Volle Agenda für Bischöfe an der Jugendsynode

  • Vom 3. bis 28. Oktober 2018 findet die Jugendsynode in Rom statt.
  • Neben etwa Bischöfen sind auch 40 Jugendliche aus aller Welt eingeladen, sie dürfen vor der Versammlung sprechen, jedoch nicht abstimmen.
  • An der Vorsynode im März haben 300 Jugendliche und junge Erwachsene ein Dokument verabschiedet, das ins Arbeitspapier für die Synode eingeflossen ist.

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Prekäre Verhältnisse

Bereits 1’500 tote Bootsflüchtlinge

Im Mittelmeer sind seit Jahresbeginn mehr als 1’500 Menschen ertrunken oder verschollen. Diese Zahl gab die Internationale Organisation für Migration am Freitag in Genf bekannt. Demnach starben auf der zentralen Mittelmeerroute nach Italien und Malta 1’111 Menschen; auf dem Weg nach Spanien waren es 304, in den Gewässern vor Griechenland und Zypern 89. Gemessen an der stark zurückgegangenen Zahl der Ankünfte sei 2018 eines der tödlichsten Jahre seit Beginn der Aufzeichnungen, so die UNO-Organisation.

Die Philipp-Neri-Stiftung sucht Finanzierungswege

  • Seit vier Jahren ist der Priester Adrian Bolzern «Zirkuspfarrer», das heisst, er ist schweizweit als Seelsorger für Zirkusleute, Markthändler und Schausteller unterwegs.
  • Sein Gehalt zahlt die Philipp-Neri-Stiftung, die 2019 ihr 20-jähriges Bestehen feiert. Die Stiftung finanziert sich ausschliesslich durch Spenden, einzelne Pfarreiopfer oder Benefizveranstaltungen.
  • Im Gespräch mit Horizonte kommt die Frage auf, ob die Finanzierung eines Teils der Lohnprozente von Adrian Bolzern nicht auch Sache der verschiedenen Landeskirchen sein müsste. Weiterlesen

Bischöfe laden Bundesligatrainer ein

Am 29. September 2018 begrüssen die Schweizer Bischöfe in Bern Martin Schmidt, den Walliser Bundesliga-Fussballtrainer und Sarah-Maria Graber, eine junge Texterin und Journalistin aus Bern. Dies im Rahmen der Tagung «Anavon» – einem Inspirationstag für Jugendliche und junge Erwachsene zum Thema «Jugend und Kommunikation über Glaube und Kirche». Neben Referaten und einer Podiumsdiskussion wird es auch Workshops, Live-Konzerte, eine Kunstausstellung und ein gemeinsames Vesper-Gebet geben. Auch wird im Rahmen der «Ananvon»-Tagung der diesjährige katholische Medienpreis verliehen.

Wenn Priester sich verlieben

  • Letzte Woche gab der Pfarrer von Brigels seine Demission bekannt, weil er sich in eine Frau verliebt habe und die Beziehung öffentlich leben wolle. Ob der Betroffene weiterhin im kirchlichen Dienst tätig sein will, ist derzeit nicht bekannt.
  • Kann ein Priester, der sich für eine Partnerschaft entscheidet, weiterhin für die Kirche tätig sein? Ja, sofern der Vatikan seine Entlassung aus dem Klerikerstand ermöglicht, der Papst ihn von der Zölibatspflicht entbindet und das zuständige Bistum den Betroffenen wieder einstellt. Weiterlesen
888 Jahre Kloster Fahr

Buch zeigt Leben im Kloster Fahr

17 Benediktinerinnen aus dem Kloster Fahr haben der Autorin Susann Bosshard-Kälin aus ihrem Leben erzählt und dabei kein Blatt vor den Mund genommen. Offen berichten sie vom Schönen und Schweren. Was es bedeutet, sich dem strengen Rhythmus von Arbeit und Gebet zu unterwerfen, in einer Gemeinschaft zu leben, die man sich nicht ausgesucht hat, und sie sprechen darüber, wie sich das Leben im Kloster in den letzten Jahren gewandelt hat. Dabei hat auch Kritik an der von Männern geprägten katholischen Kirche Platz. Der Fotograf Christoph Hammer hat die Schwestern ausserdem während Monaten mit der Kamera begleitet und fand überall offene Türen. Und die Historikerin Denise Schmid geht der Geschichte des Klosters Fahr nach, das vor 888 Jahren gegründet wurde. Am 1. September 2018 um 10.30 Uhr findet im Koster Fahr die Buch- und Bildervernissage im Rahmen eines Tages der offenen Tür statt.

Startschuss für «Young-Caritas-Award» 2018

Seit 15 Jahren organisiert «Young Caritas» den Young-Caritas-Award und hat am Mittwoch das Rennen wieder eröffnet. Junge Menschen können dafür ihre sozialen Projekte einreichen, wobei das beste am 1. Dezember prämiert wird. Das Ziel ist laut «Young Caritas» noch dasselbe wie vor 15 Jahren: Das Engagement von jungen Menschen und deren Projektideen im sozialen Bereich zu unterstützen. Dem Sieger winkt laut den Organisatoren unter anderem eine zweiwöchige Reise als Preis zu.

Das Organisationskomitee

Bistumsjugendtreffen in Brugg-Windisch

  • Am 23. September 2018 findet das Bistumsjugendtreffen (BJT) im Kanton Aargau statt.
  • In Brugg-Windisch treffen sich gegen 500 Jugendliche und junge Erwachsene und etwa 50 Begleitpersonen aus den zehn Kantonen des Bistums Basel.
  •  Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwartet ein vielfältiges Programm mit Ateliers rund um das Motto «tomorrow – die Welt liegt in deiner Hand» und eine Feier mit Bischof Felix Gmür.

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Mentoring-Programm mit jungen Asylsuchenden

  • Unbegleitete jugendliche Asylsuchende (UJA) erhalten im Kanton Aargau im Rahmen eines Mentoring-Programms eine Begleitung durch freiwillige Mentorinnen und Mentoren.
  • Horizonte besuchte zwei «Tandems»: Den 18-jährige Hossain, der sich regelmässig mit der 25-jährigen ETH-Studentin Magdalena und ihrer Familie trifft, und die 17-jährige Eritreerin Ruta, die bei Familie Neruda immer wieder zu Gast ist.

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Lohn für pflegende Eltern und Angehörige

Wer Verwandte und nahestehende Personen pflegt, soll finanziell entschädigt werden. Diesen Vorschlag hat der Bundesrat in die Vernehmlassung geschickt. Der Schweizerische Katholische Frauenbund (SKF) und der Verband «Evangelische Frauen Schweiz» (EFS) begrüssen die Vorschläge des Bundes, wünschen aber auch weitergehende Massnahmen. Der Bundesrat schlägt zunächst eine gesetzliche Verpflichtung zur Lohnfortzahlung bei kurzen Abwesenheiten vor, wenn jemand verwandte oder nahestehende Personen pflegen muss. Die zweite Massnahme sieht eine Entschädigung für Eltern vor, die ein Kind betreuen, das wegen einer Krankheit oder eines Unfalls gesundheitlich schwer beeinträchtigt ist. Verbessert werden sollen zudem auch die Betreuungsgutschriften für die AHV. Für den Schweizerischen Katholischen Frauenbund gehen die Vorschläge des Bundesrates in die richtige Richtung. Sorge- und Erwerbsarbeit müssten jedoch konsequenter in Verbindung gebracht werden, erklärte der SKF auf Anfrage.

Entscheid über Caritas-Pilot fällt erst im Herbst

Im Januar 2017 startete Caritas Schweiz in Suhr mit dem neuen Betreuungsangebot «Eine helfende Hand». Der auf zwei Jahre angelegte Pilotversuch mit dem «roten Wagen» als Erkennungsmerkmal bietet älteren Menschen in Ergänzung zu Spitex und anderen Care-Organisationen eine Art «professionelle Nachbarschaftshilfe». Motivieren und begleiten im Alltag wolle man, umriss Projektleiter Andy Huwyler die Ziele. Beispielsweise für den Gang zum Arzt oder zum Coiffeur, für Unterstützung im Haushalt oder beim Einkaufen. Vorgesehen war, diesen Sommer darüber zu entscheiden, ob und wie das Projekt weitergeführt werden solle (Horizonte berichtete). Nun wolle man sich aber doch noch bis Oktober Zeit lassen, wie Stefan Gribi von Caritas Schweiz auf Anfrage erklärte.

Coop, Migros, Aldi und Lidl und das umstrittene Palmöl

  • Der Grossverteiler Coop reduziert die Verwendung von Palmöl. Das meldeten Fastenopfer, Brot für alle und Pro Natura diese Woche. Auch bei Migros, Aldi und Lidl ist man sich des Problems des genannten Öls bewusst und sucht, so es geht, nach Lösungen.
  • Die erwähnten NGOs verbuchen die Reaktionen der Schweizer Grossverteiler als Etappensieg bei ihrem Einsatz gegen Landraub und Umweltzerstörung.

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Ein Kloster, drei Kantone

  • Das Horizonte-Team hat sich ganz in den Westen seines Gebietes begeben für die Sommerserie «Im wilden Westen»
  • Begeben Sie sich mit Horizonte auf Entdeckungsreise zu den Glaubens- und Kulturschätzen an den Rändern des Aargaus.
  • Erste Folge: Das Kloster St. Urban im Dreikantonseck Luzern-Bern-Aargau

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Pastoralraum Region Brugg-Windisch firmt neu mit 18

In den Vorarbeiten zur Schaffung des katholischen Pastoralraums Region Brugg-Windisch hatte man entschieden, das Alter der Firmandinnen und Firmanden anzuheben. Schülerinnen und Schüler, die jetzt in die Oberstufe übertreten, werden deshalb neu erst mit 18 statt wie bisher mit 15 Jahren gefirmt. «Je älter die Firmanden sind, desto mehr Erfahrung und Hintergrundwissen haben sie gesammelt», erklärt Pastoralraumleiter Simon Meier. «Wir wollen die jungen Erwachsenen partnerschaftlich ansprechen und sie einladen, freiwillig und mündig die Entscheidung zu treffen, sich firmen zu lassen.» Organisatorisch ist das eine Herausforderung, denn junge Erwachsene können nicht einfach in der Schule «abgeholt» werden. Sie befinden sich bereits auf ganz unterschiedlichen Lebenswegen, haben eine Lehre begonnen, besuchen die Kantonsschule oder haben vielleicht ein Auslandjahr vor oder hinter sich. Simon Meier dazu: «Wir informieren die jungen Leute am Ende ihrer Schulzeit und laden sie eineinhalb Jahre vor der Firmung ein, den Firmweg gemeinsam zu gehen.»

Einsiedler Madonna neu eingekleidet

  • Zum Jubiläum von 888 Jahre Kloster Fahr schenkten die Schwestern der Gnadenmutter im Kloster Einsiedeln ein neues Gewand.
  • Entstanden ist das grüne Gewand in der eigenen Paramentenwerkstatt der Textilwerkstatt des Klosters.
  • Am Montag, 2. Juli, wurde der Schwarzen Madonna das neue Gewand im Rahmen einer Zeremonie übergeben. Ein besonderer Tag für beide Ordensgemeinschaften.

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«Viele haben es gewusst und niemand hat etwas gesagt»

  • Mitte Juni entschuldigten sich die Verantwortlichen des Kinderheims St. Benedikt im Rahmen einer Medienkonferenz bei einem Mann, der während seines Aufenthalts im Kinderheim St. Benedikt Hermetschwil zwischen 1978 und 1981 mehrfach sexuell missbraucht worden.
  • Der damals zuständige Heimleiter Peter Bringold kritisierte im Anschluss diesen Schritt.
  • Horizonte traf die aktuelle Heimleiterin Pia Iff, den für die Institution in dieser Sache tätigen Krisenmanager Herbert Wyss und Andreas Santoni, der an besagter Medienkonferenz über das berichtete, was ihm widerfahren war, zu einem Gespräch. Weiterlesen