Theologinnen setzen Druck auf

Sieben Theologinnen und Theologen fordern umfassende Reformen zur Gleichstellung von Frauen in der Kirche (eine Stellungnahme der Theologinnen Monika Hungerbühler und Jacqueline Keune von Anfang Dezember 2018 hatten innert kurzer Zeit 300 Theologinnen und Theologen mitunterzeichnet). Im Juni werden sie von Bischof Felix Gmür und Generalvikar Markus Thürig zum Gespräch empfangen. Im Hinblick auf das Gespräch fordern die Initiantinnen nun, dass so lange keine Männer zu Priestern und Diakonen geweiht werden, bis der Zugang zu diesen Ämtern auch Frauen offen stehe. Unter anderem sollen sich die Schweizer Bischöfe auch von Aussagen Roms distanzieren, die Frauen herabsetzen oder gar kriminalisieren. Damit beziehen sie sich auf Papst Franziskus, der im vergangenen Jahr im Zusammenhang mit Abtreibungen von «Auftragsmord» gesprochen hatte.

Fastengruppen erfreuen sich wachsender Beliebtheit

  • In den Pfarreien organisierte Fastengruppen sind nach wie vor beliebt. In Bremgarten kam zum Einführungsabend sogar ein Mediziner.
  • In den Fastengruppen wird nicht einfach nur auf Fleisch und Genussmittel verzichtet, sondern gänzlich auf feste Nahrung. Das kann für bestimmte Personen gefährlich werden.

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Rosenaktion

Traditionelle Rosenaktion am Samstag

Am kommenden Samstag, 30. März 2019, verkaufen Freiwillige an verschiedenen Orten in der Schweiz wieder Rosen zugunsten von Projekten der Hilfswerke «Fastenopfer», «Brot für alle» und «Partner sein». Mit jeder echten Rose kann zudem eine digitale Rose verschickt werden. Dies mit der App «Give a Rose». Der Grossverteiler Coop stellt wie jedes Jahr 100’000 Rosen vergünstigt zur Verfügung, die dann zum Preis von 5 Franken das Stück verkauft werden. Zu jeder verkauften Rose gehört ein Code zum Versenden einer virtuellen Rose. Neu wird Coop ab dem 2. April 2019 eine Aktionswoche durchführen und von jedem verkauften Fairtrade-Strauss 50 Rappen an die drei Hilfswerke spenden.

«Papst Franziskus will einen Umbruch»

  • Der italienische Vatikan-Journalist Marco Politi hat Bücher über die letzten drei Päpste verfasst – auch über Papst Franziskus. Im Gespräch mit Martin Spilker merkt der Buchautor an, dass sich Papst Franziskus zwar eine Veränderung wünscht, ihm aber von Seiten seiner Umgebung ein kalter Wind ins Gesicht bläst. Marco Politi spricht gar von «Delegitimationsanstrengungen».
  • Dass nicht-zölibatäre Priester zugelassen werden sollen, werde laut Marco Politi im Vatikan durchaus diskutiert. In Anbetracht der öffentlich gewordenen Missbrauchsfälle erhalte dieser Umstand jedoch viel zu wenig Aufmerksamkeit.

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Caritas-Projekt «Co-Pilot» in der Transitzone

  • Isabelle Odermatt von Caritas Aargau zieht eine positive Bilanz zum Projekt «Co-Pilot», das vor einem Jahr in Aarau und Baden gestartet wurde. 54 Freiwillige haben je einen Flüchtling zwei bis vier Mal im Monat besucht und bei der Integration unterstützt.
  • Das Projekt «Co-Pilot» wird fortgeführt. Im April werden neue Freiwillige rekrutiert.

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Auch Kirchenfrauen wollen streiken

«Gleichberechtigung. Punkt. Amen.» Unter diesem Motto sollen sich Kirchenfrauen unter die Streikenden mischen, wenn am 14. Juni der nationale Frauenstreik stattfindet. Dazu werden erschiedene kirchliche Frauengruppen, darunter der Schweizerische Katholische Frauenbund (SKF) und die Interessengemeinschaft Feministische Theologinnen, aufrufen. Gleichzeitig wird auch zur Teilnahme an einem Frauenkirchenstreik vom 15. und 16. Juni aufgerufen. Für letztgenanntes Datum hätten engagierte Kirchenfrauen eine «Arbeitsgruppe Kirchenstreik» gebildet. Die Forderung des Frauenkirchenstreiks lautet: «Wir wollen eine Kirche, die Frauen auf allen Ebenen mitreden, mittun und mitentscheiden lässt», so Kathrin Winzeler vom SKF.

Konzernverantwortungsinitiative

Kovi: «Jetzt erst recht!»

Nach dem Nein zur Ständerat zum Gegenvorschlag als Alternative zur Konzernverantwortungsinitiative (Kovi) intensiviert Fastenopfer nun wieder seine Unterstützung für das Volksbegehren. «Umso mehr setzen wir uns für die Initiative ein, nachdem der Ständerat Nein zum Gegenvorschlag gesagt hat», heisst es in einer Newsletter-Mitteilung des kirchlichen Hilfswerks. Das Initiativ-Komitee hatte in Aussicht gestellt, dass man die Initiative zugunsten des Gegenvorschlags aus Bern zurückziehen werde. Die Initiative will, dass für Firmen, die aus der Schweiz international tätig sind, ethisch verpflichtende Normen aufgestellt werden.

Keinen Bezug mehr zur Kirche

Ein Drittel mehr Kirchenaustritte im Aargau

  • Die Statistik der Römisch-Katholischen Landeskirche zeigt, dass im vergangenen Jahr 4’093 Aargauer Katholikinnen und Katholiken ihre Kirche verlassen haben. Das sind 1’000 Austritte mehr als im Vorjahr.
  • Relativ gesehen traten 33 Prozent mehr Menschen aus der Kirche aus als 2017.
  • Die Römisch-Katholische Kirche im Aargau will etwas gegen die Austritte tun und den distanzierten Kirchenmitgliedern mehr Wertschätzung entgegenbringen.

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Bischöfe diskutieren über Europa

Die Bischofskonferenzen von Deutschland, Frankreich und der Schweiz wollen sich auf einer Tagung über Europa, die Wahlen und Probleme auf dem Kontinent austauschen. Die Veranstaltung vom 25. bis zum 26. März in Paris steht unter dem Leitwort «Dialog über das europäische Gemeinwohl». Zu der Tagung laden der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, der Vorsitzende der Schweizer Bischofskonferenz, Bischof Felix Gmür, und der Vorsitzende der Französischen Bischofskonferenz, Erzbischof Georges Pontier, ein.

Neuer Pastoralraum Aare und Rhein

  • Am Festgottesdienst in der katholischen Kirche Döttingen errichtete Bischof Felix Gmür am Sonntag, 17. März 2019, den Pastoralraum Aare-Rhein.
  • Der neue Pastoralraum umfasst die sieben Pfarreien Döttingen, Kleindöttingen, Klingnau, Koblenz, Leibstadt, Leuggern und Schwaderloch.
  • Mit dem Pastoralraum Aare-Rhein sind nun 14 von 24 geplanten Pastoralräumen im Aargau errichtet.

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Podiumsdiskussion über Macht und Ohnmacht des Gebets

An der von rund 160 Gästen besuchten Podiumsdiskussion vom 12. März im Kulturhaus Odeon in Brugg diskutierten Journalist und Sektenspezialist Hugo Stamm, Heilsarmee-Leiter Beat Schulthess aus dem Zürcher Oberland, Humanistin und Religionswissenschaftlerin Ruth Thomas und die katholische Ordensfrau Schwester Zita von den Baldegger Schwestern miteinander und mit dem Publikum über ihre persönliche Einstellung zum Gebet. Während für Heilsarmee-Offizier Beat Schulthess ausser Frage steht, dass Gebete Wunder bewirken und schwere Krankheiten heilen können, hält Hugo Stamm die Vorstellung, dass man von einem personalen Gott einfordert, dass ein Wunsch erhört wird, für puren Egoismus. Gebete seien Placebos und Mittel der Autosuggestion. Schwester Zita zitierte Albert Schweitzer: «Gebete verändern die Welt nicht. Gebete verändern die Menschen, und die Menschen verändern die Welt.» Wir sind verantwortlich für eine gute Welt und müssen mit der Veränderung bei uns selber anfangen. Auch Humanistin Ruth Thomas, die nicht an Gott glaubt, plädierte für «gutes Handeln». Um eine bessere Welt zu schaffen, hält sie es für besser Kinder zum Denken, zur Vernunft und zur klugen Anwendung von Wissen zu erziehen als zum Glauben zu führen. Die vom Pastoralraum Region Brugg-Windisch organisierte und von Jürgen Heinze moderierte Diskussion gab spannende Einblicke in die sehr private Einstellung zum Beten.

Silja Walter

Silja Walter: «Ich habe den Himmel gegessen»

  • Zum hundertsten Mal jährt sich der Geburtstag von Silja Walter. Das Kloster Fahr feiert seine 2011 verstorbene Poetin mit einer Festwoche und zahlreichen Veranstaltungen im Jahr 2019.
  • Szenisch und mit Musik nähert sich die Schauspielerin Christine Lather der Biographie der Fahrer Schwester und Poetin.
  • Im Interview (siehe Zusatztext) erzählt Priorin Irene Gassmann von den Vorbereitungen zu den Feierlichkeiten.

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«There are no atheists in a foxhole»

  • In unregelmässigen Abständen porträtiert Horizonte Priester und Diakone im Aargau. In dieser Folge den Missionspriester Uche Godwin Iheke, der im Pastoralraum Bremgarten-Reusstal ganz frisch seinen Dienst angetreten hat.
  • Der US-Bürger mit afrikanischen Wurzeln war Seelsorger in der US-Army im Irak. Für Horizonte erinnert sich Uche Godwin Iheke und sagt: «Im Angesicht des Todes gibt es niemanden, der nicht doch an eine höhere Macht glaubt.»

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Heiliger Otmar

Heiliger Otmar in der Stiftsbibliothek St. Gallen

Im Mittelpunkt der diesjährigen Sommerausstellung «Vater für die Armen. Otmar und die Anfänge des Klosters St. Gallen» der Stiftsbibliothek St. Gallen steht der heilige Otmar (um 690-759). Die Ausstellung über den zweiten Gründer des Klosters St. Gallen wird heute Dienstagabend, 12. März, eröffnet. In der Medienmitteilung schreibt die Stiftsbibliothek St. Gallen, vor 1300 Jahren habe Otmar, ein aus Alemannien stammender Mönch, die von Gallus begründete Mönchsgemeinschaft neu belebt und als Abt das Kloster als religiöses Zentrum mit wachsender Ausstrahlung etabliert. Das Kloster profitierte in dieser Zeit von vielen Landschenkungen, die ihm zu Reichtum verhalfen. Mit diesen wirtschaftlichen Mitteln habe Otmar den Konvent auf die tätige Nächstenliebe ausgerichtet, schreibt die Stiftsbibliothek. Eröffnet wird die Ausstellung vom St. Galler Bischof Markus Büchel und Stiftsbibliothekar Cornel Dora. Sie dauert bis am 17. November 2019.

Geschäftsführer Bernd Nilles

Fastenkampagne: «Etwas zum Besseren verändern»

  • Seit über 50 Jahren führen die Hilfswerke «Brot für alle» und Fastenopfer jährlich eine Ökumenische Kampagne während Fastenzeit durch. Künftig soll diese nicht nur Spenden generieren, sondern auch dazu anregen, den eigenen Lebensstil u verändern.
  • Laut Direktor Bern Nilles will sich Fastenopfer nach der Konzernverantwortungsinitiative weiter politisch engagieren. Man sei Kirche und Kirche müsse politisch sein, so das Credo des gebürtigen Deutschen.

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Ein neuer Bischof fürs Bistum Chur

Am 21 April ist es soweit: In Chur wird der Bischofssitz vakant, weil  Vitus Huonder sein Amt verlässt. Dieser reichte seinen Rücktritt bereits vor zwei Jahren ein. Papst Franziskus verlängerte das Mandat um zwei Jahre. Laut dem Churer Bischofsvikar Joseph Maria Bonnemain wird der Papst das Mandat wohl nicht noch einmal verlängern. Bis zur Wahl dürfte ein Diözesanadministrator gewählt werden. Der Diözesanadministrator leitet die Diözese, wenn kein Bischof dieser vorsteht. Er hat jedoch eingeschränkte Vollmachten, das heisst, er darf «keine Veränderung vornehmen», wie es im entsprechenden Direktorium heisst. Im Bistum Chur wird der Diözesanadministrator durch das Konsultorenkollegium gewählt. Diesem gehören rund die Hälfte der Domherren an.

 

Gegen Gewalt an Frauen im Internet

Mit Blick auf den internationalen Frauentag am 8. März lanciert die feministische Friedensorganisation «cfd» an diesem Tag eine Social Media Aktion, die auf digitale Gewalt an Frauen aufmerksam machen soll. Mit dem Slogan «Frei sein im Netz!» fordert der «cfd» ein gewaltfreies Internet. Wenn Frauen sich in den sozialen Medien selbstbewusst zu Themen positionieren, werden sie häufig beschimpft, bedroht oder belästigt. Deshalb setzt sich der «cfd» dafür ein, dass Frauen und Mädchen sich angstfrei im Internet bewegen können.

Pilotprojekt Nahraumpastoral: Neue Ziele

  • 2016 führten das Bistum Basel und die Römisch-Katholische Landeskirche Aargau ein Pilotprojekt zum Thema Nahraumpastoral durch, an dem sich zwei Pastoralräume im Aargau beteiligten.
  • 2018 zogen Bistum und Landeskirche in einer Medienmitteilung Bilanz und kündigten weitere Überlegungen an.
  • Für die Jahre 2019 und 2020 haben die Vertreter von Landeskirche, Pastoralkonferenz und Bistum Basel nun Handlungsfelder und Jahresziele benannt.

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