Der Kolumbansweg Schweiz ist eröffnet

  • Von Bangor bei Belfast bis nach Bobbio in Italien führt der europäische Weitwanderweg «Via Columbani» auf den Spuren des irischen Mönchs Kolumban, der im 6. Jahrhundert wirkte.
  • Beim Kloster Wettingen wurde gestern Dienstag, 30. Juni, der Schweizer Abschnitt durch die IG Kolumbansweg eröffnet.
  • 21 Etappen auf 500 Kilometern von Basel bis Castasegna umfasst der Schweizer Teil des Kolumbanswegs.

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Felix Gmür, Bischof von Basel

Neues Konzept gegen sexuelle Übergriffe

Am 1. Juli 2020 setzt Bischof Felix Gmür das überarbeitete Konzept «Prävention und Intervention gegen sexuelle Übergriffe im kirchlichen Umfeld» in Kraft. Die kantonalen staatskirchenrchtlichen Exekutiven haben das Konzept zustimmend zur Kenntnis genommen und sich verpflichtet, die Massnahmen zur Intervention zu unterstützen. Als Basis des Präventionsteils gelten die Strafregisterauszüge, die regelmässig eingereicht werden müssen. Die Intervention folgt einem neuen Ablauf, etwa durch die Trennung zwischen «Forum externum» und «Forum internum» mit der Vorgabe, dass Amtspersonen wie der Bischof oder die Bischofsvikare nur im Forum externum handeln dürfen. Diesem Anliegen dient auch der Einsatz von kirchen-externen Beratungspersonen. Freiwillige, die in sensiblen Bereichen wie Kinder- und Jugendarbeit tätig sind, werden ebenfalls verpflichtet, die Standards einzuhalten. Die Zusammenarbeit zwischen dem pastoralen Auftraggeber und der jeweiligen Anstellungsbehörde wird standardisiert. Musterformulare gewähren eine gleiche Behandlung in der Diözese.

CVP-Präsident Gerhard Pfister

Umfrage bestätigt: CVP will auf C verzichten

Gemäss einer noch nicht veröffentlichten, internen Studie der Christlichdemokratischen Volkspartei CVP erachten 79 Prozent der Parteimitglieder «einen Namen, der Bezug auf christliche Werte nimmt», also CVP, «für die unattraktivste aller Namensoptionen.» Dies berichtete die Sonntagszeitung in ihrer jüngsten Ausgabe. Auch Radio SRF hat im «Echo der Zeit» vom Sonntag über diese Studie und die daraus resultierenden Konsequenzen berichtet. Im Interview mit der Sonntagszeitung sagte CVP-Präsident Gerhard Pfister: «Die Art, wie die CVP und ihr Name wahrgenommen werden, ist ein Nachteil für uns. Die Studie bestätigt meine Vermutung aus dem Wahlkampf. Damals sagten mir viele Leute, dass sie Ziele und Werte der CVP teilen würden, sie uns aber nicht wählen könnten, weil wir zu religiös, zu katholisch seien.»
Die Parteiverantwortlichen würden in den nächsten Wochen zusammen mit den kantonalen Parteien und den Parteigremien eine Strategie für eine Öffnung der CVP ausarbeiten. Gemäss Pfister umfasse diese «viele Elemente, darunter auch einen Wechsel zu einem neuen Namen.»

Errichtung Pastoralraum Aargauer Limmattal

  • Verhältnismässig still und leise wurde am vergangenen Samstag der zahlenmässig grösste Pastoralraum des Kantons Aargau mit rund 26 000 Gläubigen errichtet.
  • Coronabedingt kein Fest, noch nicht einmal ein Apéro – und dies, nachdem nach Jahren des Bemühens endlich eine gangbare Lösung gefunden werden konnte.
  • Aussagen von Seiten der Kommunikationsverantwortlichen Elvira Rumo und Bistumssprecher Hansruedi Huber lassen jedoch darauf schliessen, dass der begangene Festakt lediglich ein mühsam errungenes Etappenziel markiert.

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Helfende Hände der Palliative Care

Landeskirchen bieten Palliative Care wieder an

Die Aargauer Landeskirchen haben ihren Palliative Care-Begleitdienst für schwer kranke und sterbende Menschen in Institutionen und in häuslicher Pflege wieder aufgenommen. Die dafür ausgebildeten Freiwilligen müssen dabei natürlich die Vorgaben und Schutzkonzepte der jeweiligen Institutionen beachten. Für die Einsätze ausserhalb von Institutionen wurde ein eigenes Schutzkonzept erstellt. Die Einsatzleitung für den Palliative Care-Begleitdienst stellt bei jeder Anfrage sicher, dass die Freiwilligen alle nötigen Schutzmassnahmen vor Ort einhalten können. Die Freiwilligen im Begleitdienst haben die Möglichkeit der persönlichen Begleitungen in der Zeit des Lockdowns sehr vermisst, das haben zahlreiche Telefongespräche gezeigt. Aber sie haben sich während dieser Zeit mit viel Fantasie telefonisch und schriftlich um Menschen mit Betreuungsbedarf gekümmert. Nun dürfen sie endlich auch wieder persönlich bei kranken und sterbenden Menschen präsent sein. Die Medienmitteilung der Landeskirchen mit den entsprechenden Kontaktinformationen lesen Sie hier: MM_Landeskirchen_PalliativeCare_Begleitdienst.

Wissen und Staunen: Horizonte-Buchverlosung

  • Was verbindet Astrophysik und Theologie? Arnold Benz ist Professor am Institut für Teilchen- und Astrophysik der ETH Zürich in den Fachbereichen Sonnenphysik und Sternentstehung. Seine Arbeiten zum Verhältnis von Naturwissenschaften und Theologie wurden mehrfach ausgezeichnet. Zusammen mit der Pfarrerin Ruth Wiesenberg bringt er neuste astrophysikalische Erkenntnisse und alte religiöse Erfahrungen in einem Buch zusammen.
  • Horizonte verlost ein Exemplar von «Das Universum – Wissen und Staunen» unter den Abonnentinnen und Abonnenten des Newsletters.

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Gesichtsmasken schützen

Bischöfe passen Schutzkonzept an

Am vergangenen Freitag, 19. Juni, hat der Bundesrat die Schutzmassnahmen zur Covid-19-Bekämpfung massgeblich gelockert. Die Vereinfachungen gelten auch für religiöse Veranstaltungen, Kinder- und Jugendarbeit sowie Vereinsanlässe. Es gilt nur noch die «besondere Lage». Damit geht die Zuständigkeit für Verordnungen zur Pandemie-Bekämpfung grundsätzlich vom Bund an die Kantone zurück. Die Schweizer Bischofskonferenz hat deshalb ihr Rahmenschutzkonzept per 22. Juni ausser Kraft gesetzt. Als Schutzkonzept für öffentliche Gottesdienste im Bistum Basel gilt seit dem 23. Juni ein vereinfachtes Konzept, wie es auf der Website des Ordinariats zu finden ist.  Die wesentlichen Neuerungen sind im angepassten Konzept grau hinterlegt. Es appelliert weiterhin an das eigenverantwortliche Handeln aller Bürger, vorab durch Einhalten der Hygiene- und Abstandsregeln. Horizonte-Leser können das PDF des angepassten Schutzkonzeptes auch hier herunterladen: Praezisierungen_Schutzkonzept_200623.

Bildung erschliesst die Welt

Online-Studiengänge für Flüchtlinge weltweit

Seit 2010 bauen die Jesuiten weltweit ein Netz von Zentren höherer Bildung in den unwirtlichsten Regionen der Welt aus. Auch in afrikanischen Flüchtlingscamps. Mitten drin: Pascal Meyer (36). Seit Herbst 2018 arbeitet Pascal Meyer für das internationale Bildungsprojekt. Sein «Herz für Menschen am Rand der Gesellschaft» sowie die weltweite Dimension des Projekts motivieren ihn dazu, sagt der junge Mann aus Langnau am Albis bei Zürich. «Jesuit Worldwide Learning» haben die Jesuiten an einer Konferenz von 2010 aus der Taufe gehoben. Dabei vereinbarten die Jesuiten-Universität Regis in Colorado (USA), das digitale Jesuiten-Netzwerk Jesuit Commons und der Jesuiten-Flüchtlingsdienst (Jesuit Refugee Service), höhere Bildung für Flüchtlinge anzubieten. Heute gibt es laut JWL-Webseite über 30 Jesuiten-Lerngemeinschaften in 14 Ländern weltweit. Rund 4000 Personen sind in Ausbildung, 57 Prozent davon Frauen. Den vollständigen Bericht über die Arbeit von Pascal Meyer lesen Sie im Beitrag von Regula Pfeifer, kath.ch: Studiengänge für Flüchtlinge_Jesuiten_200622.

Aarauer Frauengottesdienste feiern Jubiläum

  • Am 6. September werden in der reformierten Stadtkirche Aarau 30 Jahre ökumenische Frauengottesdienste gefeiert. Dieses Mal erstmals im Rahmen eines für beide Geschlechter offenen Sonntagsgottesdienstes.
  • Horizonte sprach mit Susanne Andrea Birke und Marianne Saputo vom Organisationsteam.

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Kirchenmarathon zum Flüchtlingstag

Heute, am 20. Juni, ist Uno-Weltflüchtlingstag. An diesem wird der Menschen gedacht, die auf der Flucht verschwunden sind. Aus diesem Grund sollen an verschiedenen Orten die Namen von rund 40’000 Menschen vorgelesen werden, die seit 1993 auf dem Weg nach Europa vor allem im Mittelmeer ums Leben kamen. In der Offenen Kirche Elisabethen in Basel beginnt die Vorlese-Aktion am 20. Juni um 12 Uhr und dauert 24 Stunden. Auch die Heiliggeistkirche in Bern leistet sich einen 24-Stunden Marathon und ein solcher findet ebenfalls in der Peterskapelle in Luzern statt, letzterer jedoch am 24. und 25. Juni. In der Zürcher Wasserkirche startet die Aktion am Samstag um zwölf Uhr und endet abends ums sechs. In St. Gallen teilt sich der Anlass in eine Standaktion in der Stadt und einer Präsenz in der Kathedrale auf. Auch im Aargau sind in Aarau und Baden Anlässe geplant (Horizonte berichtete)

Toleranz, Vielfalt, Hoffnung

Pride: Kampagne und Gottesdienste statt Parade

Die Zürich-Pride, der grösste Lesben- und Schulen-Anlass in der Schweiz, eigentlich geplant für das kommende Wochenende, findet wegen den Beschränkungen des Bundesrates für Grossanlässe im Zug der Corona-Pandemie nicht statt. Als Ersatz dienen Kampagnen im Internet, die auch von kirchlichen Kreisen unterstützt werden. Des Weiteren finden sowohl in Basel als auch in Zürich spezielle Gottesdienste statt: Am Sonntag, 21. Juni, um 14 Uhr im Grossmünster in Zürich, um 18 Uhr in der offenen Kirche Elisabethen in Zürich.

Knochenarbeit und Freunde fürs Leben

  • Von Oktober 2017 bis November 2019 diente Simon Bussinger in der päpstlichen Schweizergarde.
  • Horizonte hatte den Wallbacher bereits vor seinem Eintritt in die Garde getroffen und berichtete auch von der Vereidigung in Rom.
  • Nun ist der 23-Jährige zurück und gab an einem Vortrag einen packenden Einblick in die älteste und kleinste Armee der Welt.

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Gebenstof-Turgi: Streit um Kameras in der Kirche

  • Der Streit zwischen Kirchenpflege, Priester und unzufriedenen Gemeindemitgliedern in Gebenstorf-Turgi kommt nicht zur Ruhe. Jüngster Streitpunkt sind Kameras in der Kirche.
  • Die Mitglieder einer über 70-köpfigen Initiativgruppe befürchten Bespitzelung. Kirchenpflegepräsident Daniel Ric weist die Vorwürfe zurück, bei Landeskirche und Bistum hält man sich bedeckt.

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Rückblick auf den Frauenkirchenstreik

Vor einem Jahr gingen Frauen für Gleichberechtigung in der Kirche auf die Strasse. In der Amtskirche hat sich seither nichts getan. Kein Grund zur Frustration, sagen drei Kirchenfrauen. Den Streik von vor einem Jahr haben die Frauen gleichwohl positiv in Erinnerung. Von einem «Kristallisationspunkt» spricht Susanne Andrea Birke, bei der Fachstelle Bildung und Propstei der Römisch-Katholischen Kirche im Aargau für den Bereich Frauen* und Gender verantwortlich. Regula Grünenfelder von der Frauenkirche Zentralschweiz spricht von einer «Unterbrechung der Resignation».

Bischöfe mussten auf Lockdown insistieren

An ihrer ordentlichen Versammlung in Einsiedeln sprachen die Schweizer Bischöfe über den Ausbruch der Coronapandemie und die Reaktionen in den Pfarreien. «Die zeitnahe Reaktion der SBK und der Bistümer auf die jeweiligen Beschlüsse von Bund und Kantonen war wichtig, um den Gläubigen und den Verantwortlichen vor Ort Halt und Handlungssicherheit zu vermitteln, heisst es in der Mitteilung der Bischofskonferenz (SBK). Die Empfehlungen seien nicht überall mit demselben Verständnis aufgenommen worden. Auf das Verbot öffentlicher Gottesdienste hätten einige Pfarreien mit Unverständnis reagiert, vor allem an Orten, wo die Pandemie in ihrer vollen Tragweite nicht wahrgenommen worden sei, erklärte SBK-Sprecherin Encarnación Berger-Lobato gegenüber kath.ch. Die Bischöfe hätten zum Teil persönlich intervenieren müssen. Auch hätten sich einzelne Priester nicht an die Weisungen der Bischöfe gehalten. In Regionen, in denen kaum Erkrankungen auftraten, wollte man schnell zum normalen Gottesdienstalltag zurückfinden. «Dies hätte zu einem Gottesdiensttourimus geführt», vermutet die Sprecherin. Die grosse Teilnahme an den Liveübertragungen von Gottesdiensten oder Gebeten auf Internet, Radio oder TV habe die Bischöfe überrascht. Nach Einschätzung der SBK habe dies dazu geführt, «dass mehr Menschen mitgebetet haben als vor der Coronavirus-Krise», heisst es in der Mitteilung.

St. Galler Corona-Bibel nimmt Form an

Die Idee hinter der St. Galler Corona-Bibel ist einfach: Menschen wählen ein Kapitel der Bibel und schreiben es in ihrer Handschrift ab. Diese Idee fand in einer Zeit von Isolation, Untätigkeit und Ungewissheit auf Anhieb Anklang und es fanden sich 1189 Freiwillige, wie kath.ch berichtet. Bis am 10. Juni hatten die Teilnehmenden Zeit, ihren handschriftlichen Beitrag abzuliefern. Nun treffen seit ein paar Wochen täglich Stapel von Couverts aus dem In- und Ausland bei Initiant Uwe Habenicht und seinem Team ein, diese werden aktuell im Domzentrum in der Nähe der St. Galler Kathedrale gesammelt und gemäss der Reihenfolge in der Bibel einsortiert. Im Rahmen einer Feier, zu welcher alle Teilnehmenden nach St. Gallen eingeladen werden, soll die Corona-Bibel der Stiftsbibiliothek übergeben werden. Im Hinblick auf die weiterhin geltenden Einschränkungen bei grösseren Versammlungen ist dieser Anlass derzeit für Frühling 2021 geplant. «Wir wollen das richtig feiern können», sagt Uwe Habenicht. Derzeit laufen zudem Vorbereitungen, um die ganze Vielfalt an Schriften, Illustrationen und Kommentaren der St. Galler Corona-Bibel im Internet für alle zugänglich zu machen. Laut Uwe Habenicht könnte die digitale Version bereits ab Herbst online verfügbar sein.

Nach dem Lockdown in der Beiz: «Der Znüni ist tot»

  • Der Präsident von gastroaargau (Verband für Hotellerie und Restauration) geht davon aus, dass mindestens ein Viertel aller Betriebe im Aargau die Coronakrise nicht überleben werden.
  • Wer nun aber glaubt, alle Aargauer Beizer litten schwer unter den Folgen des Lockdowns, der wird bei genauerem Hinsehen rasch eines Besseren belehrt. Horizonte begleitete die ökumenische Gastroseelsorgerin Corinne Dobler ins Obere Freiamt.

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