Ort, wo man sich niederwirft

Tag der offenen Moschee am 4. November

Auch in diesem Jahr lädt der Verband Aargauer Muslime VAM zu einem Tag der offenen Moschee ein. Am Samstag, 4. November 2023, von 14 bis 17 Uhr, sind folgende Moscheen offen für interessierte Besucherinnen und Besucher: 

Aarburg, Feldstrasse 14 / Bözen, Heuigstrasse 4 / Döttingen, Hauptstrasse 5 / Gebenstorf, Landstrasse 3 / Koblenz, Gütschhalde 1/ Oberentfelden, Aarauerstrasse 57 / Reinach, Tulipan, Mattenfeldstrasse 5 / Reinach, Mevlana Moschee, Hauptstrasse 3 / Wohlen,  Rigackerstrasse 25   

Der Tag der offenen Moschee ist eine gute Gelegenheit, sich aus erster Hand über den Islam und die in der Schweiz lebenden Musliminnen und Muslime zu informieren und mit ihnen zu diskutieren. Der Verband Aargauer Muslime schreibt in seiner Medienmitteilung, er hoffe, mit diesem Tag einen aktiven Beitrag zum Abbau der Ängste, Unsicherheiten und Vorurteile unter der Bevölkerung leisten zu können. 

Tag der offenen Moschee am Samstag, 4. November 2023, 14 bis 17 Uhr, Führungen jeweils zur vollen Stunde. Beim Besuch einer Moschee gibt es keine speziellen Kleidungsvorschriften. Frauen müssen also kein Kopftuch tragen. Auf allzu aufreizende Kleidung sollte aber, genau wie bei einem Kirchenbesuch, verzichtet werden. Einzig die Schuhe müssen beim Betreten des Gebetraumes abgelegt werden, da die Muslime darauf achten, dass die Moschee sauber bleibt.

Mitteilung der Schweizer Bischöfe nach der Vollversammlung

Nach der Vollversammlung der Schweizer Bischofskonferenz SBK vom 18.-20. September in St. Gallen veröffentlichen die Bischöfe eine Medienmitteilung zu den Massnahmen und dem Vorgehen nach Bekanntwerden der Ergebnisse der Missbrauchsstudie.

Die Bischöfe bekräftigen in der Mitteilung, dass die fünf bereits kommunizierten Massnahmen dringlich in Angriff genommen würden. Die drei Auftraggeberinnen (SBK, RKZ, KOVOS) zeichnen verantwortlich für die Umsetzung folgender Massnahmen:

1. Fortsetzung der Studie: Die nationale Studie wird 2024-2026 von Monika Dommann und Marietta Meier, den Historikerinnen der Universität Zürich, welche die Pilotstudie durchgeführt haben, weitergeführt. Die Finanzierung ist bereits gesichert und die Verträge stehen vor der Unterzeichnung.
2. Einrichtung einer nationalen Dienststelle zur Sammlung von Opfermeldungen. Das Fachgremium der SBK «Sexuelle Übergriffe im kirchlichen Umfeld» hat in seiner Sitzung vom 18. September 2023 eine Arbeitsgruppe eingesetzt, welche die Zusammensetzung, die Kompetenzen, die Ziele, die Verfahren, die Funktionsweise und den Standort der nationalen Dienststelle festlegen soll. 
3. Zugang zu kirchlichen Archiven in der Schweiz. Damit die Forscherinnen ihre Studie über sexuellen Missbrauch in der römisch-katholischen Kirche Schweiz in den nächsten Jahren weiter vertiefen können, haben alle Mitglieder der SBK eine persönliche Verpflichtung (notabene im Widerspruch zum
geltenden Kirchenrecht) unterzeichnet, um sicherzustellen, dass alle Archive unter ihrer Verantwortung, welche Hinweise und Informationen zu Missbrauchsfällen enthalten könnten, weiterhin zugänglich sind und keine Dokumente vernichtet werden.
4. Psychologisches Abklärungsverfahren. Die SBK hat beschlossen, ein gründliches psychologisches Abklärungsverfahren für Seminaristen und Noviziatskandidaten sowie für die Ausbildung von anderen
Seelsorgerinnen und Seelsorgern einzuführen. Das gibt es bereits in vielen Regionen, doch wird dieses Abklärungsverfahren nun schweizweit standardisiert und professionalisiert und ist überall obligatorisch. Die Konferenz der Regenten der Schweizer Seminarien hat das Mandat erhalten, diesen Beschluss in Zusammenarbeit mit kirchenexternen Fachpersonen umzusetzen.
5. Professionalisierung der Personalakten. Die SBK wird den Umgang mit Personaldossiers mittels Einstellung von Personal- und Datenschutzexpertinnen und -experten professionalisieren. Damit soll sichergestellt werden, dass die Akten aller pastoralen Mitarbeitenden stets umfassend sind und bei
jedem Wechsel des Einsatzortes nach- und weiterverfolgt werden können.

All diese Massnahmen werden bis spätestens Ende 2024 umgesetzt.

Zusätzlich zu den obengenannten Massnahmen beabsichtigt die Schweizer Bischofskonferenz, ein eigenes kirchliches Straf- und Disziplinargericht für die römisch-katholische Kirche in der Schweiz einzurichten. Vorrang haben weiterhin die zivilen schweizerischen Strafgesetze und die Strafverfolgungsbehörden werden bei allen Fällen von Missbrauch oder anderen Straftaten, die im kirchlichen Umfeld begangen
werden oder begangen worden sind, zwingend eingeschaltet. Das kirchliche Gericht wird sich jedoch zusätzlich dazu mit Sanktionen befassen, die verhängt werden müssen, wenn ein Verstoss gegen ein Kirchengesetz vorliegt. Um die Einrichtung eines solchen nationalen Gerichts zu konkretisieren sowie
Forschenden den Zugang zu den Archiven der Dikasterien des Apostolischen Stuhls zu ermöglichen, suchen die Schweizer Bischöfe in den kommenden Wochen das Gespräch mit den Verantwortlichen des Vatikans.

Die Schweizer Bischofskonferenz wird im Rahmen der Weltsynode der römisch-katholischen Kirche in Rom weitere Anliegen einbringen, die infolge der Pilotstudie zur Sprache gebracht wurden, wie etwa eine Veränderung im Ansatz der kirchlichen Sexualmoral, eine gleichberechtigtere Integration der Frauen in Entscheidungsprozesse und die Problematik der Machtkonzentration. Die Schweizer Bischöfe betonen, dass sie alles daran setzen, die kirchlichen Strukturen zu verbessern und so das Zuhören und die Prävention zu stärken und den Betroffenen Gerechtigkeit zu verschaffen. 

Missbrauchsstudie: Die Präventionsbeauftragte des Bistums Basel nimmt Stellung

Sieglinde Kliemen ist Präventionsbeauftragte des Bistums Basel. In einer Stellungnahme äussert sie sich zu den Folgen der Missbrauchsstudie für ihre Arbeit.

«Die Ergebnisse der Pilotstudie zur Geschichte des sexuellen Missbrauchs in der katholischen Kirche sind für die Präventionsarbeit gegen sexuelle Übergriffe sehr wertvoll. Als Präventionsbeauftragte stelle ich mir die Fragen: Welche Massnahmen wirken? Wo benötigen wir Verbesserungen? Und was müssen wir noch zusätzlich tun?

Sehr interessant an der Studie sind für mich die Analyse der Räume und des Vorgehens der Täter und Täterinnen beim Missbrauch, welche Mechanismen zur Vertuschung führten und welche institutionellen Bedingungen und gesellschaftlichen Verflechtungen diesen Missbrauch förderten. Die Zeitlinie zeigt eine Reduktion der Anzahl der Fälle ab dem Jahr 2000, welche in der Analyse mit der gesellschaftlichen Entwicklung im Umgang mit Sexualität, sexuellem Missbrauch und dem Kindeswohl in der Gesellschaft in Verbindung gebracht wird. Die Kulturentwicklung in der Gesellschaft wirkt in die Kirche hinein. Für die Prävention sind die Betrachtung der aktuellen Fälle und die Entwicklung, seit die ersten Massnahmen implementiert wurden, wichtig. Massnahmen müssen die heutigen Gegebenheiten berücksichtigen. Meiner Meinung nach wirkt auch die Aufarbeitung selber präventiv, denn sie bringt die Tatsachen auf den Tisch und fordert Hinschauen und Handeln. Das Bistum Basel geht den Weg der «Nulltoleranz». Alle Mitarbeitenden sind verpflichtet, jeden Fall oder Verdacht von sexuellem Missbrauch zu melden. Dafür wurde 2020 im Rahmen der Einführung des Schutzkonzeptes auch die bereits tätige juristische Person als unabhängige Koordinationsstelle eingesetzt, die die Fälle klärt und strafrechtlich zur Anzeige bringt. Alle Mitarbeitenden und auch Freiwillige müssen einen Unbedenklichkeitsnachweis erbringen. Sie sind verpflichtet, Kurse zur Sensibilisierung im Umgang mit Nähe und Distanz und zu sexuellen Übergriffen zu besuchen. Das Bistum Basel führt diese seit 2016 durch und entwickelt die Inhalte stetig weiter. Der Umgang mit Macht, Asymmetrie und Abhängigkeit in der professionellen Beziehung wird in den Seminaren behandelt, auch in der Selbstreflexion. Auch die Gestaltung der Arbeitsräume für die seelsorgerische Aufgabe, sodass Opfer geschützt sind und Taten möglichst verhindert werden, ist ein wichtiger Inhalt. Die Besprechbarkeit der «Tabuthemen», sei es in der Aufarbeitung oder im aktuellen Umgang mit Macht und Machtmissbrauch, Sexualität und sexuellen Übergriffen, der persönliche und institutionelle Umgang mit Nähe und Distanz, ist einer der Schwerpunkte, den sich das Bistum Basel sowohl von der Führung aus gesetzt hat, aber auch von der Basis aus verlangt wird. Dies soll die Entwicklung einer neuen Kultur fördern, welche in ihrem Kern Prävention und Schutz beinhaltet. Es ist meines Erachtens der wichtigste Pfeiler in der Prävention nebst den unmittelbaren Massnahmen, die zum Schutz notwendig sind.

Ich begrüsse sehr die angekündigten und bereits beschlossenen Massnahmen der Auftraggeber (SBK, RKZ und KOVOS) der Pilotstudie. Alle fünf Punkte sind notwendige Schritte und werden Wirkung zeigen. Ich hoffe, dass dies Opfer ermutigt, sich zu melden. Die psychologische Abklärung in der Ausbildung und die Professionalisierung der Führung der Personaldossiers dienen eindeutig der Prävention. Ich schätze es sehr, dass das Forschungsteam die Arbeit weiterführt. Verstehen und Aufarbeiten sind sehr wichtig für die Prävention. Alle Opfer und deren Umfeld haben mein tiefstes Mitgefühl für all ihre Not, durch die sie gegangen sind.»

Sieglinde Kliemen, Präventionsbeauftragte des Bistum Basel

 

Zu den aktuellen Vorwürfen gegenüber Bischof Gmür äussert sich die Präventionsbeauftragte Sieglinde Kiemen nicht. Sollten sich aufgrund der aktuellen Situation Lücken in den Präventionsmassnahmen zeigen, werde sie die nötigen Vorschläge zur Umsetzung im Fachgremium «Sexuelle Übergriffe» einbringen.

Nachhaltigkeitsmarkt im Kirchenzentrum St. Marien in Windisch

Unter dem Leitgedanken «Die Schöpfung feiern und bewahren» findet am Samstag, 30. September 2023 ab 15 Uhr ein bunter Nachhaltigkeitsmarkt für Gross und Klein mit Workshops und Infoständen bei der katholischen Kirche St. Marien in Windisch statt. Die katholische Kirche Region Brugg/Windisch lädt alle herzlich dazu ein. An diesem Nachmittag können die grossen und kleinen Besucherinnen und Besucher recyclen, selber machen, nachdenken, kneten, backen, werkeln, schauen und staunen. Geplant ist ein Markt mit Mitmach-Workshops und Infoständen rund um das Thema Nachhaltigkeit, geeignet für alle ab ca. der 1. Klasse.

Jede und jeder kann einfach dazukommen und bei den Workshops mitmachen oder zuschauen: Zum Beispiel selber Seife herstellen oder Apfelmost pressen, eine kleine Ausstellung zum Staunen über die Schönheit und Feinheit der Natur bewundern oder aus Papier selbst Upcycling-Kunst herstellen. Einen feinen Schluck an der Bio-Getränkebar nehmen und sich gut unterhalten. Den Brotduft in die Nase steigen lassen bei der Selberback-Aktion. Zu kaufen gibt es vor Ort auch Produkte aus fairem Handel. Die Workshops sind kostenlos.


Als Abschluss sind um 18 Uhr alle zu einem kreativen Gottesdienst mit Musik eingeladen. Dabei stehen der Erntedank und die Freude an der Schöpfung im Vordergrund.

Kantonale Einsatzzentrale Palliative Care-Begleitdienst (50%), Aarau

Die Aargauer Landeskirchen Aargau besetzen per 1. April 2024 neu Kantonale Einsatzzentrale Palliative Care-Begleitdienst (50% Pensum).

Sie arbeiten in einem sehr sensiblen Bereich, haben mit direkt Betroffenen und Angehörigen zu tun, mit schwerkranken und sterbenden Menschen. Sie koordinieren kantonsweit Einsätze von Palliative Care-Begleitpersonen, z. T. in Zusammenarbeit mit den 12 Regionalgruppen. Sie organisieren Praktika für die Lehrgangsteilnehmenden, Supervision, Weiterbildung und stellen sich für die Öffentlichkeitsarbeit zur Verfügung. Sie sind Teil des Palliative Care-Teams (Leitung, Bildungsverantwortliche, Kursadministration). Die Arbeit geschieht im Auftrag und Rahmen aller drei Aargauer Landeskirchen im ökumenischen Sinne.

Anforderungsprofil

  • Grundausbildung/Knowhow Pflege (mind. SRK-Kurs)
  • Kauffrau EFZ oder adäquate Ausbildung
  • Weiterbildung in Palliative (und Spiritual) Care
  • Absolute Zuverlässigkeit und Verschwiegenheit
  • Organisationstalent
  • Sorgfältige Arbeitsweise, Eigenständigkeit, hohe Sozialkompetenz, flexibel, belastbar

Wir bieten

  • Eine Aufgabe im Dienste am Mitmenschen, die sehr viel Fingerspitzengefühl verlangt
  • Die Mitarbeit in einem gut eingespielten Team
  • Zeitgemässe Anstellungsbedingungen nach dem Personalrecht der Reformierten Landeskirche Aargau
  • Moderne Büroräumlichkeiten an gut erreichbarer Lage in Aarau

Für Auskünfte stehen Ihnen zur Verfügung:

Jürg Hochuli, Bereichsleiter, Telefon: 062 838 00 24 /

Marianna Ludi, jetzige Stelleninhaberin, 062 838 06 56 /

 

Ihre digitale Bewerbung mit den üblichen Unterlagen erwarten wir bis 30. Oktober 2023 an:

«Rückenwind plus»-Benefizveranstaltung in Bad Zurzach


«Rückenwind plus» im Bad Zurzacher Generationenhaus ist die erste Spitalabteilung in einem Pflegezentrum. Sie bietet spezialisierte Pflege mit medizinischen Dienstleistungen  für einen temporären Aufenthalt für Menschen mit Querschnittlähmung und querschnittähnlicher Symptomatik oder neurologischen Erkrankungen wie Parkinson, Multipler Sklerose (MS) und Amyotropher Lateralsklerose (ALS). Das Angebot steht allen Menschen in der Schweiz offen. «Rückenwind plus» schliesst eine Lücke im Gesundheitssystem, da für einen temporären Aufenthalt nicht in eine Spezialklinik oder in ein Altersheim ausgewichen werden muss. Obwohl bereits einige Versicherungen die benötigte Tagespauschale leisten und ein Teil der Kosten über den Spitex Tarif abgerechnet werden kann, ist «Rückenwind plus» für die Weiterführung der Station auf Spenden angewiesen. Mit einem Benefizanlass in der reformierten Kirche in Bad Zurzach macht das Organisationskomitee – bestehend aus Thomas Gröbly, Yvonne Lude, Renate Baschek und Michael Dietliker – auf das Angebot «Rückenwind plus» aufmerksam. Der poetisch-musikalische Anlass «Vergiss deine Flügel nicht» findet am Sonntag, 19. November 2023, um 17.15 Uhr statt. Mit einer Spende können die Besucherinnen und Besucher einen Beitrag dazu leisten, dass Menschen mit Querschnittlähmung oder querschnittähnlicher Symptomatik weiterhin ihre punktgenaue Pflege mit medizinischen Dienstleistungen erhalten und pflegende Angehörige entlastet werden.

Die poetisch-ungeschminkten Gedichte von Thomas Gröbly, selber an ALS erkrankt, begleiten durch den Abend und werden musikalisch und rhythmisch untermalt. Mitwirkende: Thomas Gröbly (Texte), Tony Renold (Percussion), Yvonne Lude (Orgel), Renate Baschek (Gesang), Michael Dietliker (Sprecher). 


«Vergiss deine Flügel nicht»: Sonntag 19.11.2023, 17.15 Uhr, reformierte Kirche, Schwertgasse, 5330 Bad Zurzach. Eintritt frei, Spenden willkommen.


Daniel Kosch, Generalsekretär RKZ

Daniel Kosch wird Präsident des Schweizerischen Bibelwerks

An der Delegiertenversammlung des Schweizerischen Katholischen Bibelwerks (SKB) vom 8./9. September im Kloster Fischingen wurde Daniel Kosch zum neuen Präsidenten des SKB gewählt. Kosch ist bekannt als langjähriger Generalsekretär der Römisch-Katholischen Zentralkonferenz (RKZ) und übernimmt das Präsidium von Thomas Schumacher, der sich nach einer Amtszeit, in der er das SKB in eine neue Struktur überführte, nicht mehr zur Wahl stellte.

Der neue Präsident Daniel Kosch kann nun an seine erfolgreiche Zeit als Stellenleiter der Bibelpastoralen Arbeitsstelle von 1992 bis 2001 anknüpfen und das Bibelwerk mit seinen Ideen prägen. Kosch sieht die Bibel als wichtige Hilfe auf dem Weg zu einer synodalen Kirche, um aus ihr heraus Synodalität tiefer zu verstehen und sich von den biblischen Formen der Kommunikation inspirieren zu lassen. In diesem Prozess ist die Bibel eine wichtige «Stimme von aussen» und Bibelpastoral heisst, im Dialog mit biblischen Texten zu «Widerstand als Selbstachtung» zu ermutigen.

In Zukunft wird die bibelpastorale Bildungsarbeit des Vereins durch eine neue Stelle im Theologisch-pastoralen Bildungsinstitut (TBI) übernommen. Der Verein Schweizerisches Katholisches Bibelwerk, der vor allem für die Verteilung der von vielen Interessierten geschätzten Zeitschriften Bibel heute, Bibel und Kirche und Welt und Umwelt der Bibel und weiteren biblischen Arbeitsmaterialien zuständig ist, wird mit einer kleinen Geschäftsstelle weitergeführt. Gegliedert in fünf Diözesanverbänden wird der Verein weiterhin Lobbyarbeit für die Bibel betreiben.

«Die Verantwortlichen müssen ihre Hausaufgaben machen»

  • Eine erste Hürde ist mit dem Pilotprojekt zur Geschichte des sexuellen Missbrauchs in der katholischen Kirche der Schweiz genommen.
  • Die Historikerinnen wollen den Betroffenen, die keine Stimme haben, eine Stimme geben.
  • Nach der Veröffentlichung des Berichts könne das Thema auch in der Schweiz nicht mehr ignoriert werden.
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Bettagsmandat: Das schreibt der Kanton Aargau zum Dank-,Buss- und Bettag

Der Regierungsrat und die Landeskirchen des Kantons Aargau geben jedes Jahr zum Eidgenössischen Bettag abwechselnd einen Aufruf an die Aargauer Bevölkerung heraus. In diesem Jahr hat der Aargauer Regierungsrat den Text des Bettagsmandats verfasst.

Liebe Einwohnerinnen und Einwohner des Kantons Aargau

Es gibt historische Ereignisse und Entwicklungen, welche die Welt grundlegend verändert und die Menschheit in ein neues Zeitalter geführt haben: zum Beispiel die Erfindung des Rades, des Buchdrucks, der Elektrizität oder des Computers. Teilt man die Einschätzung von Trendexpertinnen und Trendexperten, steht die Menschheit wieder einmal vor einer solchen Zäsur, vor einer solchen Zeitenwende. Diesmal geht es um zwei Buchstaben: KI, die Abkürzung für Künstliche Intelligenz. Im Internet und in den Medien erregte in den letzten Monaten vor allem der Chatbot GPT grosse Aufmerksamkeit. Es handelt sich um ein KI-Computerprogramm, mit dem die Nutzerinnen und Nutzer sich wie mit einem echten Menschen unterhalten und austauschen können. Hinter GPT beziehungsweise KI stecken Abermilliarden global gespeicherter Informationen, die in Millisekunden abgerufen und – je nach Belieben – zu einer Konversation, einem Text, einem Lied, einem Gedicht, einem Antrag, einer Andacht, einer Diplomarbeit usw. aggregiert werden können. Teilweise in erstaunlicher Perfektion und Einfühlsamkeit, als stecke ein menschliches Gehirn beziehungsweise Gemüt dahinter; teilweise mit riesigen Lücken, groben Fehlern und gravierenden Fehlinformationen behaftet.

Trotz dieser Schwächen ist aufgrund der Erfahrungen mit früheren, ähnlich gelagerten Veränderungen und Entwicklungen davon auszugehen, dass KI immer mehr in unsere Arbeitswelt und unser Privatleben, aber auch in das Staatswesen, die Gerichtbarkeit und andere Bereiche des öffentlichen Lebens einfliessen und einwirken wird. Wie rasch und umfassend, mit welchen positiven und negativen Auswirkungen und Folgen dies geschehen, mit welchen Chancen und Risiken dies verbunden sein wird, ist noch nicht absehbar.

Deshalb ist es sehr wichtig, sich nicht nur mit technischen, wissenschaftlichen, organisatorischen, prozessualen oder rechtlichen Fragen rund um KI zu beschäftigen, sondern sich frühzeitig auch mit ethisch-moralischen und humanistischen Aspekten auseinanderzusetzen. Es gibt dazu viele offenen Fragen und Ungewissheiten zu diskutieren und zu klären. Zum Beispiel welchen Platz, welchen Stellenwert Werte wie Verantwortung, Mitgefühl, Anteilnahme, Barmherzigkeit, Zivilcourage, Rücksichtnahme, Demut, Freiheit usw. in den «schönen, neuen KI-Welten» haben werden – ob es künftig eine Unterscheidung zwischen menschlicher und maschineller Menschlichkeit geben wird, ob die zur Gewissensbildung wichtigen Abwägungen zwischen Intelligenz und Vernunft einerseits und Emotionalität und Empathie andererseits auch KI-mässig funktionieren.

Künstliche Intelligenz und Digitalisierung werden zweifellos der Menschheit viele gute Dienste leisten können: Zum Beispiel in der Wissenschaft, in der Wirtschaft, in der Arbeitswelt, im Verkehr, bei der Bewältigung von Umweltthemen und vielem mehr. Es darf jedoch nicht passieren, dass die Beantwortung, die Entscheidung von ethisch heiklen Fragen und Themen vollständig an eine Maschine, an künstliche Intelligenz delegiert wird. Vor allem dann nicht, wenn es um Fragen und Themen von hoher Tragweite für den einzelnen Menschen oder die ganze Gesellschaft geht, wenn bei Entscheidungen Werte wie Gerechtigkeit, Respekt, Solidarität oder soziale Verantwortung eine wichtige Rolle spielen. Zum Beispiel in der Schule, bei Gerichtsurteilen, beim Kosten-Nutzen-Verhältnis medizinischer Eingriffe, bei Stellenbewerbungen, bei sozialpolitischen Fragestellungen und vielen anderen Themen mehr.

Der heutige Eidgenössische Dank-, Buss- und Bettag ist als offizieller, überkonfessioneller Feiertag eine gute Gelegenheit, darüber nachzudenken, wie Landeskirchen und weitere religiöse Institutionen gemeinsam mit Staat und Politik einen Wertekompass für den Umgang der Gesellschaft mit Künstlicher Intelligenz entwickeln, Antworten auf die vielen offenen KI-Fragen im ethischen Bereich finden können. Gerade die kirchlichen Institutionen haben hier viel zu bieten und einzubringen. Der Eidgenössische Dank-, Buss- und Bettag ist aber auch eine gute Gelegenheit, um den Wert der wahren, der real gelebten Werte zu würdigen – wie sie zum Beispiel in der gemeinsamen Besinnung, in dergemeinschaftlichen Feier eines Bettag-Gottesdienstes zum Ausdruck kommen.

Regierungsrat Aargau

Zu gewinnen: die Schöpfung zum Anschauen und Meditieren

  • Es ist SchöpfungsZeit! Vom 1. September bis am 4. Oktober erinnert die katholische Kirche an die Bewahrung der Schöpfung.
  • Passend dazu verlost «Horizonte» das Buch «sieben», das die Kraft und Schönheit der Schöpfung in sieben mal sieben Bildern festhält.
  • Um an der Verlosung teilzunehmen, klicken Sie auf den Artikel. Viel Glück!
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Statement des AKF zur Missbrauchsstudie

Nach der Veröffentlichung der Ergebnisse der Pilotstudie zum sexuellen Missbrauch innerhalb der katholischen Kirche Schweiz nimmt der Aargauische Katholische Frauenbund Stellung. Der AKF schreibt: «Die Vorstandsfrauen des Aargauischen Katholischen Frauenbundes AKF sind bestürzt über die Ergebnisse der Untersuchung der Uni Zürich. Ein wichtiges Gut im Umgang mit «Würdenträgern» wäre Vertrauen. Genau dieses scheint über Jahre hinweg systematisch von einzelnen missbraucht worden zu sein. Die Betroffenheit beim AKF ist extrem gross und wir erwarten, dass jetzt endlich Bewegung in die Bischofskonferenz kommt und eine systematische Aufarbeitung stattfindet. Sicher wäre es endlich auch angebracht, das Zölibat und die katholischen Strukturen, welche solche Missbräuche möglich machten, aufzuheben. Nur dann können derartige Missbräuche eher verhindert werden.»

Abt von Saint-Maurice legt Amt temporär nieder

Am Sonntag, 10. September, hatte die Schweizer Bischofskonferenz SBK in einem Communiqué mitgeteilt, dass zur Zeit eine kirchenrechtliche Voruntersuchung gegen ehemalige und amtierende Bischöfe und Kleriker laufe. Bischof Joseph Bonnemain führt die Untersuchung im Auftrag Roms. «Horizonte» hat die Ereignisse hier zusammengefasst. Diese Enthüllungen über mutmassliches Fehlverhalten im Zusammenhang mit sexuellem Missbrauch haben nun erste personelle Konsequenzen. Der Abt von Saint-Maurice, Jean Scarcella, schreibt in einer Medienmitteilung: «Die Ermittlungen betreffen auch einen Vorwurf, der gegen mich erhoben wurde. Ich habe Bischof Bonnemain meine volle Kooperation zugesichert. Um die Unabhängigkeit der Ermittlungen zu gewährleisten, habe ich mich in Absprache mit dem Abteirat und dem Präsidenten der Bischofskonferenz dafür entschieden, mein Amt als Abt von Saint-Maurice bis zum Abschluss der
Voruntersuchung ruhen zu lassen.»

Organist/in (10%), Italienischsprachige Mission Zofingen

Ein spannendes und auf die Zukunft ausgerichtetes Umfeld, in welchem Zusammenarbeit und Offenheit gegenüber anderen gelebte Werte sind – das erwartet Sie bei der Römisch-Katholischen Kirche im Aargau. Als Ergänzung für die Italienischsprachige Mission in Aarau suchen wir nach Vereinbarung eine Organistin/einen Organisten

Ihre Aufgaben

  • Sie begleiten und umrahmen die Sonntags- und Festtagsgottesdienste der Italienischsprachigen Mission (MCI Aarau) in Zofingen musikalisch und sind auch bereit Stellvertretungen für die Gottesdienste in Aarau zu übernehmen.
  • Dabei sind Sie auch für die musikalische Gestaltung der Erstkommunion, Firmung und Familiengottesdienste zuständig und begleiten Kasualien in Absprache mit dem Leiter der Mission. Bei Bedarf treten Sie auch als versierte Begleitperson von Ensembles und Solisten in Erscheinung.
  • Der Gemeindegesang ist Ihnen ein Anliegen und Sie übernehmen die musikalische Singanimation im Gottesdienst.

Ihre Erfahrung und Persönlichkeit

  • Sie verfügen über einen Hochschulabschluss in Orgel oder Klavier, einen Abschluss in Kirchenmusik oder eine gleichwertige Ausbildung und können Erfahrung aus ihrer bisheriger Tätigkeit als Organist/in vorweisen.
  • Als Kirchenmusiker/in bringen Sie eine Offenheit für Kirchemusik aller Stilrichtungen mit. Sie besitzen ein ausgepräges Verständnis für Musik als zentrales liturgisches Element und verfügen über die Flexibilität, bei Kasualien die Bedürfnisse der Anfragenden zu berücksichtigen.
  • Mündliche und schriftliche Kenntnisse der italienischen Sprache, zeitliche und örtliche Flexibilität sowie Teamfähigkeit runden Ihr Profil ab.

Wenn wir Ihr Interesse geweckt haben, freuen wir uns auf Ihre Bewerbung per E-Mail an: oder per Post an Römisch-Katholische Kirche im Aargau, Abteilung Personal & Recht, Feerstrasse 8, 5001 Aarau. Weitere Auskünfte erhalten Sie direkt von der ressortverantwortlichen Kirchenrätin, Maria-Pia Scholl, oder dem Leiter Italienischsprachigen Mission, Don Saverio Viola,

Kirchenmusiker/in (15%), Spanischsprachige Mission Kanton Aargau

Ein spannendes und auf die Zukunft ausgerichtetes Umfeld, in welchem Zusammenarbeit und Offenheit gegenüber anderen gelebte Werte sind – das erwartet Sie bei der Römisch-Katholischen Kirche im Aargau. Als Ergänzung für die Spanischsprachige Mission im Kanton Aargau suchen wir nach Vereinbarung eine Kirchenmusikerin/einen Kirchenmusiker.

Ihre Aufgaben

  • Sie begleiten und umrahmen die Sonntags- und Festtagsgottesdienste der Spanischsprachigen Mission im Kanton Aargau in den Gemeinden Kölliken und Ennetbaden.
  • Dabei sind Sie auch für die musikalische Gestaltung der Erstkommunion, Firmung und Familiengottesdienste zuständig und begleiten Kasualien in Absprache mit dem Leiter der Mission. Bei Bedarf treten Sie auch als versierte Begleitperson von Ensembles und Solisten in Erscheinung.
  • Der Gemeindegesang ist Ihnen ein Anliegen und Sie übernehmen die musikalische Singanimation im Gottesdienst und sind offen für Projekte im Bereich Kirchenmusik.

Ihre Erfahrung und Persönlichkeit

  • Sie verfügen über einen Abschluss in Kirchenmusik oder eine gleichwertige Ausbildung und können Erfahrung aus bisheriger Tätigkeit als Kirchenmusiker/in und/oder dem Chorwesen vorweisen.
  • Als Kirchenmusiker/in bringen Sie eine Offenheit für Kirchenmusik aller Stilrichtungen mit. Sie besitzen eine ausgeprägtes Veständnis für Musik als zentrales liturgisches Element und verfügen über die Flexibilität, bei Kasualien die Bedürfnisse der Anfragenden zu berücksichtigen.
  • Mündliche und schriftliche Kenntnisse der spanischen Sprache, zeitliche und örtliche Flexibilität sowie Teamfähigkeit runden Ihr Profil ab.

Wenn wir Ihr Interesse geweckt haben, freuen wir uns auf Ihre Bewerbung per E-Mail an: oder per Post an Römisch-Katholische Kirche im Aargau, Abteilung Personal & Recht, Feerstrasse 8, 5001 Aarau. Weitere Auskünfte erhalten Sie direkt von der ressortverantwortlichen Kirchenrätin, Maria-Pia Scholl, oder dem Leiter der Mission der Spanischsprachigen, Monsignor Chibuike Onyeaghala,

«Weglaufen ist keine Lösung»

  • Nach der Veröffentlichung der Pilotstudie zum Missbrauch in der katholischen Kirche denkt Bischof Felix Gmür zuerst an die Menschen hinter den 1002 Fällen.
  • Als Verantwortungsträger trage er Schuld für die Missbräuche, sagt Bischof Felix Gmür.
  • An einen Rücktritt als Verantwortungsträger denkt er aber nicht.
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«Es steht der Kirche nicht an, Straftaten selbst zu ahnden»

  • Der Präsident der Aargauer Landeskirche ist mit seinen Gedanken bei den Opfern des Missbrauchs.
  • Luc Humbel ist froh, dass die Pilotstudie zum Missbrauch in der katholischen Kirche nicht in deren Machtbereich ermöglicht wurde.
  • Das kanonische Recht sei in Bezug auf Straftaten nicht auf der Höhe der Zeit. Das staatliche Recht gehe immer vor, sagt er.
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1’002 Fälle sexuellen Missbrauchs identifiziert

  • Nach einem Jahr Forschungsarbeit liegen erste Ergebnisse vor.
  • Erstellt haben den Bericht Forschende des Historischen Instituts der Universität Zürich.
  • Auftraggeberinnen waren die Schweizer Bischofskonferenz, die Römisch-Katholische Zentralkonferenz und die Vereinigung der Konferenz der Ordensgemeinschaften.
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