Gemeinsames Gebet für die Coronaopfer

Der Rat der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE) hat dazu aufgerufen, an jedem Tag der Fastenzeit in einem anderen europäischen Land an die Opfer der Corona-Pandemie zu erinnern. Die katholische Kirche in der Schweiz wird wohl am Montag der Karwoche, dem 29. März, in allen Bistümern Gedenkfeiern für die Opfer der Pandemie abhalten. Der Termin ist auf dem Plan des CCEE jedenfalls so eingetragen. Die Schweizer Bischofskonferenz (SBK) hat den 29. März allerdings noch nicht bestätigt. Dazu die Sprecherin der SBK, Encarnación Berger-Lobato: «Im Moment ist es eine Planung, die Bischöfe werden das nächste Woche besprechen.» Während die Kirche plant, gerät die Schweizer Regierung unter Beschuss, weil sie bisher keinen Entschluss darüber gefasst hat, wie man der Pandemieopfer in der Schweiz gedenken könnte. So titelt der Blick heute: «Fast 10’000 Tote – und der Bundesrat schweigt».

Digitale Teilhabe für benachteiligte Menschen

Caritas Aargau lanciert ein Projekt, mit dem die digitale Teilhabe von benachteiligten Menschen gefördert werden soll. Neu können Interessierte in Baden, Frick, Bremgarten und Zofingen regelmässig ihre Fragen zum Umgang mit Computer, Smartphone und Tablet mit Freiwilligen besprechen. Das Projekt «Digi-Treff» startet ab März und ist für die Teilnehmer kostenlos. «Alle Mitglieder einer Gesellschaft haben ein Anrecht auf Arbeit und soziale Teilhabe. Wir sind überzeugt, dass es niederschwellige Angebote braucht, damit ohnehin schon sozial schlechter gestellte Menschen nicht zusätzlich durch fehlende digitale Kompetenzen benachteiligt werden», so Projektleiterin Annick Grand. Das Horizonte-Interview mit Annick Grand finden Sie hier. Alle weiteren Informationen auf der Medienmitteilung von Caritas Aargau, die man hier runterladen kann:

«Man muss in Spannung bleiben – ​sich aber nicht verspannen»

  • Die Coronakrise hat einmal mehr gezeigt, wie unverzichtbar gut ausgebildetes Pflegepersonal in Spitälern und Heimen ist.
  • Doch wer pflegt die Pflegerinnen und Pfleger, wenn die Krise weiter anhält und niemand da ist, der das erschöpfte Personal ablösen kann?
  • Horizonte hat im Kantonsspital Baden und im Reusspark Niederwil nachgefragt.


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Einkaufsbummel am Tag von Christi Leiden

Am Karfreitag sollen die Geschäfte im Kanton Aargau geöffnet sein. Mit dieser Idee gelangte der Gränicher Ex-Gemeinderat Ruedi Gautschi an den Präsidenten des Aargauischen Gewerbeverbandes, Benjamin Giezendanner, der sich dafür nun beim Grossen Rat stark machen will. Wie der Regionalfernsehsender Tele M1 in einem Beitrag berichtete, strebt Benjamin Giezendanner sogar an, die Aufhebung der Sonntagsruhe im Detailhandel auf den Ostermontag auszudehnen. Der ehemals im Detailhandel tätige Ruedi Gautschi begründet seinen Vorstoss mit der Idee, den Druck auf das Personal von Gründonnerstag und Karsamstag durch Einbezug des Karfreitags auf drei Tage zu verteilen. Zudem ergäben sich, nach seinem Dafürhalten, durch den zusätzlichen Verkaufstag «viel weniger Berührungspunkte in den Läden», was die Gefahr von Ansteckungen mit Covid-19 eindämmen würde. Die Verhandlungen im Grossen Rat dürften spannend sein, vor allem vor dem Hintergrund der zunehmenden Belanglosigkeit christlich-kultureller Traditionen und Werte in weiten Teilen der politischen Landschaft.

«Weder Minarette noch Nikabs stehen per se für Extremismus»

  • Die Volksinitiative «Ja zum Verhüllungsverbot» verlangt, dass in der Schweiz niemand mehr sein Gesicht verhüllen darf. Abgestimmt wird am 7. März 2021.
  • Wird die Initiative angenommen, ist es verboten, in der Schweiz das Gesicht an öffentlich zugänglichen Orten zu verhüllen. Im Blick haben die Initianten vorwiegend den Islam. 
  • Horizonte hat mit Bernhard Lindner von der Römisch-Katholischen Kirche im Aargau über die Notwendigkeit einer solchen Massnahme gesprochen. Der Theologe war jahrelang im interreligiösen Dialog involviert. Noch immer ist er im Vorstand der Christlich-Jüdischen Arbeitsgemeinschaft im Aargau.
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Katholischer Frauenbund begrüsst Aktion von Maria 2.0

Mit einer fulminanten Aktion am gestrigen Sonntag sorgten Katholikinnen in ganz Deutschland für Furore. Der Schweizerische Katholische Frauenbund SKF gratuliert auf seiner Website der Reformbewegung Maria 2.0 zur Aktion «Thesenanschlag 2.0». Die katholische Reformbewegung Maria 2.0 hat am Sonntag, dem 21. Februar mit einem deutschlandweiten «Thesenanschlag 2.0» auf Missstände in der katholischen Kirche hingewiesen. In verschiedenen deutschen Städten hängten Katholikinnen sieben Thesen an Kirchentüren; eine Aktion, die wohl an den berühmten Anschlag der 95 Thesen von Martin Luther an die Schlosskirchentür zu Wittenberg erinnern sollte. Dazu die Organisatorinnen der Aktion: «Wir hängen unsere Thesen für eine lebendige Kirche an Dom- und Kirchentüren. Mit diesem Thesenanschlag im gesamten Bundesgebiet weisen wir auf die eklatanten Missstände in der katholischen Kirche hin und untermauert damit unsere Forderungen nach Reformen hin zu einer zukunftsfähigen, geschwisterlichen und vielgestaltigen Kirche.» Auf seiner Website gratuliert der SKF Maria 2.0 zur «grossartig orchestrierten und aussagekräftigen Aktion». Und weiter: «Der Verbandsvorstand und die Co-Geschäftsleitung senden den mutigen Katholikinnen von Maria 2.0 herzlichste Glückwünsche und Dank für das starke Zeichen, das die Aktion ‹Thesenanschlag 2.0› aussendet. In grenzüberschreitender Schwesterlichkeit steht der SKF mit Maria 2.0 zusammen und setzt sich hier, in der Schweiz dafür ein, dass unsere gemeinsamen Anliegen für eine Erneuerung der katholischen Kirche endlich Gehör finden.

«Die Glaubwürdigkeit leidet weiterhin»

  • Bei der Römisch-Katholischen Kirche im Aargau sanken die Mitgliederzahlen von 2019 zu 2020 um etwas mehr als zwei Prozent von 210’537 auf 206’303 Mitglieder. Auch wenn dieser Rückgang bescheiden daher kommt, bereiten die anhaltend hohen Austritte Sorgen.
  • Kirchliche Strukturen erscheinen in der heutigen Gesellschaft zunehmend fremd, erklärt Luc Humbel die hohe Zahl an Kirchenaustritten.
  • Der Präsident des Kirchenrates der Landeskirche Aargau sieht aber auch, dass in der Coronakrise die kirchlichen Leistungen im Bereich der Seelsorge und Diakonie sehr geschätzt werden.
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Fastenkampagne 2021 ist gestartet

Bei der Ökumenischen Kampagne 2021 steht die Klimagerechtigkeit im Mittelpunkt. Mit dem Slogan «Klimagerechtigkeit – jetzt!» machen Fastenopfer und Brot für alle darauf aufmerksam, wie der ungebremste Ausstoss von Treibhausgasen dazu führt, dass die Klimaveränderung weltweit beschleunigt wird und dadurch Naturkatastrophen passieren, die Millionen von Menschen die Lebensgrundlagen entziehen. Die Länder des globalen Südens sind bereits jetzt am stärksten von den Folgen des Klimawandels betroffen, obwohl sie am wenigsten dazu beigetragen haben. Für Fastenopfer, Brot für alle und ihre Partner ist es eine Frage der Gerechtigkeit, dass die Nationen und deren Einwohner, welche hauptsächlich für Treibhausgasemissionen verantwortlich sind, endlich Verantwortung übernehmen. Die Schweiz ist eines dieser Länder. Um auf die Klimakrise zu antworten und die Erde zu bewahren, ist eine Umkehr zu einem genügsameren Lebensstil notwendig. Nur so könne die Menschheit ihr schadhaftes Handeln ein- und den globalen Temperaturanstieg auf 1,5° Celsius begrenzen, wie die Organisationen auf ihren Websites schreiben. Mit einer Petition wollen sie die Schweizerische Nationalbank SNB dazu bewegen, alle Anteile an Unternehmen abzustossen, die an Förderung, Handel und Verarbeitung von Erdöl und Erdgas beteiligt sind.

Das Kandidatenkarussell dreht sich schon

  • Nach dem Rücktritt von Weihbischof Denis Theurillat vor zehn Tagen stellt sich die Frage: Wer wird wohl sein Nachfolger? Ein Aargauer?
  • Horizonte hat sich im katholischen Kirchenaargau etwas umgehört und hatte – erwartungsgemäss – Mühe, Namen von valablen Kandidaten zu erfahren.
  • Die Auswahl an Priestern, die dem vom Bistum geforderten Profil entsprechen, ist allerdings, mindestens im Kanton Aargau, nicht sehr gross.
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Jerusalem gehört nicht allen

Zusammen mit Covid-19 verbreitet sich seit vergangenem Jahr ein Lied viral um die ganze Welt: Jerusalema, der Tanzheuler von Master KG. Der Ohrwurm, zusammen mit der simplen Choreographie, hat Menschen rund um den Globus dazu veranlasst, das Tanzbein zu schwingen und sich dabei filmen zu lassen. Der Onlinekanal YouTube quillt über vor lustigen, schrägen, frechen, höchst professionellen und liebenswert amateurhaften Aufführungen. Selbst Horizonte sprang auf den fahrenden Zug auf und berichtete in einem Videobeitrag über dieses Phänomen – natürlich auch unter Verwendung des musikalischen Auslösers. Die einzigen, die dieser Onlinerummel nicht amüsiert, sind die Firmenbosse von Warner Music, dem Musikverlag, dem die Rechte an diesem Lied gehören. Sie haben damit begonnen, weltweit die Lizenzgebühren für die Nutzung von Jerusalema im Internet bei den Produzenten dieser Videos einzufordern.

Deshalb steht nun das Projekt «Jerusalema Challenge» der Pfarrei Heilig Geist in Suhr-Gränichen auf der Kippe. Am 27. Februar hätten die Filmaufnahmen in kleinen Gruppen, streng nach geltender Fünferregel, zu den Klängen von Jerusalema rund um das Pfarreizentrum von Suhr stattfinden sollen. Dani Schranz, Kommunikationsbeauftragter des Pastoralraums Region Aarau, weiss nun nicht, ob das geplante Musikvideo gedreht und online gestellt werden darf: «Ich habe bei Warner Music offiziell angefragt, ob wir dieses Video ins Netz stellen dürfen, habe aber bisher noch keine Antwort erhalten. Ich weiss nicht, was wir tun, wenn wir keine Antwort mehr bekommen. Natürlich will ich eine Klage verhindern.» Dass die Firma Warner juristisch gegen Menschen vorgeht, die ohne kommerzielle Interessen einfach ihre Lebensfreude auf YouTube tänzerisch ausdrücken, erstaunt den Marketingprofi: «Das ist doch beste Werbung für sie und ihren Künstler.» Das sehen die Anwälte von Warner Music anders, denn ihrer Firma entgehen durch nicht gelöste Benutzerlizenzen im Zusammenhang mit Jerusalema Einnahmen von mehreren Millionen Franken.

Geschäftsführer Bernd Nilles

Fastenopfer-Direktor: «Wir sagen, warum die Menschen arm sind»

  • Die Bundeskanzlei hat unlängst das Engagement der Kirchen im Abstimmungskampf zur Konzerninitiative als «grenzwertig» bezeichnet. Entsprechend gehen die Meinungen, was eine Organisation wie Fastenopfer politisch «darf oder nicht darf», weit auseinander.
  • Bernd Nilles, Geschäftsleiter von Fastenopfer, ist besorgt über diese Entwicklung und stellt klar: Es seien keine Spendengelder, die nicht für diesen Zweck bestimmt wären, in die Unterstützung der Kampagne geflossen.
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Papst ernennt Joseph Bonnemain zum Bischof von Chur

Chur hat einen neuen Bischof. Mehr als zweieinhalb Jahre nach dem Rücktritt von Bischof Vitus Huonder, nach einer langen Zeit voller Querelen und wilden Spekulationen hat der Papst den Domherren Msgr., Dr. med. und Dr. iur. can. Joseph Maria Bonnemain zum neuen Bischof von Chur ernannt. Der 72-jährige Bonnemain ist seit vielen Jahren Gerichtsvikar der Diözese Chur und Delegierter des Apostolischen Administrators für die Beziehungen zu den staatskirchenrechtlichen Organisationen und den Kantonen. Gemäss Kirchenrecht muss ein Bischof im Alter von 75 Jahren dem Papst seinen Rücktritt anbieten. Dieses Alter erreicht der neue Oberhirte in drei Jahren, er dürfte somit ein «Übergangsbischof» werden. Bonnemain war vom Papst bereits auf die Dreierliste gesetzt worden, aus welcher das Domkapitel letzten November den neuen Bischof hätte wählen sollen. Die 22 Domherren konnten sich allerdings auf keinen der drei Kandidaten einigen. Darum hat der Papst nun seinen Favoriten für das Amt bestimmt.

In einem ersten Grusswort spricht der neue Bischof von Spannungen, Spaltungen und Polarisierungen. Schwierigkeiten, die sich die Menschen nicht leisten könnten. In Zeiten wie diesen müsse die Kirche als Vorbild fungieren und Wege der Geschwisterlichkeit und Hoffnung aufzeigen. Denn: «In den letzten Jahren hat man viel gesagt, gesprochen, geschrieben – ja zu viel. Bis zu meiner Amtseinsetzung möchte ich mich vorläufig nicht äussern (…). Vielmehr möchte ich handeln: Es gibt viel zu tun.» Bis zur Bischofsweihe und zur Amtseinsetzung des neuen Oberhirten über knapp 700’000 Katholiken leitet weiterhin der Apostolische Administrator, Bischof Peter Bürcher, die Diözese. Dieser gratuliert Joseph Bonnemain zur Ernennung und wünschte ihm für sein zukünftiges Amt Gottes Segen. Das Datum der Amtseinsetzung werde bald bekannt gegeben.

«Man müsste mehr darüber nachdenken, ob es noch Sinn macht, alte Kirchenbauten zu renovieren»

  • Zum 175-jährigen Bestehen der Kirche in Tägerig wird ein Architekturwettbewerb lanciert. Die Teilnehmenden dürfen den Sakralraum Ihrer Vorstellung erschaffen.
  • Mitmachen dürfen auch Interessierte ausserhalb des Pastoralraums Mellingen. Anmeldeschluss ist der 6. März. Materialien werden zur Verfügung gestellt. Die Modelle müssen bis Ende Mai fertig sein.
  • Horizonte sprach mit Diakon Johannes Zürcher, der die Idee zu diesem aussergewöhnlichen Wettbewerb hatte.
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Reformierte, katholische und jüdische Frauen gegen Burka-Verbot

Die Verbände der katholischen, reformierten und jüdischen Frauen lehnen die Initiative für ein Burka-Verbot ab. Sie untergrabe die religiöse Toleranz und fördere die Polarisierung. Der Schweizerische Katholische Frauenbund (SKF), der Bund Schweizerischer Jüdischer Frauenorganisationen (BSJF) und die Evangelischen Frauen Schweiz (EFSd) rufen gemeinsam dazu auf, am 7. März die Verhüllungsinitiative abzulehnen. Das teilten sie am Freitag, 12. Februar, mit, wie kath.ch berichtet. «Die Initiative untergräbt die Toleranz für Frauen, die sichtbare religiöse Zeichen tragen», erklärte Gabi Elikan, Mitglied des BSJF-Vorstands, laut Mitteilung. Das vorgeschlagene Gesichtsverhüllungsverbot missachte das garantierte Recht, religiöse Bräuche und Gebote zu leben, worunter auch Kleidersitten fielen. Die drei Verbände lehnen die Initiative ab, weil sie ein Klima schaffe, das Toleranz untergrabe und Polarisierung fördere. Zudem sei sie nicht zielführend, weil sie Opfer von Zwangsverhüllungen bestrafe und nicht die Täter. Für Frauen, die tatsächlich von Zwang betroffen sind, würde es bei einer Annahme des Volksbegehrens schwieriger, Hilfe zu erhalten», heisst es in der Mitteilung. Stattdessen unterstützen die drei Verbände den Gegenvorschlag, der Verbesserungen für die Gleichstellung der Frauen enthalte. Denn mit dem Gegenvorschlag sollten Integrationsprogramme und die Entwicklungszusammenarbeit stärker auf Frauen ausgerichtet werden. Der SKF hatte sich bereits im Januar in einer ausführlichen Stellungnahme gegen das Burkaverbot positioniert.

«Die meisten Seelsorgenden haben Mühe, ihre Tätigkeit anderen zu empfehlen»

  • Der Kirche mangelt es an Personal. Thomas Leist, der die Kampagne «Chance Kirchenberufe» leitet, macht viele Gründe dafür aus. Einer davon: Es gebe keine organisierte Nachwuchs­förderung der Pfarreien.
  • Die Bilanz des langjährigen Fachstellenleiters fällt ernüchtert aus: Immer weniger Seelsorgende könnten ihre Arbeit empfehlen, was nicht zuletzt auch mit zunehmender Überbelastung infolge von Personalmangel und dem wachsenden Bedeutungsverlust der Kirchen zu tun habe. Auf die Frage, ob er persönlich für Kirchenberufe werben würde sagt er: «Ich weiss es nicht.»
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Konsum oder Selbstliebe?

  • Mit dem gestrigen Aschermittwoch begann die Fastenzeit 2021 und damit auch wieder eine neue Serie von Horizonte-Broadcastimpulsen.
  • Alle zwei bis drei Tage erhalten die Abonnenten des Broadcasts nun eine Textnachricht mit Denkanstössen zur Fasten- und Osterzeit.
  • Dieses Mal liegt der Fokus auf dem Themenkreis von Schuld, Sühne und Vergebung im Zeitalter der grossen Ichbezogenheit.

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Wer folgt auf Weihbischof Theurillat?

Nachdem Bischof Felix seinen ersten Weihbischof Martin Gächter, der ja vom Papst bestimmt wird, nicht ersetzte, wird er wohl das Amt von Denis Theurillat, für den der Bischof selbst den Nachfolger vorschlagen darf, nicht vakant lassen. Auch wenn es noch Monate dauern kann, bis der neue Weihbischof offiziell ernennt wird, dreht sich bereits jetzt das Kandidatenkarussell. Ein Profil gebe es durchaus, an dem man sich orientiere, erklärt Hansruedi Huber, Kommunikationsverantwortlicher beim Bistum Basel, gegenüber Horizonte. «Es muss jemand sein, der Freude an den Entwicklungsthemen hat, die aktuell das Bistum beschäftigen. Jemand, der kommunikativ ist und Spannungsfelder nicht scheut», so der Bistumssprecher. Und er präzisiert: «Gefragt ist eine reife Persönlichkeit, eine Integrationsfigur», die an die Kontinuität des Tandems Felix und Theurillat anschliesse. Die beiden Bischöfe hätten sich ideal ergänzt.

Weihbischof Denis Theurillat tritt zurück

Nach über 20 Jahren als Weihbischof des Bistums Basel hat sich Denis Theurillat (70) für den Ruhestand entschieden. Papst Franziskus hat seine Demission angenommen. Dies teilte das Bistum Basel am Montag, 8. Februar, mit. Weihbischof Denis Theurillat schaut auf eine lange und vielseitige Tätigkeit für das Bistum Basel und die römisch-katholische Kirche in der Schweiz zurück. Im Jahr 1976 wurde er in Saignelégier zum Priester geweiht. Anschliessend wirkte Denis Theurillat als Pfarrer in Tramelan-Malleray-Tavannes, später als Dekan des Dekanates Moutier-St-Imier-Biel und als Bischofsvikar für den französischsprachigen Teil des Bistums Basel. Am 22. Juni 2000 empfing Denis Theurillat durch Bischof Kurt Koch die Bischofsweihe in Solothurn. Das erste Jahrzehnt als Weihbischof erfolgte in Zusammenarbeit mit dem damaligen Bischof Kurt Koch, das zweite Jahrzehnt mit Bischof Felix Gmür. Von 2011 bis 2017 leitete er das Pastoralamt des Bistums. Im Rahmen der Schweizer Bischofskonferenz (SBK) zeichnete Denis Theurillat von 2000 bis 2012 u.a. als Jugendbischof für die ganze Schweiz verantwortlich. Bis zum Rücktritt engagierte er sich für die Ökumene und vertrat die SBK in der AGCK (Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen). Zudem war er als Präsident des Frauenrates tätig. Bischof Felix Gmür und die Diözesankurie würdigen Weihbischof Denis Theurillat als feinfühligen Diplomaten und Sympathieträger des Bistums und bedauern seinen Rücktritt sehr. Denis Theurillat erklärt zu seinem Rücktritt: «Das anspruchsvolle Bistum Basel mit den vielen Spannungsfeldern rund um die Kirchenentwicklung verlangt viel Kraft. Ein Unfall im letzten Herbst war für mich ein Zeichen, leiser zu treten. Aber auch als Emeritus werde ich ein ‚Happy Bischof‘ bleiben!»

Rallye statt Reli

  • Ausserschulischer Religionsunterricht sowie Erstkommunion- und Firmvorbereitung dürfen wegen Corona momentan nicht stattfinden.
  • Katechetinnen, Jugendseelsorge und Seelsorgepersonal müssen sich überlegen, wie sie die Kernanliegen auch ohne Präsenzunterricht vermitteln können.
  • Die aktuelle Situation lässt die «kreative Katechese und die theologische Klugheit» erst recht aufblühen, wie das Bistum es formuliert.
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Erstmals erhält eine Frau Stimmrecht in der Bischofssynode

In der Bischofssynode der katholischen Kirche erhält erstmals eine Frau Stimmrecht. «Eine Tür ist geöffnet worden», sagt der Generalsekretär der Bischofssynode. Mit der am Samstag, 6. Februar, vom Vatikan mitgeteilten Ernennung der französischen Theologin Nathalie Becquart (51) als Untersekretärin des Synoden-Sekretariats ist sie automatisch stimmberechtigt. «Mit der Ernennung von Schwester Nathalie Becquart und der Möglichkeit, dass sie mit Stimmrecht teilnimmt, ist eine Tür geöffnet worden», sagte der Generalsekretär der Bischofssynode, Kardinal Mario Grech, dem Portal Vatican News. Man werde «dann sehen, welche weiteren Schritte in der Zukunft unternommen werden können». Zusammen mit Becquart wurde der spanische Augustiner Luis Marin de San Martin (59) zum zweiten Untersekretär der Behörde ernannt. Ein Stimmrecht für Frauen bei den Versammlungen der Bischofssynode war in den vergangenen Jahren mehrfach gefordert worden. Zuletzt wurde das Thema vor und während der Jugend- und der Amazonas-Synode diskutiert. Dort hatte erstmals ein Ordensoberer, der nicht Priester ist, Stimmrecht gehabt, nicht aber die Leiterinnen von Frauenorden.