Bischof Huonder bleibt vorerst im Amt

Der Churer Bischof Vitus Huonder und die Bistumsleitung bleiben so lange im Amt, bis Huonders Nachfolge geregelt ist. Das teilte das Bistum Chur am Ostermontag, 22. April 2019, mit. Bischof Huonder hätte eigentlich am Ostersonntag, seinem 77. Geburtstag, nach knapp 12 Jahren im Bischofsamt abtreten sollen. Ein neuer Termin für das Ende seiner Amtszeit ist gemäss Mitteilung nicht bekannt. Offen ist auch, wer Vitus Huonder ablösen wird. Neu ist eine solche Verlängerung für das Bistum mit seinen knapp 700’000 Katholikinnen und Katholiken in sechs Kantonen nicht. Bereits Huonders Vorgänger, Bischof Amedée Grab, leitete nach seinem 77. Geburtstag noch fünf Monate die Diözese, als apostolischer Administrator. Huonder hingegen bleibt Bischof, wie ein Sprecher des Bistums Chur auf Anfrage präzisierte.

Tritt Vitus Huonder ab?

Am Ostersonntag endet die um zwei Jahre verlängerte Amtszeit des Churer Bischofs Vitus Huonder. Dass am Ostermontag ein neuer Bischof bekannt sein wird, gilt als unwahrscheinlich. Wahrscheinlicher ist eine Übergangslösung mit oder ohne Vitus Huonder. Für einen neuen Bischof muss der Apostolische Nuntius, Thomas E. Gullickson, zunächst Vorschläge nach Rom schicken. Der apostolische Stuhl trifft dann eine Auswahl, aus der heraus das 24-köpfige Domkapitel seinen Favoriten wählen muss. Dieser wird dann noch vom Papst bestätigt. Gegenwärtig ist noch nicht einmal bekannt, ob der Nuntius bereits seine Kandidatenvorschläge nach Rom geschickt hat. Am 22. April soll, so liess das Bistum Chur verlauten, ein «kurzes Communiqué» verbreitet werden.