Mit neuen Impulsen aus der Krise finden

  • Die finanziellen Einbussen für die Kirche scheinen nach zwei Coronajahren weniger schlimm zu sein als erwartet.
  • Schwer wiegen hingegen die Einflüsse der Coronamassnahmen auf das Pfarreileben.
  • Doch mit Phantasie, digitalen Hilfsmitteln und viel Engagement findet christliche Gemeinschaft trotzdem statt.
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St. Martin Entfelden hat allen Grund zu feiern

Die Pfarrei St. Martin in Entfelden feiert ihr 50-Jahr-Jubiläum ausgiebig. «Der Effekt ist gross», sagt Gemeindeleiter Samuel Behloul im Bericht des Badener Tagblatts. Nach dem Jubiläums-Auftakt mit dem Besuch des Disentiser Abts Vigeli Monn im letzten Dezember folgten in den vergangenen Monaten diverse Jubiläumsaktivitäten. So wurden unter anderem die Ausstellung «50 Interviews zum 50-Jahr Jubiläum» realisiert, in deren Rahmen 50 Mitglieder aller Altersstufen der Pfarrei über Gott und die Welt befragt wurden. Und für kommenden Sonntag, 28. November, steht nun der grosse Festgottesdienst an, 50 Jahre nach der Kirchweihe. Treibende Kraft hinter all diesen Feiern ist die Ortskirchenpflege mit dem Gemeindeleiter Samuel Behloul. Im Interview mit der AZ berichtet er: «Die Gemeinde ist im Jubiläumsjahr regelrecht aufgeblüht. Nicht nur, dass so viele Taufen gefeiert wurden, wie schon lange nicht mehr und der Adventsnachmittag mit Basteln und Geschichtenhören für Kinder über 80 Anmeldungen verzeichnet, es haben sich auch rekordverdächtig viele Kinder für das Ministrieren angemeldet.» Das gemeinsame Feiern der eigenen Wurzeln habe der Gemeinde neuen Schwung gegeben.

«Ich bin gar nicht verzweifelt»

  • Anlässlich der Generalversammlung des Vereins tagsatzung.ch hielt der Freiburger Professor für Moraltheologie und Ethik, Daniel Bogner, einen vielbeachteten Vortrag.
  • Im Nachgang zu seinem Auftritt in Olten beantwortete Daniel Bogner der Redaktion Horizonte einige vertiefende Fragen zu seinen Thesen und Ansichten.
  • Das ungekürzte Interview können Sie hier nachlesen.
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«Das Kind ist unterwegs – das hier ist der erste Ultraschall»

  • Im Auftrag des Bistums und der Landeskirche soll die Migrationspastoral im Kanton Aargau mit den bestehenden und noch zu bildenden Pastoralräumen zusammenwachsen.
  • Das Projekt «Zukunft Migrationspastoral im Kanton Aargau» hat ganz sicher noch einen langen Weg vor sich.
  • Beim Resonanztreffen mit allen Projektbeteiligten zeigte sich aber, dass der Wille zu einer «Gemeinschaft der Gemeinschaften» ungebrochen gross ist.
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Helvetia hat gepredigt – da und dort

  • Der Schweizerische Katholische Frauenbund (SKF) hatte dazu aufgerufen, dass am 1. August, dem Bundesfeiersonntag, in möglichst allen Kirchen der Schweiz Frauen die Predigt halten sollten.
  • Anlass zur Aktion «Helvetia predigt!» war der Umstand, dass dieses Jahr das Jubiläum 50 Jahre Frauenstimmrecht in der Schweiz gefeiert werden darf.
  • Vielerorts wurde den Frauen am gestrigen Sonntag das Predigtwort erteilt. In den katholischen Kirchen des Kantons Aargau hatten allerdings einmal mehr die Männer das Sagen.
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Buchverlosung für Newsletterabonnenten

  • Das Liturgische Institut der deutschsprachigen Schweiz liegt mit seinem Buch «Die Wort-Gottes-Feier am Sonntag» voll im Trend. Die Nachfrage ist so gross, dass im Frühjahr 2021 bereits die dritte Auflage gedruckt wurde.
  • Abonnenten des Horizonte-Newsletters haben jetzt die Chance, ein Exemplar dieses Deutschschweizer Feierbuchs, inklusive Ergänzungsheft mit Gebeten zu gewinnen.
  • Um an der Verlosung teilzunehmen, klicken Sie einfach das Bild an.
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Bischof lädt Gläubige ein zum synodalen Weg

Papst Franziskus will möglichst viele der weltweit 1,4 Milliarden Katholiken in die Kirchenentwicklung mit einbeziehen. Auch die 1,1 Millionen Gläubige des Bistums Basel. Am 17. Oktober dieses Jahres startet deshalb eine weltweite Befragung. Die Resultate werden an der Bischofssynode 2023 in Rom diskutiert.  Für den Bischof von Basel, Felix Gmür, kommt die Initiative des Papstes zum richtigen Zeitpunkt, denn viele Gläubige, Gemeinschaften und Gruppierungen suchen nach Wegen der Erneuerung. Bereits zuvor hatte Bischof Felix dafür eine Steuerungsgruppe mit dem Namen «Weg der Erneuerung» eingesetzt. Damit die Befragung professionell und möglichst unabhängig erfolgt, engagiert das Bistum das Forschungsinstitut gfs.bern. Eine Kampagne im Herbst soll möglichst viele Gläubige zur Teilnahme motivieren. Die Ergebnisse werden im Frühjahr 2022 kommuniziert und zusammen mit den Resultaten der anderen Diözesen durch die Schweizer Bischofskonferenz nach Rom geschickt. Horizonte wird fortlaufend über die Entwicklung und Ergebnisse dieser Aktion berichten.

Jubiläumsgottesdienst aus Erlinsbach

  • Am Sonntag, 20. Juni 2021, hatte die katholische Gemeinde von Erlinsbach gleich dreifachen Grund zu feiern: die Pfarrkirche wurde 150, der Kirchenchor 140 Jahre alt und Joice Kalathiparambil wurde zum Diakon geweiht.
  • Den festlichen Jubiläumsgottesdienst mit Diözesanbischof Felix Gmür liess die Pfarrei von einem eigens engagierten Videoteam live via YouTube streamen. Mit Erlaubnis der Kirchgemeinde, darf Horizonte diesen Stream hier verlinken.
  • So konnten auch Familie und Verwandte von Joice Kalathiparambil im fernen Kerala in Indien mit dabei sein, als der angehende Priester seine erste Weihe erhielt.
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«Seelsorger sind Wanderarbeiter»

  • Im Bistum Basel gibt es ein ungeschriebenes Gesetz: Alle Leitungspersonen in der Seelsorge sollten nach acht bis zwölf Jahren ihren Arbeitsort wechseln.
  • Das hat gute Gründe, denn auch Priester, Diakone und Pfarreiseelsorger sind nicht davor gefeit, in Routine zu verfallen.
  • Ein Wechsel ist für Seelsorger wie auch Gemeindemitglieder eine Chance, sagt der Personalverantwortliche des Bistums Basel.

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Vortrag: Priesteramt radikal neu denken

Am 20. Mai 2021, von 19.30 – 21.00 Uhr, hält Generalvikariatsrat Dr. Christian Hennecke im Auftrag des Klaus Hemmerle Forums ein Zoomreferat zum Thema «(Priester)Amt neu denken – Jenseits der rituellen Sackgassen». Schnellentschlossene können sich noch bis 16. Mai über diese Mailadresse anmelden: . Die Anmeldung ist nur über diese Mailadresse möglich. Der Vortrag möchte eine neue Perspektive eröffnen für das Verstehen des Amtes und für eine Entwicklung des kirchlichen Amtes in einer Kirche der Zukunft. Natürlich sind Nachfragen und eine anschließende Diskussion gewünscht. Dazu steht im Einladungstext: «Die Diskussion, die wir gewohnheitsmässig erleben, folgt den routinierten Gleisen. Und den gewohnten Auseinandersetzungen. Der synodale Weg thematisiert den priesterlichen Lebensstil und auch die Frage nach der Macht. Im Hintergrund stehen Bilder einer klerikalen Kirche. Gehört ein ‹Oben-Unten› wesentlich zur theologischen Tradition des katholischen Amtsverständnisses? Gehört das Dual ‹Priester-Laien› dazu? Was heißt hier überhaupt ‹Leiten› im sakramentalen Dienstamt? Welche Missverständnisse sind klärbar? Welche Diskussionen führen seit Jahrzehnten in die Sackgasse?» Auf Fragen wie diese gilt es, Antworten zu finden.

Pater Adam bleibt weiterhin suspendiert

In der heute erschienenen Ausgabe des Pfarrblatts Horizonte wendet sich auf den Seiten des Seelsorgeverbands Birmenstorf-Gebenstorf-Turgi (S. 28) Bischof Felix mit einem offiziellen Schreiben direkt an die Gläubigen des Seelsorgeverbands. In seinem Brief weist der Bischof von Basel darauf hin, dass die von ihm veranlasste Enthebung des Salvatorianerpaters Adam Serafin von sämtlichen Ämtern, die er bis 31. Dezember 2020 im Seelsorgeverband innehatte, auch durch die eingereichte Beschwerde gegen die bischöflichen Dekrete nicht aufgehoben werde. Die seelsorgerische Verantwortung für den Seelsorgeverband Birmenstorf-Gebenstorf-Turgi liegt seit der Amtsenthebung von Pater Adam direkt beim zuständigen Bischofsvikar, Valentine Koledoye.

Das Kandidatenkarussell dreht sich schon

  • Nach dem Rücktritt von Weihbischof Denis Theurillat vor zehn Tagen stellt sich die Frage: Wer wird wohl sein Nachfolger? Ein Aargauer?
  • Horizonte hat sich im katholischen Kirchenaargau etwas umgehört und hatte – erwartungsgemäss – Mühe, Namen von valablen Kandidaten zu erfahren.
  • Die Auswahl an Priestern, die dem vom Bistum geforderten Profil entsprechen, ist allerdings, mindestens im Kanton Aargau, nicht sehr gross.
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«Ich will dabei nicht draufgehen»

  • Viele Aufgaben und Verantwortungen lasten auf den Schultern von Pastoralraumpfarrern. Jeder versucht auf seine Weise, das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren.
  • Die Coronapandemie stellt die pastoral Verantwortlichen vor zusätzliche Herausforderungen und vor die Frage: wie weiter?
  • Horizonte hat in einigen Pastoralräumen nachgefragt und ein paar starke Antworten bekommen.
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Pfarrer Eugen Vogel ist gestorben

Am vergangenen Freitag, 15. Januar, um 19.05 Uhr, hat Gott den treuen Verkünder seines Wortes, Pfarrer Eugen Vogel, zu sich heimgeholt. Noch im vergangenen Jahr hat der dienstälteste Priester im Kanton Aargau bei guter Gesundheit sein 70-Jahr-Priesterjubiläum gefeiert. Horizonte durfte dazu ein Interview mit dem 96-Jährigen führen, worin er mit viel Humor und Dankbarkeit auf sein reiches Leben als Seelsorger zurückgeblickt hat. Für seine vielen Freunde und Mitbrüder und für seine Familie ist es sicher ein Trost, dass er bis zum Schluss seiner Lebensberufung als Verkünder des Evangeliums folgen und dann seine Augen in der Geborgenheit seines eigenen Hauses und umgeben von Menschen, die ihn liebten für immer schliessen durfte. In der Geschichte des heutigen Pastoralraums Brugg-Windisch hat der «Kirchenbauer» Eugen Vogel seinen festen Platz. Die Gemeinde Windisch wird ihrem Ehrenbürger ein hohes Andenken bewahren. Die Todesanzeige für Pfarrer Eugen Vogel lesen Sie hier.

Eugen Vogel und Konzelebranten

Jubiläum: Eugen Vogel ist schon seit 70 Jahren Priester

  • Vor 70 Jahren, am 29. Juni 1950, wurde Eugen Vogel in Solothurn zum Priester geweiht. Er ist nach dem Tod von August Berz der älteste Priester im Bistumskanton Aargau.
  • Horizonte besuchte den Jubilaren in seinem Haus in Hausen, wo er engagiert und humorvoll Rückschau hielt auf sein Leben und Wirken als Priester, das für ihn immer eine Berufung und niemals einfach nur ein Job war.
  • Zu seinem Jubiläum wünschte sich Eugen Vogel kein Fest, sondern eine Messe. Und eine solche hat er erhalten: am 29. Juni im Kirchenzentrum St. Marien in Windisch, wo er während 27 Jahren Pfarrer war.

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Felix Gmür, Bischof von Basel

Neues Konzept gegen sexuelle Übergriffe

Am 1. Juli 2020 setzt Bischof Felix Gmür das überarbeitete Konzept «Prävention und Intervention gegen sexuelle Übergriffe im kirchlichen Umfeld» in Kraft. Die kantonalen staatskirchenrchtlichen Exekutiven haben das Konzept zustimmend zur Kenntnis genommen und sich verpflichtet, die Massnahmen zur Intervention zu unterstützen. Als Basis des Präventionsteils gelten die Strafregisterauszüge, die regelmässig eingereicht werden müssen. Die Intervention folgt einem neuen Ablauf, etwa durch die Trennung zwischen «Forum externum» und «Forum internum» mit der Vorgabe, dass Amtspersonen wie der Bischof oder die Bischofsvikare nur im Forum externum handeln dürfen. Diesem Anliegen dient auch der Einsatz von kirchen-externen Beratungspersonen. Freiwillige, die in sensiblen Bereichen wie Kinder- und Jugendarbeit tätig sind, werden ebenfalls verpflichtet, die Standards einzuhalten. Die Zusammenarbeit zwischen dem pastoralen Auftraggeber und der jeweiligen Anstellungsbehörde wird standardisiert. Musterformulare gewähren eine gleiche Behandlung in der Diözese.

Bischof Felix Gmür

«Die Gesundheit zu schützen, ist oberstes Gebot»

  • Einmal im Jahr gibt der Bischof von Basel den Pfarrblättern seines Bistums ein Interview, bei welchem jeweils zwei Vertreter der schreibenden Zunft den Bischof befragen dürfen.
  • Heuer durften Anouk Hiedl vom «pfarrblatt» Bern und Christian Breitschmid von Horizonte den Bischof befragen. Die vom Ordinariat vorgängig eingeforderten Fragen und deren vom Bischof redigierten Antworten, sind unten in voller Länge angehängt.
  • Dieses Interview erscheint ab heute in sämtlichen Pfarrblättern der Deutschschweiz in dieser, vom Bischof autorisierten, oder auch in gekürzter Form.

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Bischofsvikar Valentine Koledoye

«Das ist es, was ich machen will: mein Bestes»

  • Am 1. Mai tritt der bisherige Pastoralraumpfarrer von Zuchwil, Dr. Valentine Koledoye, die Nachfolge von Christoph Sterkman als Bischofsvikar von St. Urs an.
  • Seine Einsetzungsfeier war für den 14. Mai in der Kirche St. Franz Xaver Münchenstein anberaumt. Doch aufgrund der Coronapandemie muss diese Feier verschoben werden.
  • Dennoch startet der geborene Nigerianer Valentine Koledoye zuversichtlich in sein neues Amt und verrät im Horizonte-Interview, in welchem Geist er seine Aufgabe meistern will.

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Markus Wentink

«Die Leute bei ihren Schmerzpunkten abholen»

  • Katholische Gottesdienste wirkten «verstaubt», war in einem Beitrag der Horizonte-Printausgabe Nr. 3/4 vom 5. Januar zu lesen. Diese Aussage führte zu teilweise heftigen Reaktionen von Seiten der Leserschaft.
  • In der heutigen Ausgabe, Nr. 7/8, geht Horizonte der Frage nach, ob die Gottesdienste im Aargau wirklich «verstaubt» wirken und was man gegen diesen Eindruck tun kann.
  • Da das gesprochene Wort einen wesentlichen Teil jedes Gottesdienstes ausmacht, fragte Horizonte beim Theologen und Sprecherzieher DGSS Markus Wentink nach, worauf Prediger achten müssen, wenn sie ihre Zuhörer packen wollen.

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Bischofsvikar Valentine Koledoye

Der neue Bischofsvikar «erfüllt alle Kriterien»

  • Mit der Ernennung von Pfarrer Valentine Koledoye als Bischofsvikar von St. Urs hat Bischof Felix Gmür den ersten afrikanischen Priester in seine Bistumsleitung aufgenommen.
  • Am 1. Mai 2020 wird der bisherigen Pfarrer des Pastoralraums Wasseramt-Ost (SO) die Nachfolge von Bischofsvikar Christoph Sterkmann antreten.
  • Der Priestermangel führt zwar dazu, dass immer weniger Stellen mit einheimischen Priestern besetzt werden können, bietet dafür aber auch neue Chancen.

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