St. Galler Bischof wünscht sich Eigeninitiative

Die Bildung grösserer Seelsorgeräume sei ein riesiger Prozess, sagte der St. Galler Bischof Markus Büchel im Rahmen eines öffentlichen Gesprächs in St. Gallen. Danach stünde aber «eine nächste Planungsphase» an. Eine Gemeinde von Getauften müsste aus sich heraus das Glaubensleben entwickeln und auch dafür sorgen, dass der Glaube nach aussen ausstrahle, sagte Bischof Markus Büchel. «Wir sind nicht einfach ein Dienstleistungsbetrieb», in dem die Gläubigen von Profis versorgt würden. «Es müsste viel mehr Eigeninitiative in den Gemeinden geben.» Der Bischof räumte dann aber gleich ein, dass es hier eine «heikle Stelle» gebe: «Wie kooperieren angestellte Seelsorger mit Gläubigen, die ehrenamtlich arbeiten?» Sehr schnell tauche die Frage auf, wieso einer entlöhnt werde für seine Tätigkeit und der andere nicht. «In Frankreich, wo alle unbezahlt aktiv sind, ist das einfacher», meinte Büchel.

Zu faul, um an Gott zu glauben?

  • Wie wichtig ist Jugendlichen Religion? Die Römisch-Katholische Landeskirche Aargau wollte es wissen.
  • Über zwei Torbögen mit den Aufschriften «Religion(en) finde ich interessant» und «Religion interessiert mich nicht» konnten Schülerinnen und Schüler der Alten Kantonsschule Aarau ein Statement abgeben und sich äussern.

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Die Aargauer Notschlafstelle kommt

  • Im kommenden Winter soll es im Aargau endlich eine Notschlafstelle für Obdachlose geben. Abklärungen für eine Liegenschaft in Baden laufen.
  • Treibende Kraft hinter dem Projekt ist eine Interessengemeinschaft unter der Führung der unabhängigen christlichen Sozialinstitution «Hope» in Baden. In der IG vertreten sind auch die Aargauer Landeskirchen, das Beratungszentrum BZBplus Baden sowie die Reformierte Kirchgemeinde Baden.
  • Um die Kosten möglichst gering zu halten, will das «Hope» die geplante Notschlafstelle gemeinsam mit einer Notpension führen.

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Opfer mit Forderungen an Kirche

Abschaffung der Verjährungsfristen, Meldepflicht an staatliche Behörden und eine Kampagne gegen Klerikalimus in Afrika und Asien: Das fordert Jacques Nuoffer, Präsident der Westschweizer Gruppe Sapec (Soutien aux personnes abusées dans une relationd’autorité religieuse). Er reagiert damit auf das jüngste Schreiben Brief des Papstes zu sexuellem Missbrauch. Nuoffers Forderungen zielen in die gleiche Richtung wie jene der internationalen Opfergruppe ECA (End Clergy Abuse), zu deren Gründungsmitgliedern Nuoffer gehört.

Papst bittet um Vergebung

In einem Brief an alle Christen bittet Papst Franziskus um Vergebung für das Versagen der Kirche im Umgang mit Missbrauch an Kindern und anderen schutzbedürftigen Erwachsenen. In dem knapp vierseitigen Schreiben, das der Vatikan am Montagmittag veröffentlichte, kritisiert der Papst Klerikalismus und fordert alle Katholiken auf, sich gegen seine solche Kultur zu engagieren. Das Kirchenoberhaupt reagiert damit auf den jüngsten Bericht einer Grand Jury im US-Bundesstaat Pennsylvania, der am vergangenen Dienstag veröffentlicht wurde, auf die Entwicklung in Chile sowie anhaltende Diskussionen vor seinem Besuch in Irland am kommenden Wochenende.

Pionierinnen am 23. Frauenkirchenfest Aargau

  • Am 17. August 2018 kamen gen 70 Frauen zum 23. Ökumenischen Frauenkirchenfest Aargau nach Wettingen.
  • Nach dem Gottesdienst in St. Anton gab es im reformierten Kirchgemeindehaus das Frauenmahl mit Tischreden dreier Theologinnen.
  • Als beispielhafte Pionierin in der Kirche stand Maria von Magdala Patin für den Abend.

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Fenster in der Kirche von Ardon

Inländische Mission sitzt neu in Zofingen

Die Inländische Mission (IM) hat ihren Standort gewechselt. Per 1. Juni ist die Geschäftsstelle von Zug nach Zofingen umgezogen. Grund ist die Totalsanierung des alten Standorts. Die neue Geschäftsstelle liegt zentral und für Leute von aussen leicht zugänglich. Der rechtliche Sitz des Vereins bleibt zwar an der bisherigen Adresse in Zug, aber auch nach der Sanierung des alten Standorts wird die Inländische Mission in Zofingen bleiben, sagt Geschäftsführer Urban Fink.

«Die Welt liegt in deiner Hand»

  • Am 23. September findet das Bistumsjugendtreffen im Aargau statt.
  • Im und ums Amphitheater in Windisch finden Ateliers und ein Gottesdienst mit Bischof Felix statt.
  • Zum Treffen für 14- bis 18-jährige Jugendliche aus dem Bistum Basel erwarten die Organisatoren 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer.
  • OK-Präsident Urs Bisang erzählt im Interview, wie das Thema des Treffens «tomorrow – die Welt liegt in deiner Hand» junge Menschen bewegen kann.

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Caritas Baby Hospital: Forschungshotspot

Anerkennung für die wissenschaftliche Arbeit im Caritas Baby Hospital in Bethlehem: Die bedeutende medizinische Fachzeitschrift «Clinical Genetics» hat soeben Ergebnisse einer Studie veröffentlicht, an der auch Spezialisten aus dem Kinderspital in Bethlehem beteiligt waren. Dokumentiert wurden seltene genetische Mutationen. Es ist nicht der einzige Forschungsbereich, für den sich das Caritas Baby Hospital einsetzt. Kürzlich veröffentlichte das Kinderspital eine vielbeachtete Studie über den Durchfall-Erreger Rota-Virus. Das Caritas Baby Hospital in Bethlehem ist das einzige, ausschliesslich auf Kinderheilkunde spezialisierte Krankenhaus. Es arbeitet auf einem medizinischen Niveau, das internationalen wissenschaftlichen Standards genügt und gehört zu den wichtigen medizinischen Forschungszentren der Region.

 

Spürst du die Schöpfung?

  • Der Zeitraum vom 1. September bis am 4. Oktober ist in der katholischen Kirche der Bewahrung der Schöpfung gewidmet.
  • Tasten, fühlen, begreifen: Die Schöpfungszeit 2018 widmet sich dem Tastsinn.
  • Der Verein oeku Kirche und Umwelt gestaltet die Schöpfungszeit, organisiert mehrere Anlässe zum Thema und gibt Materialien für Unterricht und Gottesdienste heraus.
  • Am Freitag, 31. August, findet in Rheinfelden der Auftaktanlass für die Schöpfungszeit im Aargau statt.

 

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Verein «oeku»: Ja zu Fair-Food-Initiative

Der Vorstand des Vereins «oeku-Kirche und Umwelt» empfiehlt – in Übereinstimmung mit Umweltorganisationen und kirchlichen Werken, die Fair-Food-Initiative anzunehmen. Die von den Grünen lancierte Initiative verlangt Lebensmittel aus einer naturnahen, umwelt- und tierfreundlichen Landwirtschaft mit fairen Arbeitsbedingungen. Die ökologischen und sozialen Standards, die für in der Schweiz produzierte Nahrungsmittel gelten, sollen auch auf Importe angewendet werden, so die Initianten. Ihrer Ansicht nach müssen Menschen in bestimmten EU-Ländern unter unwürdigen Bedinungen Ernte-Arbeit verrichten.  Der Bundesrat äussert in seiner Botschaft Verständnis für die Anliegen der Initiative, ist aber der Meinung, dass die bestehende Verfassungsgrundlage genüge. Über die Initiative wird am 23. September abgestimmt.

Auf dem Weg zum «Grünen Güggel»

  • Beim Thema Bewahrung der Schöpfung gehen die römisch-katholische und die reformierte Landeskirche Aargau mit gutem Beispiel voran.
  • Sie rufen ihre Kirchgemeinden auf, diesen Herbst gemeinsam mit ihnen das Umweltzertifikat «Grüner Güggel» in Angriff zu nehmen.
  • Der «Grüne Güggel» ist ein Umweltmanagementsystem, das Kirchgemeinden bei der Verbesserung ihrer Umweltleistung hilft. In der Schweiz gibt es bereits 16 zertifizierte Kirchgemeinden, jedoch keine im Aargau.

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Kovi: Kommt doch die Abstimmung?

Trotz Annahme des Gegenvorschlags zur Konzernverantwortungsinitiative durch den Nationalrat richtet sich der Verein auf einen Abstimmungskampf ein. Der Grund: Bei der Diskussion der Vorlage im Ständerat könnten die Inhalte gegenüber den Forderungen der Initiative noch weiter abgeschwächt werden. Konkret wird befürchtet, dass im Verlauf des parlamentarischen Prozesses auch die Sorgfaltsprüfung einschränkt werden soll. Damit müssten Unternehmer nur den eigenen Betrieb und die Tochterfirmen kontrollieren, nicht aber Zulieferer. «Das hätte nichts mehr mit dem Grundgedanken der Initiative zu tun. Faktisch wäre davon nichts mehr übrig», so Jan Tschannen, Präsident des Vereins Kirche – Wirtschaft – Ethik, der die Plattform «Kirche für Kovi» betreibt. Jan Tschannen glaubt nicht, dass die Initianten dann die Initiative zurückziehen werden.

Lassalle-Haus feiert 25 Jahre

Ein Vierteljahrhundert ist es nun schon alt, das Lassalle-Haus in Bad Schönbrunn. Am Sonntag, 14. Oktober 2018, um 15 Uhr, gibt es aus diesem Anlass ein besonderes Nachmittagsprogramm: Unter anderem die Vorstellung des neuen Buches «Ich habe zu wenig geflucht» von Niklaus Brantschen und Ursula Eichenberger. Ein Zeugnis der Inspiration, die das Lassalle-Haus seit seiner Neukonzeptionierung durch Niklaus Brantschen vor 25 Jahren massgeblich geprägt hat.

11 Jahre warten: Gelungene Integration sieht anders aus

  • Hora aus Äthiopien verbrachte zehn Jahre in einem Asylzentrum ohne Aussicht auf Beschäftigung und Integration.
  • Aller Widrigkeiten zum Trotz schaffte es die Tochter eines politischen Oppositionellen, sich in der Schweiz eine kleine Existenz aufzubauen: Mit zwei Jobs – angestellt im Stundelohn finanziert sie sich ihre Einzimmerwohnung. Sozialhilfe bezogen hat sie nie.
  • Nun hofft Hora, mittels einer Weiterbildung in der Pflege Fuss fassen zu können. Die Caritas Aargau und Iris Bäriswyl vom Kirchlichen Regionalen Sozialdienst Brugg – eine langjährige Freundin – unterstützen sie dabei.

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Deutsche Rabbiner wollen Antworten von Kardinal Koch

Der jüngste Aufsatz zum Verhältnis von Christentum und Judentum des emeritierten Papst Benedikt XVI. sorgte für Aufregung. Der umstrittene Beitrag war in der Juli-Ausgabe der theologischen Fachzeitschrift «Communio» erschienen. Darin setzte sich der ehemalige Papst mit der Frage auseinander, ob die Kirche an die Stelle des alttestamentlichen Bundes zwischen Gott und dem Volk Israel getreten sei. Die Orthodoxe Rabbinerkonferenz Deutschland schrieb gestern Freitag an Kardinal Kurt Koch: «Für uns stellen sich damit mehr Fragen und Zweifel als positive, zukunftsgerichtete Denkanstösse», betonen die Rabbiner in einem in Köln veröffentlichten Schreiben an den Präsidenten der Vatikanischen Kommission für die religiösen Beziehungen mit dem Judentum, Kardinal Kurt Koch. An Koch richtet die Rabbinerkonferenz die Frage, «inwiefern dieser Aufsatz das jüdisch-christliche Gespräch bereichern soll». Zudem will sie wissen, wie die Überlegungen des emeritierten Papstes in Einklang mit den Aussagen von Papst Franziskus zum Judentum stehen.

kath.ch

Kloster Beinwil sucht Nachfolger

  • Das Kloster Beinwil wird von einer ökumenischen Gemeinschaft bewirtschaftet, die sich zwar nach benediktinischen Regelen orientiert, aber Aussenstehende für Kurzaufenthalte und Auszeiten aufnimmt. Auf Ende Jahr hin hat der Leiter der Gemeinschaft, Christoph Wilden, den Vertrag mit der Stiftung Kloster Beinwil gekündigt – unter Geltendmachung verschiedener Differenzen.
  • Urs Saner ist gebürtiger Beinwiler, Landwirt, Gemeinderat, Kirchgemeindepräsident und Mitglied im Stiftungsrat Kloster Beinwil. Aufs kommendes Jahr hin soll das Kloster in neue Hände übergeben werden. Passable Bewerbungen liegen auf dem Tisch.

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