu machen. Die Aktion ist Teil einer Reihe zu den fünf Sinnen, die von 2016 bis 2020 läuft.

«Kirche muss nicht geliebt, sondern respektiert werden» – Wenn Bischöfe politisch werden

  • Thomas Wallimann-Sasaki ist Sozialethiker und Präsident a.i. von Justitia et Pax, der Nationalkommission der Schweizer Bischofskonferenz (SBK). Im Interview erklärt er, dass Kirche immer politisch ist, auch wenn sie schweigt.
  • Die Kirche sollte mehr Mut zeigen, als Gemeinwohl-orientiertes Gewissen auf die unangenehmen Widersprüche in der Gesellschaft hinzuweisen, fordert der Thomas Wallimann, der ebenso das sozialethische Institut «ethik22» leitet, das aus dem Sozialinstitut der KAB heraus entstanden ist.

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«Kovi» breit aufgestellt

Eine neue Internetseite macht die Trägerschaft sichtbar, welche die  Konzernverantwortungsinitiative (Kovi) unterstützt. Zu Wort kommen sollen vor allem auch Stimmen aus dem Volk. Die Initiative will, dass für Firmen, die aus der Schweiz international tätig sind, ethisch verpflichtende Normen aufgestellt werden. Auf der offiziellen Internetseite der Kovi haben sich bereits bekannte Persönlichkeiten geoutet, darunter verschiedene namhafte Politiker wie der Berner Stadtpräsident Alec von Graffenried, die ehemaligen Parlamentsmitglieder Chiara Simoneschi-Cortesi, Dick Marty, Lucrezia Meier-Schatz und auch der Bischof von Basel, Felix Gmür. Seit Anfang Monat macht zudem die Seite «kirchefuerkovi» eine weitere Facette der Initiative sichtbar. Die Seite soll die Breite der kirchlichen Unterstützung für die Initiative aufzeigen.

Fastenopfer arbeitet für ein besseres Leben im Senegal

  • Im Senegal ermöglichen «Kalebassen» – das sind Solidaritätssparkassen, in die jeder einzahlt, was er entbehren kann – Hilfe zur Selbsthilfe und stärken die Solidarität untereinander.
  • In Thialane wurde mit Hilfe einer Partnerorganisation von Fastenopfer im Jahre 2009 eine «Kalebasse« gegründet. Mittlerweile besitzt die Kasse 5000 Franken, konnte diverse Ausbildungen sowie die Neueinrichtung der Dorfschule finanzieren (zum Vergleich: Im Senegal kosten 500g Brot 30 Rappen).

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Herbert Haag Preis 2018 für Theater und Lyrik

Die Herbert Haag Stiftung für Freiheit in der Kirche hat die Preisträger 2018 bestimmt. Sie legt mit ihrer Preisverleihung im kommenden März den Akzent auf die Freiheit des Wortes und steht ein für schöpferische Vitalität und frische Ausdruckskraft in Wort und Bild. Preisträger sind der Theatermann und Regisseur Volker Hesse (Zürich) sowie der Priester und Lyriker Andreas Knapp (Leipzig). Hesse vertritt laut der Stiftung die expressive Wucht, mit der heute Fragen an die Religionen werden, Knapp steht für die verhaltenstille Lyrik, die den Geheimnissen des Lebens neue Worte leiht. Das Preisgeld beträgt 15’000 Franken.

Getreide- und Reisbanken als Weg in die Eigenständigkeit

  • Die Adivasis leben im Nordosten Indiens, im Bundesstaat Assam. Viele leiden an Armut und sind sozial geächtet. Dank eines Fastenopfer-Projekts konnten sie wieder am gesellschaftlichen Leben teilnehmen und ihre Ernährung sichern.
  • Rund 70 Prozent der Adivasis, konnten ihr Land zurückgewinnen. In vielen Dörfern haben die Adivasis nun genug zu essen und können ein würdiges Leben führen.
  • Die Schlüsselfigur für den Erfolg des Fastenopfer-Projekts war und ist Priester Caesar Henry. Im Interview berichtet er über seine Erfahrungen.

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SPI stellt Kirchenstatistik online

Das Schweizerische Pastoralsoziologische Institut SPI in St. Gallen stellt seine Kirchenstatistiken online. Wer sich bis anhin  über die Relgionszugehörigkeit der Schweizer Bevölkerung oder die Kirchenein- und Austritte informieren wollte, musste persönlich anfragen. Neu genügt ein Mausklick, um die gewünschten Daten in übersichtlichen Infografiken einsehen zu können. Allerdings: Die erfassten Daten beinhalten noch nicht die Angaben fürs vergangene Jahr 2017, sondern sind erst bis 2016 aufdatiert.

Radio liefert mehr als blosse Information

  • Am 4. März entscheidet die Schweiz über die Beibehaltung der Radio- und Fernsehempfangsgebühren. Deren Abschaffung hätte wohl auch Konsequenzen für die Religionssendungen. Horizonte begleitete die Fachredaktion Religion von Schweizer Radio SRF bei der Arbeit.
  • Schweizer Radio und Fernsehen SRF produzieren unter dem Label «Sternstunden Religion» insgesamt elf verschiedene Religionssendungen. Sieben davon sind Radioproduktionen, die zwischen 60`000 und 260`000 Hörerinnen und Hörer erreichen.

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Ein alt Abt schreibt die Kirche ab

In der Kirche Schweiz sehe es schwarz aus, meint Bruder Martin Werlen in seinem neuen Buch «Zu spät». Die Kirche habe sich von diesen Menschen entfernt – nicht umgekehrt, so die Einschätzung des ehemaligen Abts des Klosters Einsiedelns, der als twitternder Kloster-Primus schweizweit bekannt wude. Die Einsicht, dass es zu spät ist, schenke aber auch Gelassenheit, da der «Karren» sowieso im Dreck stecke. «Ich träume davon, dass einzelne Personen, Pfarreien und Gemeinschaften Dinge loslassen, die bisher einfach dazugehörten»,  so Bruder Martin. Die Kirche solle wieder als ein Ort der Hoffnung wahrgenommen werden, als Ort, wo Menschen aufatmen können und nicht zuerst verurteilt würden. Er widme darum sein Buch all jenen, welche die Kirche nicht in Ruhe lassen.

«Misa en alemán» holt Good-Practice-Preis

Seit fünf Jahren feiern Katholiken aus Spanien und Lateinamerika in der Kapelle der Spanischen Mission in Zürich regelmässig Gottesdienste in deutscher Sprache. Nun hat das Projekt «Misa en alemán» (Messe auf Deutsch) den Good-Practice-Wettbewerb des Liturgische Instituts gewonnen. Der Preis würdigt den besten gemeinsamen Gottesdienst von Pfarreien und fremdsprachigen Missionen und will  Katholiken aus der Schweiz Mut machen, gemeinsam Gottesdienst zu feiern. Der Sieger erhält ein Preisgeld in der Höhe von 500 Franken.