Kloster Hermetschwil

Lustbetonte «Woche der Religionen»

«Sind Religionen so körperfeindlich, wie ihnen oft vorgeworfen wird, oder haben sie gar das Potential, dem von Medien und Gesellschaft diktierten normierten Körperideal ein freieres, gelasseneres und lustvolleres Verhältnis zum Körper entgegenzustellen?» Mit diesen und anderen Fragen rund um das Thema Körperlichkeit und Schönheit beschäftigt sich die diesjährige «Woche der Religionen», die traditionellerweise immer in der ersten Novemberwoche begangen wird. Dieses Jahr finden verschiedene Anlässe vom 3.-11. November 2018 statt. Koordiniert wird die Woche vom Verein Iras Cotis. Horizonte veröffentlicht anlässlich der Woche der Religionen jeweils ein Themendossier im Rahmen der «Z’Visite»-Zusammenarbeit.

«Die jungen Leute haben Spuren hinterlassen»

  • In Rom ging am 27. Oktober 2018 die Jugendsynode mit der Verabschiedung des Schlussdokumentes zu Ende.
  • Für die Schweizer war Bischof Alain de Raemy (Weihbischof in Lausanne, Genf und Freiburg) an der Vollversammlung in Rom. An der Medienkonferenz der Schweizer Bischofskonferenz (SBK) bewertete er den Monat der Reflexion über den Platz der Jugendlichen in der Kirche insgesamt positiv. Weiterlesen

Neue Stapferhaus-Ausstellung eröffnet

Mit einem grossen Aktionstag eröffnet das Stapferhaus heute seine neue Ausstellung «Fake. Die ganze Wahrheit» im neuen Gebäude direkt beim Bahnhof Lenzburg. Die Ausstellung stellt Lüge und Wahrheit kulturhistorisch in einen grösseren Rahmen, auf dass man für die aktuellen Herausforderungen rund um Fake-News und alternative Fakten besser gewappnet sei, erklärte Kurator Daniel Tyradellis an der gestrigen Medienpräsentation. Im Rahmen einer vom Stapferhaus in Auftrag gegebenen Sotomo-Untersuchung habe sich zudem gezeigt, dass Fake-News die Demokratie bedrohten, erklärte Sibylle Lichtensteiger vom Stapferhaus-Team die Motivation für die Themenwahl. Zudem tangiere das «schillernde Feld der Lügen» täglich unser Leben auf verschiedenste Art und Weise. Die Besucherinnen und Besucher erwartet ein Rundgang in einem fiktiven «Amt für die ganze Wahrheit.»

 

AKF-Preis für Simone Maurers «mini decki»

Der Frauenpreis des Aargauischen Katholischen Frauenbundes geht dieses Jahr an Simone Maurers Projekt «mini decki». Seit 2014 animierte die Aargauerin Menschen in der ganzen Schweiz zum Nähen von Decken für Flüchtlingskinder. Über 18 000 Decken sind in Bundesasylzentren und anderen Institutionen für Flüchtlinge bereits abgegeben worden – ein Teil gelangte via Hilfsorganisationen sogar bis in die Krisengebiete. Vroni Peterhans, Präsidentin der AKF-Frauenpreis-Kommission, würdigte gestern Donnerstag im RemiseTheater in Baden-Rütihof den Durchhaltewillen der Preisträgerin, aber auch deren «Liebe» und «inneres Feuer». Der AKF-Frauenpreis ist mit 20 000 Franken dotiert und wurde dieses Jahr bereits zum 22. Mal vergeben.

Pfarrei in Sursee: Ministrantenboom

Die Pfarrei St. Georg im luzernischen Sursee hat so viele Ministrantinnen und Ministranten wie seit vielen Jahren nicht mehr. Ihre Zahl habe sich in den vergangenen vier Jahren mehr als verdoppelt. Und am nächsten Sonntag werden weitere 15 Ministrantinnen und Minstranten aufgenommen. Vor vier Jahren zählte die Ministrantenschar noch 50 Personen. Heute dienen in der Pfarrei mit rund 9 900 Mitgliedern 124 Kinder und Jugendliche am Altar. Aufgrund der markanten Zunahme der «Minis» musste die Pfarrei neue Ministrantengewänder kaufen.

«Spiis&Gwand» und «treff.punkt» gewinnen Sozialpreis

  • Seit 2004 vergeben die Aargauer Landeskirchen alle zwei bis drei Jahre einen Sozialpreis. Zum ersten Mal wurden ausschliesslich ehrenamtliche Projekte berücksichtigt.
  • Mit «Spiis&Gwand» sowie dem Verein «treff.punkt» wurden Projekte geehrt, die sich für die Integration von Flüchtlingen und die Unterstützung von Menschen in finanziellen Notlagen engagieren.

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«Habt ihn lieb, unseren Pastoralraum!»

  • Kirchdorf, Untersiggenthal und Nussbaumen bilden neu den Pastoralraum Siggenthal.
  • Die Feier zur Errichtung des neuen Pastoralraums am Samstag, 20. Oktober in Nussbaumen bewegte mit gesungenen und gesprochenen Worten.
  • Die Sängerinnen und Sänger, die Musizierenden, der Gemeindeleiter und die Mitfeiernden strahlten zuversichtliche Aufbruchsstimmung aus.
  • Bischof Felix Gmür verglich den Weg, der dem Pastoralraum bevorsteht, mit einem Aufstieg durch die Wüste und fand klare Worte gegen Machtmissbrauch in der Kirche.

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Sozialpreis für «Spiis&Gwand» und «treff.punkt»

Seit 2004 vergeben die Aargauer Landeskirchen alle zwei bis drei Jahre einen Sozialpreis. Zum ersten Mal wurden ausschliesslich ehrenamtliche Projekte berücksichtigt. Mit «Spiis&Gwand» und sowie dem Verein «treff.punkt» wurden Projekte geehrt, die sich für die Integration von Flüchtlingen und die Unterstützung von Menschen in finanziellen Notlagen engagieren. Beide Projekte erhielten 7 000 Franken. «Spiis&Gwand» ist ein Projekt der Reformierten Kirche Oftringen. 30 Freiwillige verteilen frische Lebensmittel an Bedürftige, betreiben einen Secondhand-Kleiderladen mit Kaffee-Ecke und Kinderbetreuung und beraten Menschen in schwierigen Lebenssituationen. Der Verein «treff.punkt» aus Wettingen unterstützt mit gut 80 Freiwilligen Flüchtlinge und Asylsuchende mit Sprachkursen und Treffmöglichkeiten, bot zuletzt aber auch  Unterstützung bei der Stellen- und Lehrstellensuche sowie Nachhilfekurse in Mathematik. Mit je 2 000 Franken bedacht wurden «Hope» aus Baden, das Projekt UMA des Aargauer Jugendrotkreuz sowie der Verein «pro pallium» – eine Palliativstiftung für Kinder und junge Erwachsene.

 

Halloween kann eine Chance sein

  • An Halloween scheiden sich die Geister. Viele Kinder, Jugendliche und zunehmend auch Erwachsene sind fasziniert von diesem Brauch.
  • Anderen ist das gruslige Treiben am Vorabend von Allerheiligen suspekt.
  • Die Kirche muss Halloween weder lieben noch verteufeln, sollte aber die Chance nicht verpassen,  das zentrale Thema von Halloween aufzugreifen.

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HEKS vertritt Flüchtlinge in Asylzentren

Das Staatssekretariat für Migration (SEM) hat die Mandate für die Beratung und Rechtsvertretung von Asylsuchenden in den Bundesasylzentren ab März 2019 vergeben. HEKS hat dabei den Zuschlag für die Rechtsschutzmandate in den Asylregionen Nordwest- und Ostschweiz erhalten. Der Bund hatte diese Mandate im Juli 2018 öffentlich ausgeschrieben. Die Dienstleistungen der Rechtsvertretung und Beratung werden in allen Bundesasylzentren, das heisst in den Bundesasylzentren mit Verfahrensfunktion (BAZmV) und in den Bundesasylzentren ohne Verfahrensfunktion (BAZoV) sowie an den Flughäfen Zürich und Genf angeboten.

SKF-Präsidentin Curau-Aepli

Frauenbund gegen Abtreibungsvergleich

Der Schweizerische Katholische Frauenbund (SKF) wehrt sich gegen die Kriminalisierung von Frauen, die ein Kind abtreiben. Er unterstützt daher die Petition des Katholischen Deutschen Frauenbundes an Papst Franziskus. Dieser hatte diese Woche Abtreibung mit Auftragsmord verglichen. Der Berliner Diözesanverband des Katholischen Deutschen Frauenbundes, wendete sich daraufhin mit einer Online-Petition an den Papst. Der SKF unterstützt die Petition und fordert auf seiner Website dazu auf, diese zu unterzeichnen. «Wir wehren uns ganz entschieden gegen diese Kriminalisierung», sagte SKF-Präsidentin Simone Curau-Aepli gegenüber Schweizer Radio SRF (Blickpunkt Religion, 14. Oktober). Die betroffenen Frauen seien in einer Notlage, «in der sie aus wirtschaftlichen, sozialen oder psychischen Gründen sich nicht fähig fühlen, dieses Kind auszutragen».

«Junge Menschen brauchen eine erwachsene Kirche»

  • Mauro-Giuseppe Lepori ist der Schweizer Generalobere des Zisterzienserordens.
  • Der ehemalige Abt von Hauterive nimmt im Auftrag der Ordensoberen an der Jugendsynode in Rom teil.
  • Die Kirche müsse der Jugend mit der Reife eines Erwachsen beistehen, sagt Mauro-Giuseppe Lepori. Diese Botschaft will der Schweizer in der aktuell laufenden Synode einbringen.

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«Erleuchtung ist weder männlich noch weiblich»

  • Eine Hindupriesterin und eine Buddhistin erzählen von ihrem religiösen Weg.
  • Vasanthamala Jeyakumar ist geweihte Hindupriesterin, Losang Palmo ist Meditationslehrerin und Leiterin des Buddhistischen Zentrums in Bern.
  • Im «Dossier zur Woche der Religionen» berichten die beiden Frauen von der Sehnsucht, Priesterin zu sein und über die Einstellung des Dalai Lama zur Gleichstellung.

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Drei Frauen unterschiedlicher Konfessionen im Gespräch

  • Welche Stellung hat die Frau in den christlichen Konfessionen?
  • Welche Hürden und Chancen warten in der römisch-katholischen, der reformierten und der christkatholischen Kirche auf Frauen?
  • Susanne Andrea Birke, Anna Maria Kaufmann und Käthi La Roche sprechen über die Frage der Gleichstellung, Konkurrenzdenken und Machtstreben.

 

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Sechs Frauen, ein Gebet – Interreligiöses Frauengebet

  • Das «Dossier zur Woche der Religionen» erscheint mit der nächsten Horizonte-Printausgabe. Es thematisiert die Rolle der Frau in den verschiedenen Religionsgemeinschaften.
  • Zur Woche der Religionen feiern sechs Frauen verschiedener Religion gemeinsam ein interreligiöses Gebet. Die einen mit, die anderen ohne offiziellen Priestersegen.
  • Dieser Beitrag stellt die Frauen vor, die sich dafür engagieren, dass die Vorarbeit von Ahninnen, die sich schon in früheren Zeiten für das Anliegen der Frauen eingesetzt haben, weitergeführt wird.

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In Deutschland eröffnet erste Kinderkirche

Am Samstag wird im Bistum Essen eine Kinderkirche eröffnen – den Angaben zufolge ein in Deutschland einzigartiges Projekt. Die Kirche Sankt Peter in Bottrop soll an zwei Tagen in der Woche den 15 Bottroper Kitas aus dem Zweckverband im Bistum Essen zur Verfügung stehen. Das Gotteshaus wurde dafür kindgerecht umgestaltet. Die Kinderkirche trägt den Namen «kikeriki». Ziel sei es, dass die Kinder Gott mit allen Sinnen erleben und begreifen, sagte die Leiterin des Familienzentrums Sankt Peter, Petra Eberhardt. Das Projekt ist den Angaben zufolge zunächst für drei Jahre bewilligt. Das Bistum fördert die Kinderkirche mit Geld und Material aus einem Innovationsfonds.