St. Peter und Paul in Aarau erhält den 70. Grünen Güggel

Das Umweltteam von St. Peter und Paul hat am Palmsonntag, 24. März 2024 das Zertifikat zum Grünen Güggel erhalten. Zum Umweltteam gehören Heidi Emmenegger (Sozialarbeiterin in der Pfarrei), Viktor Schmid (Freiwilliger), Martin Bürge (Leiter Hausdienst der Pfarrei Peter und Paul), Burghard Förster (Leiter Pfarrei Peter und Paul, Theologe und Biologe) und Teamleiterin Jasmin Schmid (Studentin für Umweltwissenschaft an der ETH Zürich). Das Team wird von Andreas Frei (Pfarrer und kirchlicher Umweltberater bei oeku-Kirchen für die Umwelt) beraten.

St. Peter und Paul ist die 70. Pfarrei, die mit dem Grünen Güggel zertifiziert wurde. Der Grüne Güggel ist ein Umweltmanagementsystem. Es soll den Kirchen helfen sich in ihrer Umweltleistung zu verbessern. Dabei soll der Ressourcenverbraucht optimiert und Betriebskosten gespart werden. In zehn Schritten gelangt ein Umweltteam zum Grünen Güggel. Im Video erklärt die Leiterin Jasmin Schmid den Weg zum Zertifikat.

Ein «Handabdruck» für Veränderung

  • Die Zeit drängt, der Klimawandel verschärft sich. Die Fastenzeit soll uns alle zum Handeln motivieren.
  • In der Schweiz organisieren die drei Hilfswerke der drei Landeskirchen die Kampagne gemeinsam.
  • Das forum Pfarrblatt Zürich wollte wissen, was hinter der Ökumenischen Kampagne steckt und war dafür zu Besuch beim Kampagnenatelier im Mai 2023.
Weiterlesen

«Tischlein deck dich» in Muri unterstützt im Schnitt 180 Personen pro Woche mit Lebensmittelhilfe

Die Tischlein-deck-dich-Abgabestelle in Muri verteilt seit 15 Jahren wöchentlich vor der Verschwendung gerettete Lebensmittel an armutsbetroffene Personen und unterstützt somit im Schnitt 180 Personen pro Woche.

«745‘000 Menschen in der Schweiz leben laut dem Bundesamt für Statistik in Armut. Gleichzeitig werden hierzulande auf dem Weg vom Feld bis zum Teller etwa ein Drittel der Lebensmittel vernichtet – das entspricht 2,8 Millionen Tonnen vermeidbaren Lebensmittelabfällen pro Jahr», schreibt der Verein Tischlein deck dich in seiner Medienmitteilung. Als erste Foodwaste-Organisation der Schweiz rettet Tischlein deck dich nach eigenen Angaben seit 25 Jahren Lebensmittel vor der Verschwendung und bringt diese an jene Orte, wo sie gebraucht werden. Zurzeit werden schweizweit 158 Abgabestellen beliefert. Muri ist eine davon und seit 15 Jahren tätig.

Der Einsatz von Freiwilligen bewirkt vieles

Eine Abgabestelle funktioniert wie ein temporärer Laden, der einmal pro Woche zur gleichen Zeit am gleichen Ort geöffnet hat. Für die wöchentliche Verteilung wird das Jugendhaus muri13 kostenlos zur Verfügung gestellt, schreibt der Verein. Dort trifft sich ein 20-köpfiges Team aus freiwilligen Helferinnen und Helfern. Dank der Unterstützung Freiwilliger gelinge eine reibungslose Verteilung der geretteten Lebensmittel an die Kundinnen und Kunden. Bisher haben an der Abgabestelle Muri rund 214‘000 Kilogramm Lebensmittel im Wert von gut 1‘286‘000 Franken verteilt werden können, heisst es weiter in der Medienmitteilung.

Rund 180 Personen profitieren wöchentlich von der Lebensmittelabgabe in Muri – darunter sind Working Poor, Familien, Alleinerziehende, Pensionierte und Menschen, die Sozialhilfe oder Invalidenrente beziehen. Zur Nutzung des Angebots wird eine Tischlein-deck-dich-Kundenkarte benötigt, welche von regionalen Sozialfachstellen nach Prüfung der Lebensverhältnisse ausgestellt wird. Beim Bezug der Lebensmittel bezahlen die Kundinnen und Kunden jeweils einen symbolischen Franken und erhalten je nach Haushaltsgrösse eine entsprechende Menge gerettete Lebensmittel.

Produktspenden bestimmen das Sortiment

Der Verein Tischlein deck dich erhält nationale und regionale Produktspenden – Lebensmittel, die im regulären Verkauf nicht mehr verwendet werden. Gründe dafür können Überproduktionen, Fehldisposition, Verpackungsmängel oder eine kurze Haltbarkeit sein. Welche Produkte gespendet werden, lässt sich im Vorhinein nicht voraussagen. Die geretteten und gespendeten Lebensmittel ersetzen zwar keinen ganzen Wocheneinkauf, doch können sie dabei unterstützen, ein schmales Haushaltsbudget zu entlasten.

«Zusammenhalten, sich gegenseitig motivieren und stärken im Guten»

Das Katholische Medienzentrum, Fastenaktion und das Bistum Basel arbeiten für die Ökumenische Kampagne 2024 zusammen, die am Mittwoch, 14. Februar beginnt und am Sonntag, 31. März endet. Die Kampagne steht im vierten Jahr unter dem Motto der Klimagerechtigkeit. «Die Zeit drängt: Zusammenhalten, sich gegenseitig motivieren und stärken im Guten, anstatt das Fehlende, Negative und Unmögliche anzuprangern» will die koordinierte Aktion der drei Partnerinnen laut ihrer Medienmitteilung.

Die drei katholischen Medienzentren haben dazu gemeinsam Videos produziert, die nachhaltige Initiativen aus den drei Landesteilen vorstellen. Ihre Veröffentlichung Anfang Februar ist der Auftakt zur gemeinsamen Aktion. Im März folgen drei Zoom-Abende, die das Thema Nachhaltigkeit wiederum aus verschiedenen Blickwinkeln thematisieren. Die Veranstaltungen finden online auf Zoom jeweils an einem Donnerstagen statt und dauern rund eine Dreiviertelstunde. Die Daten sehen Sie unten bei den betreffenden Veranstaltungen.

Mit folgendem Link können Sie an der Veranstaltung teilnehmen:

https://us06web.zoom.us/j/82781450585?pwd=T6jz74lTIouJOvGVTPEW39basFBPvA.1

Donnerstag, 7.3.2024: Der Mensch ist nicht Krone der Schöpfung

Mit Isabelle Senn, Theologin, Landeskirche Aargau und Romana Büchel, Fachperson Kultur und Religion bei Fastenaktion

Moderator: Detlef Hecking, Bistum Basel

Donnerstag, 14.3.2024: Nachhaltigkeit im Gemeinschaftsleben

Mit Priorin Irene Gassmann, Kloster Fahr und Lukas Fries, Gemeinschaft Sunnehügel

Moderatorin: Andrea Gisler, Fastenaktion

Donnerstag, 21.3.2024: Klimagespräche – was bringt’s?

Mit Dominique Weber, Fastenaktion für Klimagespräche

Moderator: Matthias Dörnenburg, Fastenaktion

Religionsgemeinschaften an der nationalen Klimademo

Am Samstag, 30. September hat in Bern die nationale Klimademo statt gefunden, zu der die Klima-Allianz Schweiz aufgerufen hatte. Auch Religionsgemeinschaften waren neben den Umwelt- und Menschenrechtsorganisationen und den Gewerkschaften unter den Organisatorinnen der Demonstration.

Als Auftakt luden die «Christinnen für den Klimaschutz» zum gemeinsamen Gebet in der Heiliggeistkirche am Bahnhofplatz in Bern. Um 12.45 Uhr waren die Plätze in der Kirche besetzt. Während des gemeinsamen ökumenischen Gebets nutzten einzelne Teilnehmende die Gelegenheit, in persönlichen Worten ihre Gedanken zu teilen. Ein älterer Herr erzählte vom Gebet seines Enkels, der jeden Abend vor dem Schlafengehen dafür betet, die gierigen Menschen sollten den Armen von ihrem Besitz abgeben. Nach einem gemeinsamen «Vater-unser», das mit Gedanken zur Klimakrise ergänzt wurde, verliessen die Demonstrantinnen und Demonstranten die Heiliggeistkirche in Richtung Bahnhofplatz, wo sich die Religionsgemeinschaften zu einem eigenen Block formierten.

Mit dabei waren etwa die Organisation «Voyage Partage», oeku Kirchen für die Umwelt, Die Evangelischen Frauen Schweiz, der Schweizerische Katholische Frauenbund, Stop Armut und weitere Mitglieder der Koalition.

Gemäss der Klima-Allianz Schweiz haben an der nationalen Klimademo über 60’000 Menschen teilgenommen.

«Wer die Natur anschaut, wird wieder gläubig»

  • Alois Metz begleitet ab Oktober 2023 interessierte Aargauer Pfarreien zum Umweltzertifikat «Grüner Güggel».
  • Der Umweltbeauftragte der Römisch-Katholischen Landeskirche setzt sich ein für eine Theologie, die sich mit der Wissenschaft austauscht, und für eine Kirche, die ihre Stimme für die Schöpfung erhebt.
  • Pfarreien und Kirchgemeinden im Aargau können sich bis am 30. September 2023 anmelden.
Weiterlesen

Die Frauenbande war in Baden

  • Rund 150 Frauen haben am 3. Juni an der Delegiertenversammlung des SKF teilgenommen.
  • Der Frauenbund ist national und international vernetzt und ein wichtiger Akteur im Synodalen Prozess.
  • Die Klimaseniorin und Alt-Nationalrätin, Pia Hollenstein, sprach zum Themenschwerpunkt Klimapolitik.
Weiterlesen

«Klimaschutz ist Ausdruck einer umfassenden Verantwortung für die Schöpfung»

  • Der Morteratsch ist einer von 200’000 Gletschern, die vom Klimawandel bedroht sind.
  • Rund 150 Personen gedachten am vergangenen Samstag der schmelzenden Gletscher, die wichtige Wasserspeicher sind – in der Schweiz und weltweit.
  • Die Teilnehmenden forderten ein «Ja» zum Klimaschutzgesetz am 18. Juni.
Weiterlesen

«Heimetli» gegen Energie

  • Einsiedeln hat nicht nur den grössten Wallfahrtsort der Schweiz, sondern auch den flächenmässig grössten Stausee im Land.
  • Als der Sihlsee im Jahr 1937 gestaut wurde, machte dies grosse Eingriffe in die Landschaft und in das dort angesiedelte Leben nötig.
  • Karl Saurers Film «Der Traum vom grossen blauen Wasser» dokumentiert die Kontroverse um die Entstehung des Sees. Er ist zu sehen im Kino Mansarde in Muri.
Weiterlesen

Nur Nichtstun ist schlimmer

  • In den Klimagesprächen von Fastenaktion und Heks lernen die Teilnehmenden ihren ökologischen Fussabdruck zu verkleinern.
  • Die Gesprächsmethode, die in der Deutschschweiz seit 2019 angewendet wird, ist wirksam gemäss einer Studie der Uni Bern.
  • Viele Menschen machen sich Sorgen um das Klima und tun doch nichts. Nicht so die neue Gesprächsgruppe in Aarau. Ein Augenschein.
Weiterlesen

«Christ:innen für Klimaschutz» für Gegenvorschlag zur Gletscher-Initiative

Kirchliche und christliche Organisationen haben sich in der Koalition «Christ:innen für Klimaschutz» zusammengeschlossen. Die Koalition unterstützt das Klimagesetz, das im Juni zur Abstimmung kommt. Das Klimagesetz ist der Gegenvorschlag zur Gletscher-Initiative. In der Vorlage sieht die Koalition einen sozial und wirtschaftlich verantwortbaren Weg zur Erreichung der Klimaziele, heisst es in der Medienmitteilung.

Mitwelt respektieren

Wir Menschen seien als Teil der Schöpfung gefordert, Natur und Mitwelt zu respektieren. Die Bewahrung der Schöpfung sei Ausdruck dieses Respekts. Wir Menschen seien verantwortlich, die Lebensgrundlagen für alle Lebewesen zu erhalten – heute und in Zukunft.

Die Klimakrise sei eine Natur- und Menschheitskatastrophe von einem in der bisherigen Menschheitsgeschichte ungekannten Ausmass. Die Schweiz sei mitverantwortlich für die fortschreitende Klimaerhitzung.

Klimagerechtigkeit

Aus Gründen der Klimagerechtigkeit dürfte die Schweiz seit März 2022 kein CO2 mehr ausstossen. Sie lebe also aktuell über ihre Verhältnisse. Der Handlungsbedarf sei gross.

Das Recht, ein Leben in Würde zu führen, sei durch die Klimakrise in Gefahr. In Armut lebende Menschen, insbesondere jene im globalen Süden, trügen die Hauptlast. Ihnen fehlten die Mittel zur Anpassung an neue klimatische Realitäten. Die Folgen seien Hunger, Konflikte und Migration, heisst es in der Mitteilung.

Das Klimagesetz

2015 haben die Uno-Mitgliedstaaten das Pariser Klimaabkommen verabschiedet. Seither wird das Klimaabkommen in den einzelnen Staaten gesetzlich umgesetzt: Bis 2050 müssen die Treibhausgasemissionen global auf null sinken und die Ära der fossilen Energien beendet sein.

Der Gegenvorschlag zur Gletscher-Initiative, das «Bundesgesetz über die Ziele im Klimaschutz, die Innovation und die Stärkung der Energiesicherheit», schaffe den hierzu notwendigen gesetzlichen Rahmen, schreibt die Koalition weiter. Indem das Gesetz CO2-Reduktionsziele vorgebe, weise es den Weg aus der Abhängigkeit der Schweiz von fossilen Energien. Wie die Ziele erreicht werden sollen, werde im Rahmen weiterer Gesetze durch das Parlament festgelegt.

«Das Leben ist unverfügbar»

  • Der Badener Autor Thomas Gröbly nimmt in seinem Buch «Einen Augenblick staunen» seine Krankheit und die Zukunft seines Enkels als Ausgangspunkt für Fragen zu Leben und Tod. «Ich war fürs Buch motiviert, weil ich mir grosse Sorgen zur Zukunft mache und besser verstehen wollte», sagt Thomas Gröbly.
  • Gröbly sagt: «Wir leben in einer Zeit grossen Unbehagens. Die Kirche hat die Aufgabe und Chance, diese Gefühlslage zu thematisieren.»
  • Am Donnerstag, 9. März, um 19.30 Uhr findet in der Reformierten Kirche Möriken eine Trommel-Lesung mit Buchpräsentation statt.
Weiterlesen

Hat die Klimakrise eine Religion?

  • Die christlichen Schöpfungsgeschichten haben den Umgang der Menschen mit ihrer Mitwelt negativ geprägt.
  • Ökofeministische Theologinnen haben seit den 1980er-Jahren diese Zusammenhänge aufgezeigt und neue Sichtweisen auf Gott und die Welt entwickelt.
  • Doris Strahm hat am feministisch-theologischen Studientag in Bern für neue Bilder von Gott und der Schöpfung plädiert.
Weiterlesen

Einstehen für die Schöpfung

  • Die Römisch-Katholische Kirche im Aargau setzt sich nach Kräften dafür ein, dass ihre Pfarreien und Kirchgemeinden umwelttechnisch fit werden.
  • Bereits in elf Pfarreien, Kirchgemeinden oder Pastoralräumen hat sich das Umweltmanagementsystem Grüner Güggel etabliert.
  • Aus der Überzeugung, dass das Einstehen für die Schöpfung eine ihrer wesentlichen Aufgaben ist, gehen die Anstrengungen der Kirche Aargau im Jahr 2023 weiter. Interessierte Pfarreien können im Sommer 2023 starten.
Weiterlesen

Grüne Güggel auf der Zielgeraden

  • Sieben Aargauer Kirchgemeinden und Pfarreien haben sich im «Konvoi II» auf den Weg gemacht zum Umweltlabel «Grüner Güggel».
  • In den nächsten Wochen dürfen fünf von ihnen ihre Zertifikate entgegennehmen.
  • Kirchgemeinden, die den Prozess zum Umweltlabel durchlaufen haben, seien fitter in Energiefragen und besser für die Zukunft gerüstet, betont der kirchliche Umweltexperte Andreas Frei.
Weiterlesen

«Die Zeit steht auch im Kloster nicht still»

  • Rund um das Kloster Fahr herrscht Aufbruchstimmung.
  • Das Wohnprojekt in der ehemaligen Bäuerinnenschule nimmt Form an, der Landwirtschaftsbetrieb stellt um auf Bio und im Restaurant beginnt der Umbau.
  • Die Projektpräsentation am vergangenen Samstag, 24. September, stellte die verschiedenen Kräfte vor, die die Zukunft des Klosters Fahr mitgestalten.
Weiterlesen

Es ist «Höchste Zeit für die Schöpfung»

  • Die «SchöpfungsZeit» steht kurz bevor. Die Kirchen Europas sind aufgerufen, sich im September «Zeit für die Schöpfung» zu nehmen.
  • In der Schweiz gestaltet der Verein «oeku Kirchen für die Umwelt» alljährlich die «SchöpfungsZeit».
  • Der Verein organisiert Anlässe und erarbeitet Unterlagen, die Fakten und spirituelle Impulse zu diesem existenziellen Thema bereithalten.
Weiterlesen

«Das Pilgern hilft mir, nicht an Dingen festzuhalten»

  • Er gilt als der «Pilgerpapst» des Kantons Aargau: Bernhard Lindner von der Fachstelle Bildung und Propstei der Römisch-Katholischen Kirche im Aargau.
  • Seit einigen Jahren schon organisiert Lindner Pilgerreisen für erfahrene Pilger aber auch für Einsteiger auf dem Weg mit dem Weg zum Ich.
  • Im Interview mit Horizonte erzählt er, wie er zum Pilger wurde und worauf es beim Pilgern ankommt.
Weiterlesen