Torricelli-Fresken «gesundgespritzt»

Die Restaurierung der spätbarocken Fresken auf der Nordfassade der Kirche des Klosters Fahr geht in den dritten Sommer. Im Mai 2015 hatten die Restauratorin Doris Warger und ihr Team begonnen, die letztmals in den 1960er-Jahren restaurierten Fresken der Tessiner Brüder Torricelli zu bearbeiten. Am Montag, 29. Mai 2017 zeigten Priorin Irene Gassmann, die stellvertretende kantonale Denkmalpflegerin Isabel Haupt sowie Restauratorin Doris Warger den Pressevertretern und Sponsoren das bisher Geleistete. Es war den Gastgeberinnen ein Anliegen, über die Hintergründe der Restauration zu informieren, bevor Anfang Juni ein Teil des Gerüstes abgebaut wird. Denn das eigentliche Problem ist von Auge kaum erkennbar: Der Verputz als Träger der Farben ist teilweise mürbe geworden, weil durch Löcher und Risse im Mauerwerk Wasser eindrang und so Hohlstellen zwischen Farbe und Putz entstanden. Diese Hohlstellen wurden nun aufwendig mittels Spritzen aufgefüllt. Wie Isabel Haupt betonte, muss die Fassade auch nach der Restauration, die voraussichtlich diesen Herbst abgeschlossen wird, regelmässig kontrolliert werden: «Der Patient bleibt unter Beobachtung.» Die mehr als 500 000 Franken für die Freskenerhaltung stammen von der «Albert und Ida Nüssli-Stiftung» und der Gemeinde Unterengstringen. Die Römisch-katholische Kirche im Aargau trägt finanziell zur Restauration des Turms bei.

Sie ziehen aus, um Segen zu sein

In einem feierlichen Gottesdienst nahm Bischof Felix Gmür am Sonntag, 28. Mai, vier Theologinnen und einen Theologen in den ständigen Dienst des Bistums Basel auf. Die Institutio-Feier in der Kirche St. Johannes Evangelist in Buchs bildete den Abschluss des zweijährigen Nachdiplomstudiums «Berufseinführung». Doch der Bischof betonte nicht den Schlusspunkt, sondern den damit verbundenen Aufbruch. Weiterlesen

Entlang dem Tiber

Endlich Schritte vorwärts machen

Die Delegiertenversammlung des Schweizerischen Katholischen Frauenbundes (SKF) am Mittwoch, 24. Mai 2017 in Sarnen betonte die Wichtigkeit einer starken Stimme der Frauen in der Kirche. SKF-Präsidentin Simone Curau-Aepli forderte in Anwesenheit von Weihbischof Denis Theurillat, der in der Schweizer Bischofskonferenz für Frauenfragen zuständig ist, in Sachen Gleichberechtigung Schritte vorwärts zu machen. Sie ermutigte die Anwesenden, sich dort einzubringen, wo wesentliche Debatten zu Seelsorge und Kirche geführt würden. Auch die Initiantin des Pilgerprojekts «Kirche mit* den Frauen», Hildegard Aepli, betonte, die Kirche schöpfe ihr Potenzial nicht aus, wenn sie die Frauen geringschätze. Der Frauenbund wird sich weiterhin auch politisch engagieren. Schwerpunkte der kommenden Jahre werden dabei die Neuregelung der Altersvorsorge auf nationaler Ebene und die Debatte über die Erhöhung des Rentenalters sein.

Fest der Nationen

Wir möchten es zur Tradition werden lassen, unsere Mitglieder aus nah und fern zu einem Fest einzuladen. Wir begrüssen alle, die auf dem Gebiet des katholischen Pastoralraums Region Brugg-Windisch zuhause sind – von Birr-Lupfig, über Windisch, nach Brugg bis Riniken und Schinznach-Dorf. Weiterlesen

Hanspeter Wasmer wird Bischofsvikar

Bischof Felix Gmür ernennt Pfarrer Hanspeter Wasmer per 1. März 2018 zum Bischofsvikar für die Bistumsregion St. Viktor. Dazu gehören die Kantone Luzern, Zug, Schaffhausen und Thurgau. Hanspeter Wasmer folgt auf Bischofsvikar Ruedi Heim, der neu als Co-Dekan und Leitender Priester der fünf Pastoralräume in der Region Bern tätig wird. Hanspeter Wasmer ist in Wohlen aufgewachsen. Nach einer kaufmännischen Berufslehre bei der Aargauischen Kantonalbank studierte er am Katechetischen Institut in Luzern und an den Theologischen Fakultäten in Luzern und Wien. Seit 2004 leitet er als Pfarrer die Pfarrei St. Pius in Meggen, seit 2015 den Pastoralraum «Meggerwald Pfarreien». Seit 2009 ist er Dekan des Dekanats Luzern-Habsburg.

 

Schwester und Kamerad des Augenblicks

Wenn am 31. Juli 2017 das einzige Aargauer Bundesasylzentrum in Bremgarten schliesst, nehmen auch Jaime Armas und Effi Spielmann Abschied. Die beiden arbeiten im Auftrag der Aargauer Landeskirchen als Flüchtlingsseelsorger. Im Interview mit Horizonte blicken die beiden auf ihre Arbeit zurück – zusammen mit Marie-Eve Morf, Effi Spielmanns Vorgängerin. Weiterlesen

«Eine gewaltige stimmige Einheit»

Gedichte aus dem Frühwerk der Klosterfrau Silja Walter sind der Ausgangspunkt für «Bolero. Tanz der Feuertaube» – zu sehen bis 18. Juni 2017 in der Klosterkirche Königsfelden. Die spartenübergreifende Inszenierung vereint Musik, Tanz und bildende Kunst. Horizonte sprach im Anschluss an die Uraufführung von vergangenem Freitag, 19. Mai 2017, mit Irene Gassmann, Priorin des Klosters Fahr. Weiterlesen

Für nachhaltige Unternehmensführung

Ethik und Verantwortung in grenzüberschreitenden Wirtschaftsräumen diskutierten Spitzenvertreter der Wirtschaft an der Jahrestagung der Vereinigung Christlicher Unternehmer der Schweiz (VCU). Über 100 Unternehmer und Wirtschaftswissenschaftler aus der ganzen Deutschschweiz, die sich den christlichen Werten verpflichtet fühlen, nahmen am Anlass im Grossratssaal des Basler Rathauses teil. Das Fazit: Kurzfristige Ziele können niemals im Sinne eines Unternehmens sein.

Marschhalt für Pastoralraum «Aargauer Limmattal»

Bei den gestrigen Abstimmungen in den sechs Kirchgemeinden des geplanten Pastoralraums «Aargauer Limmattal» haben drei Kirchgemeinden den Zusammenarbeitsvertrag zurückgewiesen. Das bedeutet eine Absage mit auffschiebender Wirkung. Das geplante Errichtungsfest am 2. Juli 2017 entfällt. Es stellt sich die Frage, wie es weiter geht. Weiterlesen

120 000 Franken für Entwicklungshilfe

Die Römisch-Katholische Landeskirche des Kantons Aargau unterstützt Jahr für Jahr weltweit soziale Projekte. Der Kirchenrat hat auf Antrag der begleitenden Kommission «Solidarische Welt» fürs laufende Jahr  120 000 Franken gesprochen. Eingegangen sind Gesuche aus allen Kontinenten. Diese wurden nach folgenden Kriterien geprüft: Nachhaltigkeit, Transparenz und realistische Planung, seriöse Projektbegleitung, nachgewiesene Eigenleistung vor Ort und Einhaltung der Menschenrechte. Der Hauptteil der gesprochenen Mittel fliesst in sogenannte Langzeitprojekte, kleinere Beträge fliessen in befristete Projekte. Es werden aber auch Vorhaben einmalig unterstützt.

Regenbogenpastoral

Regenbogenpastoral

Papst Franziskus hat sich mehrfach gegen die Diskriminierung von Menschen mit anderer sexueller Orientierung ausgesprochen. Laut Medienmitteilung will das Bistum Basel seine Seelsorge für diese Menschen verbessern. Der von Bischof Felix Gmür 2016 ins Leben gerufene Arbeitskreis  Regenbogenpastoral komme auf Wunsch und in Zusammenarbeit mit engagierten Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Trans*personen und Intersexuellen (LSBTI) zustande. Dieser Arbeitskreis wolle die Lebensrealität von LSBTI-Menschen besser verstehen, Orte der kirchlichen Begegnung schaffen und LSBTI-Menschen mit ihren Angehörigen spirituell bedürfnisgerechter begleiten. Der Arbeitskreis werde auch Bischof Felix im Bereich der Regenbogenpastoral beraten.

Muttertagsfond des Aargauischen Katholischen Frauenbundes (AKF)

Das Kirchenopfer, das am Muttertag aufgenommen wird, ist bestimmt für Menschen in schwierigen Lebenssituationen. Bei den bewilligten Gesuchen wurden 2016 unterschiedliche Beträge an bedürftige Frauen und Familien im Kanton Aargau von über Fr. 50’000 ausbezahlt. Auf diese Weise konnte dadurch rasch und unbürokratisch Not gelindert werden. Ihre Zuwendung ist ein Zeichen von Solidarität gegenüber Menschen, denen es weniger gut geht.

Dank Ihrer Unterstützung wird es weiterhin möglich sein, Menschen in Notlagen Hoffnung und Zuversicht zu schenken. Spendenkonto: AKF, Muttertagsfonds, 5430 Wettingen, PC 50-18985-8. Gesuche an: AKF, Irène Wittlin-Steinmann, Sonnhaldensteig 15, 5070 Frick,

Vergessene Krisenregionen

«In den Provinzen Zentral- und Ost-Kasai der Demokratischen Republik Kongo, wütet ein gewalttätiger Konflikt, der bereits zahlreichen Menschen das Leben gekostet hat. In diesen Provinzen fördert Fastenopfer Projekte, die zeitweise unterbrochen werden mussten. Im März wurden zudem zwei Experten der Uno entführt, die wenig später tot aufgefunden wurden. In der ganzen Region ist die Sicherheit und das Leben der Bevölkerung gefährdet», so der Beginn der Medienmitteilung von Fastenopfer. Partnerorganisationen von Fastenopfer berichteten von «zunehmenden mystisch religiösen Tendenzen» der Miliztruppen. Der Konflikt habe bereits im April 2016 begonnen, über 400 Personen seien mittlerweile ums Leben gekommen.

Dienst, nicht Karriere

«Ein Geistlicher, der vielleicht viel Theologie studiert hat und ein, zwei oder drei Studienabschlüsse hat, aber nicht gelernt hat, das Kreuz Christi zu tragen, nützt nichts. Er ist vielleicht ein guter Akademiker, ein guter Professor, aber kein Priester». Gewohnt deutliche Worte fand Papst Franziskus gemäss Radio Vatikan bei der Weihe von zehn Priestern am 54. Weltgebetstag für geistliche Berufungen. Franziskus betonte ebenfalls, dass es nicht darum gehen dürfe, eine Karriere anzustreben. In weiten Teilen wich Papst Franziskus vom vorbereiteten Predigttext ab, um seine Botschaft deutlicher formulieren zu können, wie das vatikanische Radio schreibt.