Brugg-Windisch: Koffer für’s Neugeborene

Mit Post der besonderen Art knüpft der Pastoralraum Region Brugg-Windisch Kontakt. Hauptamtlich Seelsorgende und Freiwillige, die sich in der Gruppe «Familienvielfalt» engagieren, bieten Familien, die ihr Neugeborenes auf dem Zivilstandsamt als römisch-katholisch anmelden, nach der Geburt eines Kindes einen Besuch an, um ihnen für den neuen Alltag und die religiöse Erziehung einen kleinen Koffer zu überbringen. Der Gedanke, der dahinter steckt: «Wir möchten die Familien kennenlernen», und direkt von den Eltern hören, wie wir sie konkret unterstützen können, und mit ihnen, wenn sie es wünschen, gemeinsam nach Spuren von Gott suchen», sagt Brigitta Minich, Seelsorgerin und Ansprechperson im Kirchenzentrum St. Franziskus in Schinznach-Dorf. Ganz wichtig ist es ihr, zu erfahren was Familien von der Kirche brauchen, heisst es in der entsprechenden Medienmitteilung.

Kein Gefängnisstrafe für Freitodbegleitung

Das Thema Freitodbegleitung ist umstritten. Im Fall der Freitodbegleiterin und Ärztin Erika Preisig von der Sterbehilfeorganisation Life Circle hat das Baselbieter Strafgericht die Ärztin vom Vorwurf der vorsätzlichen Tötung freigesprochen. Die Organisation EXIT begrüsst gemäss einer Medienmitteilung, die das Medienportal kath.ch veröffentlichte, das Urteil. Das Strafgericht des Kantons Baselland war der Anklage der Staatsanwältin im Prozess gegen Erika Preisig in den Hauptanklagepunkten nicht gefolgt. Diese hatte der Ärztin von der Sterbehilfeorganisation Life Circle vorgeworfen, im Jahr 2016 eine nicht urteilsfähige 66- jährige Frau in den Tod begleitet zu haben und deshalb unter anderem eine unbedingte Freiheitsstrafe von fünf Jahren gefordert.

Burghard Förster: «Verstärken, was da ist»

  • Burghard Förster, Pfarreileiter in Peter und Paul Aarau, ist nicht einfach «zu fassen».
  • Der passionierte Fotograf versteht sein Handeln als Dienst. In diesem Sinne ist er Diakon.
  • Mit diesem Porträt beendet Horizonte die Serie «Priester und Diakone» (siehe Zusatztext).

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Palliative Care: Neuer Webauftritt

Die Website „Palliative Care und Begleitung“ der Aargauer Landeskirchen wurde gemäss dem vergangenen Newsletter der Römisch-Katholischen Landeskirche im Aargau neu gestaltet. Ziel der Aargauer Landeskirchen ist es, schwerkranke und sterbende Menschen wie bisher durch Seelsorgende sowie durch andere kirchliche Fachpersonen und durch Freiwillige kompetent und respektvoll zu begleiten. Die Website liefert dazu wertvolle Informationen, sowohl für Menschen, die Palliative Care suchen, als auch für Interssierte, die selber im Bereich Palliative Care tätig sein möchten.

Missbrauchsprävention: Mehr als Kurse

  • Per 1. März 2019 setzten die Schweizer Bischofskonferenz (SBK) und die Vereinigung der Höhern Ordensoberen (VOS’USM) die mittlerweile 4. Auflage der Richtlinien zu «Sexuellen Übergriffen im kirchlichen Umfeld» in Kraft.
  • Im Bistum Basel sollen nach der Überführung der Dekanate in die Pastoralräume die Pastoralraumleitenden ihre Mitarbeitenden schulen und sensibilisieren.

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Frauen*Kirchenstreik: «Geduld hilft nicht!»

  • 2’000 bis 2’500 Männer und Frauen gingen am vergangenen Freitag, 14. Juni 2019, in Aarau zum zweiten Frauenstreik nach 1991 auf die Strasse.
  • Unter dem Motto «Gleichberechtigung. Punkt. Amen» nahmen auch zahlreiche Frauen vom Aaraugischen Katholischen Frauenbund (AKF) mit pinken Mitren teil.

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Frühjahrssynode tagte in Aarau

122 Mitglieder trafen am 12. Juni 2019 in Aarau im Grossratssaal zur ersten ordentlichen Synode der neuen Legislatur. «Keiner von uns sage, er habe die Wahrheit schon gefunden. Lasst sie uns vielmehr so suchen, als ob sie uns beiden unbekannt sei», zitierte Daniel Holenstein, Präsident der Synode, zur Eröffnung den Heiligen Augustinus. Es gehe allerdings weniger um Wahrheit, als um Mehrheit, leitete der Synodenpräsident dann über.

Zwei Anträge brachte der Kirchenrat vor die Synode. Einerseits für einen Verpflichtungskredit von 350‘000 Franken für die Renovation und Neu-Möblierung des grossen Saals und des Speisesaals der Propstei Wislikofen. Damit die Propstei weiterhin konkurrenzfähig bleibe, müssten Interieur und Technik dringend erneuert werden, so Kirchenrat Rolf Steinemann in seinem Votum. Der Antrag des Kirchenrates wurde ohne Gegenvoten einstimmig angenommen.

Andererseits stimmte die Synode über die Finanzierung der neuen Mitgliederdatenverwaltung ab. Der Antrag beinhaltete einen Verpflichtungskredit von 130‘000 Franken und einen Nachtragskredit für die jährlichen Bruttokosten von 60‘000 Franken für 2019 beziehungsweise der Budgetierung für die Folgejahre. Marcel Notter, Generalsekretär der Römisch-Katholischen Landeskirche im Aargau, stellte das neue Adressverwaltungsprogramm vor. Nach zwei Voten wurde der Antrag des Kirchenrates in ergänzter Form mit grosser Mehrheit angenommen. Die Ergänzung sieht zur Entlastung kleiner Kirchgemeinden gestaffelte und an die Katholikenzahl gekoppelte Beiträge vor.

Im pastoralen Teil gab David Meier, ehemaliger KV-Lernender bei der Katholischen Landeskirche im Aargau, einen lebhaften Einblick in seinen Dienst als Schweizer Gardist in Rom. Er habe sich extra noch ins Archiv begeben und herausgefunden, dass mit 6 Prozent die Aargauer am drittstärksten in der Garde nach den Fribourgern und Wallisern seit fast Gründung der Garde um 1509.

Er habe die Gelegenheit, zur Garde zu gehen, einfach beim Schopf ergreifen müssen. Seit Juni 2018 ist er im Dienst, wurde im Mai 2019 vereidigt. Neben Dienstgeschichten gab David Meier einen pointierten Überblick über die wichtigsten historischen Momente der Garde. Wer dem Papst die Hand schütteln wolle, müsse Sorge tragen, dass die Söhne und Enkel zur Garde gehen, sagte David Meier und erntete Szenenapplaus.

Erste Messe nach Brand in Notre-Dame

Zwei Monate nach dem verheerenden Brand in der Pariser Kathedrale Notre-Dame soll dort am Wochenende 15./16. Juni erstmals wieder eine Messe gefeiert werden, heisst es in einer Mitteilung des Rektors der Kirche, Patrick Chauvet, in der Pfingstausgabe des Magazins «Famille Chretienne» (Christliche Familie). Anlass für die Messe ist das jährlich begangene Fest der Altarweihe der Kathedrale. Diese war am 15. April durch einen Grossbrand in Teilen zerstört worden. In einer kleinen, weitgehend unbeschädigten Seitenkapelle, solle die Messe mit nur wenigen Teilnehmenden, darunter der Pariser Erzbischof, gefeiert werden. Aus Sicherheistgründen müssten alle Feuerwehrhelme tragen, heisst es gemäss kath.ch in der Mitteilung.

Bischof Felix Gmür, Präsident SBK

Wir sind nicht gegen Organspende!

An der Medienkonferenz der Schweizer Bischofskonferenz (SBK), am 6. Juni 2019, informierte Präsident Felix Gmür, Bischof von Basel über die Themenschwerpunkte der 324. Ordentlichen Vollversammlung der SBK. Dies fand aufgrund von Baumassnahmen in Einsiedeln in der österreichischen Propstei St. Gerold, einer Filialniederlassung Einsiedelns statt. Als Themenschwerpunkte benannte Bischof Felix Gmür unter anderen die Diskussion über verschiedene Appelle zur Erneuerung der Kirche, die Positionierung der SBK zur Volksinitiative «Organspende fördern – Leben retten». Letztere kommentierte Bischof Felix Gmür mit den Worten «Wir sind nicht gegen die Organspende, wir sind gegen den Automatismus, der durch die Initiative angestrebt wird.» Hier finden Sie die vollständige Medienmitteilung.

Gabriele Tietze Roos – Abschied nach 30 Jahren

  • Während drei Jahrzehnten arbeitete Gabriele Tietze Roos im Bistum Basel und vertrat es in den letzten über sieben Jahren gegenüber dem Aargau in der Bistumsregionalleitung. Nun geht sie in Pension. Ihre Stelle wird nicht wiederbesetzt.
  • Im Interview blickt Gabriele Tietze Roos auf ihre Arbeit und die damit verbundenen Herausforderungen – insbesondere die Pastoralraumbildungen – zurück. Ihren Abschied feiert sie am Freitag, 7. Juni, um 16 Uhr in der Herz Jesu Kirche in Lenzburg.

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Pfarreien im Wasserschloss – Zoff um die Zukunft

  • Seit Monaten provoziert das Kirchenverständnis des mitarbeitenden Priesters in den Pfarreien Gebenstorf und Turgi einen Konflikt mit anderen pastoralen Mitarbeitenden und Pfarreimitgliedern.
  • Während sich der Kirchenpflegepräsident der zuständigen Kirchgemeinde Gebenstorf-Turgi hinter den Priester stellt, fordert eine 50-köpfige Initiativgruppe dessen Kündigung.
  • Anstellungsträger des Priesters ist auch die Kirchgemeinde Birmenstorf. Dort ist man mittlerweile der Ansicht, dass er besser in seiner ursprünglichen Position als Jugendseelsorger verblieben wäre.

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Institutiofeier in Romanshorn – Der Himmel auf Erden

  • Mit einer festlichen Institutio in Romanshorn nahm Bischof Felix Gmür fünf Frauen und Männer in den Dienst des Bistums Basel auf.
  • Die Institutio ist eine beidseitig verbindliche Zusage zum Dienst im Bistum durch den Bischof einerseits und die Kandidatinnen und Kandidaten andererseits.
  • Aus dem Aargau waren Helena Boutellier und Peter Zürn als Kandidaten dabei und feierten gemeinsam mit vielen Anwesenden das Ende ihrer Berufseinführung.

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Zum 13. Mal: Tag der Nachbarn 2019

Heute, 24. Mai 2019, ist wieder Tag der Nachbarn. Zum 13. Mal wird dieser Anlass gefeiert. Im Aargau wirbt Benevol Aargau für den Tag, der deutlich machen soll, dass das Gute häufig näher liege, als man denkt. «Gute Nachbarschaft hilft, die Herausforderungen des Alltags zu meistern. Deshalb rufen wir initiative Bewohnerinnen und Bewohner auf, gemeinsam ein unkompliziertes Fest unter Nachbarn zu organisieren. Ziel ist es, die gutnachbarschaftlichen Beziehungen aktiv zu pflegen und so zur Steigerung der Wohnqualität jedes Einzelnen beizutragen», heisst es in der Medienmitteilung. Wer noch mehr Infos und konkrete Ideen für einen gelungen Nachbarschaftsanlass sucht, findet diese auf der Website der Aktion www.tagdernachbarn.ch 

Kirchensprache als Herausforderung

  • Im Auftrag der Kommission für Kommunikation und Medien der Schweizer Bischöfe wird einmal jährlich eine Kollekte für die Medienarbeit aufgenommen, die zu 90 Prozent an die drei Katholischen Medienzentren in der Schweiz (kath.ch/cath.ch/catt.ch) geht.
  • Horizonte traf sich anlässlich des Mediensonntages am 1. und 2. Juni 2019 mit Sylvia Stam, Redaktionsleiterin von kath.ch, und Laura Jacober, Redaktorin bei Radio Maria Schweiz, zum Gespräch.

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Bistum Chur hat einen Administrator

Seit Ostern wurd darauf gewartet, dass die Nachfolge von Bischof Vitus Huonder geregelt wird. Seit heute ist klar: Die Nachfolge des  übernimmt einstweilen der von Papst Franziskus ernannte Apostolische Administrator des Bistums Chur, Peter Bürcher, emeritierter Bischof von Reykjavik. In der Medienmitteilung des Bistums Chur sind sowohl ein Abschiedsgruss von Vitus Huonder, als auch ein Willkommensbrief von Peter Bürcher verlinkt. Der emeritierte Bischof von Reykjavik, der im Wallis auf die Welt kam, bezeichnet seine Berufung nicht nur als totale Überraschung, sondern schreibt auch, dass er sich der grossen Herausforderung bewusst sei, die dieses Mandat bedeute.

Hilfswerke fusionieren per 2021

Gemäss einem Bericht von kath.ch werden das «Hilfswerk der Evangelischen Kirchen Schweiz» (Heks) und «Brot für alle» (Bfa) per 2021 fusionieren. Initiativen für einen Zusammenschluss habe es in den vergangenen 30 Jahren des öfteren gegeben, doch nun soll er unter Dach und Fach: Damit wollen Brot für alle und Heks ihre Position in einem zunehmend kompetitiven Umfeld stärken und gleichzeitig die Wirkung ihrer Projekte und Aktivitäten im In- und Ausland weiter optimieren. Der Zusammenschluss soll bis im Jahr 2021 vollzogen werden. Der entsprechende Grundsatzbeschluss wurde durch die Stiftungsräte der beiden Hilfswerke auf der Grundlage eines im Oktober 2018 begonnenen Vorprojektes gefasst.

Der rote Faden heisst Leuggern

  • Im Rahmen der Serie Priester und Diakone im Aargau porträtiert Horizonte Stefan Essig, der neu zum nicht-residierenden Domherren des Standes Aargau ernannt wird (siehe auch Zusatztext).
  • Geboren in Leuggern, aufgewachsenen im benachbarten Mettauertal ist er «eine vo do», was bei den Leuten sehr gut ankommt.
  • Einmal im Jahr besinnt sich der Pfarrer von Leuggern allerdings auf seinen ersterlernten Beruf und produziert Pralinés.

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