Frühjahrstagung der RKZ

Im Zentrum der Versammlung der Römisch-Katholischen Zentralkonferenz  RKZ im März 2017 stand die Frage, wie die Zentralkonferenz in Zusammenarbeit mit den Bischöfen auch ohne finanzielles Wachstum Prioritäten setzen und sich neuen Herausforderungen stellen kann. «Umbau statt Ausbau» lautet dabei  gemäss Medienmitteilung die Devise in allen Bereichen. Voraussetzung für das kirchliche Leben, nicht nur finanziell, sind die Kirchgemeinden und kantonalkirchlichen Organisationen. Die Auswertung einer Umfrage der RKZ bei ihren Mitgliedern zeigt, wie viel vor Ort geleistet wird. Anderseits kommt zum Ausdruck, dass man vermehrt voneinander lernen möchte, wie sich das Milizengagement stärken lässt. Weiteres Thema war die Anerkennung weiterer Religionsgemeinschaften als Weiterentwicklung des Religionsrechts.

Österreich beschliesst Integrationsgesetz

Die österreichische Regierung hat das umstrittene Burka-Verbot beschlossen. Das Verbot ist Teil des neuen Integrationsgesetzes, auf das sich die rot-schwarze Koalition am Dienstag verständigte, so kath.ch unter Berufung auf eine Meldung der Katholischen Nachrichten Agentur kna. Auch weitere Kleidungsstücke zur Verschleierung des Gesichts in der Öffentlichkeit werden untersagt. Verstösse werden mit einer Geldbusse geahndet. Im Vorfeld hatten sich Menschenrechtler und Kirchenvertreter gegen das Burka-Verbot ausgesprochen. Vollverschleierung im öffentlichen Raum sei vor dem Hintergrund der österreichischen Kultur zwar ein «gesellschaftlich unerwünschtes Verhalten», ein grundsätzliches Verbot sei jedoch keine Lösung, betonten die österreichischen Bischöfe in einer Stellungnahme. Amnesty International bezeichnete das Verbot vorab als ungeeignet und unverhältnismässig.

Kirchliche Begleitung in den freiwilligen Tod

Der Synodalrat der reformierten Kirche des Kantons Waadt empfiehlt seinen Seelsorgern, Sterbende zu begleiten, wenn sie sich mit Unterstützung einer Sterbehilfeorganisation freiwillig aus dem Leben verabschieden. Es gehe dabei nicht um die Frage, ob der assistierte Suizid gerechtfertigt sei oder nicht, teilte die Kirchenleitung kürzlich mit. Die Anwesenheit eines Seelsorgers sei vielmehr ein Zeichen dafür, «dass der Sterbewillige auch in diesem Moment weder von Menschen noch von Gott verlassen ist», wie die NZZ am Sonntag vom 26. März 2017 berichtet. Der Schweizerische Evangelische Kirchenbund weise zwar darauf hin, dass die Waadtländer Kirche in der Sache nichts Neues sage, eine Empfehlung an die Seelsorger, bei einem assistierten Suizid anwesend zu sein, sei allerdings bisher noch nicht dagewesen. Im Kanton Waadt gab es vonseiten der katholischen Kirchen noch keine Reaktion auf die Empfehlung des reformierten Synodalrats, wie NZZ am Sonntag berichtet.

Rosenverkauf zur Fastenkampagne

Am Samstag, 25. März 2017, findet wieder der traditionelle Rosenverkauf der Ökumenischen Kampagne statt. Vielerorts werden Freiwillige Rosen für Projekte von «Brot für alle», «Fastenopfer» und «Partner sein» verkaufen – auch im Aargau. Über 100 000 Rosen werden dieses Jahr von Coop vergünstigt zur Verfügung gestellt, damit im Rahmen des Verkaufspreises von 5 Franken ein guter Erlös für die Projekte der kirchlichen Hilfswerke erzielt wird. Zu jeder verkauften Rose gehört erstmals ein Code, mit dem zusätzlich eine virtuelle Rose verschenkt werden kann. Der Code lässt sich auf der eigens für die Ökumenische Kampagne 2017 entwickelten App «Give a Rose» einlösen, die in den App-Stores heruntergeladen werden muss.

«Sexuelle Übergriffe sind Gott sei Dank Ausnahmen»

Mit einem obligatorischen Präventionskurs für alle Seelsorgenden mit Missio will das Bistum Basel sexuellen Übergriffen vorbeugen. Im März und Mai finden entsprechende Kurse im Aargau statt. Horizonte hat mit der Kursreferentin Rita Wismann-Baratto aus Suhr sowie mit Aargauer Teilnehmenden aus bereits durchgeführten Kursen in anderen Bistumsregionen gesprochen. Weiterlesen

Tanzverbot soll aufgeweicht werden

Neu sollen die Gemeinden darüber entscheiden, ob Restaurants und Bars im Aargau an hohen Feiertagen (Karfreitag, Ostersonntag, Pfingstsonntag, Bettag, Weihnachten) um kurz nach Mitternacht schliessen müssen. Obschon im Februar 2016 das Aargauer Stimmvolk eine Lockerung des sogenannten Tanzverbots an der Urne verworfen hatte (Horizonte berichtete), hat der Grosse Rat in einer ersten Lesung nun eine Gesetzesänderung gutgeheissen. Es ist aber denkbar, dass sich im Grossen Rat doch noch Opposition gegen das Vorgehen bildet. Christliche Poliker aus den Lagern von CVP und EVP sprachen sich gegen die Volage aus, Gegenstimmen gab es darüber hinaus aus fast allen Fraktionen. Eingebracht hatte den Vorstoss Serge Demuth (SVP).

Maria reist nach Sursee

Noch bis im Sommer 2017 wird die katholische Kirche in Kölliken umgebaut. So lange ist die sonst dort ansässige Marienstatue auf Tournee bei Pfarreiangehörigen.  24 Tage wohnte die Statue bei Frank E. Meier, einem modernen Einsiedler in der Telli-Überbauung Aarau. Von ihm aus fuhr sie nun mit Markus Corradini und seiner Mutter Ursula bis nach Sursee. Weiterlesen

Vatikan spendet eine Million für Kirchen

Der Vatikan schiesst für Restaurierungsarbeiten in der Geburtskirche in Bethlehem sowie in der Jerusalemer Grabeskirche jeweils knapp 500 000 Franken zu. Wie das Presseamt des Heiligen Stuhls am Samstag mitteilte, stammen die Mittel aus dem Haushalt der römischen Ostkirchenkongregation und werden über die franziskanische Verwaltung der christlichen Stätten im Heiligen Land, die sogenannte Kustodie, bereitgestellt. Die Geburtskirche und die Grabeskirche erheben sich über den heiligsten Stätten der Christenheit und zählen zugleich zu den bedeutendsten frühchristlichen Kirchenbauten. Beide gehen auf Gründungen durch Kaiser Konstantin (324-337) zurück. Im Beitrag «Das Grab lebt» werden die umfangreichen Restaurierungsmassnahmen und die auftretenden Schwierigkeiten eindrücklich beschrieben.

Schutz vor islamistischer Mission

EVP-Nationalrätin Maja Ingold schlug vor, dass der Bundesrat Vorgaben für die Ausbildung von Imamen macht, damit hier keine «erzkonservativen Prediger» ohne Kenntnisse und Bezug zur Schweiz tätig sein können. SVP und FDP stellten sich klar gegen weitere Abklärung durch den Bund. Am Mittwoch hat der Nationalrat das Postulat dennoch mit 90 gegen 87 Stimmen überwiesen, wie die EVP am 16. März auf ihrer Homepage mitteilt.

Himmelsduft und Höllengestank

Mit «Himmelsduft und Höllengestank» steht der Geruchssinn im Fokus der SchöpfungsZeit 2017 im September. Die Bibel und die Kirchengeschichte seien voll von Düften und Gerüchen, erklärt «oeku – Kirche und Umwelt« in einer Medienmitteilung. «Die Aktion ist Teil einer Reihe zu den fünf Sinnen, die von 2016 bis 2020 läuft. Von Gerüchen und Düften ist in der Bibel oft die Rede. Sie spielen in den Beziehungen zu anderen Menschen, zur Welt und zu Gott eine wichtige Rolle. Beispielsweise riecht Gott das von Noah dargebrachte Opfer gerne, auch wenn ihm die Bosheit des menschlichen Herzens stinkt. Gerüche werden Gott unangenehm, wenn liturgischer Wohlgeruch und praktisches Handeln nicht übereinstimmen.»