Wie der Vatikan am Mittwoch, 26. April, bekannt gab, werden an der Synodalen Versammlung diesen Herbst in Rom erstmals in der Geschichte der römisch-katholischen Kirche Frauen als reguläre Mitglieder eingeladen. Mindestens 40 Frauen – Ordensfrauen und Laien – werden an der Versammlung Stimmrecht haben, verkündete der Vatikan. «Mit der erstmaligen Erweiterung der Bischofssynode um rund 40 Frauen mit Stimmrecht macht die römisch-katholische Kirche einen kleinen Schritt, der zugleich ein grosser Schritt ist im Reformprozess, dem so genannten Synodalen Weg», kommentierte die SRF-Religionsexpertin Judith Wipfler diese Meldung aus Rom.
Im Kloster Fahr hat die Schwesterngemeinschaft auf die Nachricht aus dem Vatikan angestossen, wie Priorin Irene Gassmann sagte. Bereits im Herbst 2018 hatten sich die Fahrer Schwestern für das Stimmrecht der Frauen in der Kirche stark gemacht. Priorin Irene Gassmann setzt sich – unterstützt von ihrer Gemeinschaft – seit Jahren mit Mut und Überzeugung für die Gleichberechtigung der Frauen in der katholischen Kirche ein.
Seit Februar 2019 beten Menschen donnerstags in verschiedenen Ländern das Gebet «Schritt für Schritt» für Veränderung und Gleichberechtigung in der katholischen Kirche. Initiiert, geschrieben und organisiert wurde es unter Federführung von Priorin Irene durch Frauen aus unterschiedlichen kirchlichen Kontexten.