Wo Gott spricht, da siegt die Liebe

  • Adrian Bolzern, im Aargau und weit darüber hinaus vor allem bekannt als «der Zirkuspfarrer», hat geheiratet und wird bald Vater.
  • Das wird ein neuer Weg für ihn und eine Chance für die Kirche.
  • Bischof Felix und die Römisch-Katholische Kirche im Aargau stehen hinter dem beliebten Seelsorger.
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«Eine Million Sterne» leuchten für Armutsbetroffene

Auch dieses Jahr setzt Caritas im Rahmen der traditionellen Solidaritätsaktion «Eine Million Sterne» ein Zeichen der Solidarität mit Armutsbetroffenen in der Schweiz. Am Samstag, 17. Dezember, werden Freiwillige und Besucher an fast 100 Orten besinnliche Anlässe mit Kerzenbildern gestalten, so auch am Graben in Aarau. Die Bevölkerung ist herzlich eingeladen, die Aktion durch ihren Besuch zu unterstützen.

Heute gelten in der Schweiz 722’000 Menschen als arm. Fast noch einmal so viele leben nur sehr knapp über der Armutsgrenze. Betroffene, die jetzt schon nicht wissen, wie sie die Rechnungen am Monatsende bezahlen sollen, geraten aktuell durch Inflation und steigende Energiepreise zusätzlich unter Druck. Caritas Aargau engagiert sich in der Armutsbekämpfung im Kanton Aargau und unterstützt Menschen in Not auf ihrem Weg in eine bessere Zukunft.

Am Graben in Aarau entzünden Mitarbeiter und Freiwillige von Caritas Aargau ab 16 Uhr ein Kerzenbild. Ab 17 Uhr singt der ökumenische Kinderchor «Voices of Aarau». Die Bevölkerung ist herzlich eingeladen, den Anlass zu besuchen, innezuhalten, eine Kerze anzuzünden und dadurch das starke Signal der Solidarität mit Menschen in Not und Armut zu unterstützen.

Weitere Informationen und die Veranstaltungsorte finden Sie unter www.einemillionsterne.ch sowie unter www.caritas-aargau.ch/einemillionsterne2022.

Das erste und letzte Kleidchen

  • Würdevoll Abschied nehmen von einem früh verstorbenen Kind. Das ermöglichen trauernden Eltern drei Frauen, die aus gespendeten Brautkleidern sogenannte «Engelskleider» nähen.
  • Ihre Idee und ihre Kreationen kommen so gut an, dass sie kaum noch nachkommen mit der Herstellung von Kleidchen, Bettchen und Cocoons.
  • Für ihr nicht gewinnorientiertes Angebot erhielten die Macherinnen von Engelskleider.ch dieses Jahr den G&G-Award des Schweizer Fernsehens.
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Erfolgreiche Aktion «Angelforce» mit mehr als 900 Jugendlichen

Selbstgemachte Müesliriegel, Abfallkunstwerke und viele Schuhkartons als Weihnachtspakete – die Vielfalt an Angelforceaktionen von Jugendlichen war in diesem Jahr enorm. Unter dem Motto «Beflügle deine Mitmenschen» waren in der vergangenen Woche über 200 Jugendliche im Aargau und über 900 in der ganzen Deutschschweiz als sozial engagierte Engel unterwegs. Mit Spass an der Sache nutzten Jugendliche in der Woche vom 12. bis 19. November ihre Talente, um etwas Gutes in ihrer Umgebung zu tun. Wer zum Beispiel in Baden die grün bemützten Jugendlichen traf, erhielt einen selbstgemachten Müesliriegel mit einer aufmunternden Botschaft geschenkt. Die Jugendlichen der Oberstufenreligruppe verteilten diese auf dem Samstagsmarkt an die Bevölkerung. Im Fricktal waren mehrere Gruppen als «Engel» im Einsatz und füllten Schuhkartonschachteln mit Lebensmitteln und Spielsachen für die Aktion «Weihnachtspäckli». Mit dieser Aktion erhalten Armutsbetroffene ein unverhofftes Geschenk. In Aarburg und Oftringen sammelten die Angelforceteilnehmer den Abfall vom Strassenrand und aus den Weiden und gestalteten damit ein eindrucksvolles Kunstwerk.

Neues Magazin des Arbeitskreises Kirche und Tiere AKUT

Letzte Woche ist die erste Ausgabe von «Laudato», dem neuen Fach- und Mitgliedermagazin des Arbeitskreises Kirche und Tiere (AKUT), erschienen. Das Magazin rückt die Tiere als Mitgeschöpfe in den Fokus, und regt zu einem vertieften Nachdenken über Tiere und den achtsameren Umgang mit ihnen an. «Laudato» erscheint zweimal jährlich in deutscher Sprache. Jede Ausgabe widmet sich einem Schwerpunktthema. Nebst Leitartikeln, Porträts und Kolumnen runden Hintergrundinformationen, praxisnahe Tips und Handlungshilfen für einen achtsamen Umgang mit Tier und Natur den inhaltlichen Teil ab.

Mitglieder, Gönner und Spender erhalten die gedruckte Ausgabe des Magazins kostenlos. Printexemplare der jeweiligen Auflage können zur Auflage in der Kirchgemeinde/Pfarrei beim Arbeitskreis Kirche und Tiere bestellt werden. Das Magazin steht zudem online kostenlos zum Download zur Verfügung: https://arbeitskreis-kirche-und-tiere.ch/laudato.

«Es gibt weniger Kriege, wenn Macht mit den Frauen geteilt wird»

  • Der Anthropologe und Zoologe Carel van Schaik erklärt, warum Menschen den Krieg erfanden.
  • Er sagt, dass sich der Impuls zu kämpfen ein- und ausschalten lässt und glaubt zu wissen, was die Welt letztlich friedlicher macht.
  • Das Interview mit Carel van Schaik ist zuerst in der interreligiösen Zeitung «zVisite» erschienen, die dem Thema Frieden gewidmet ist.
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Mit der jungen Kraft der Engel

  • Die Aktion Angelforce bringt seit Jahren Kinder und Jugendliche dazu, sich als vorweihnachtliche Engel für die Gemeinschaft zu engagieren.
  • Selbst in den Coronajahren brach das Interesse der jungen Aktivisten nicht ab.
  • Dieses Jahr erreicht die Teilnehmerzahl bereits wieder den Stand von vor Corona; allein im Aargau beteiligen sich 200 Kinder und Jugendliche in zwölf Gruppen.
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Religionen verbinden und spalten Gesellschaften

  • Stiften Religionen Frieden oder fachen sie Konflikte an und wirken kriegstreibend?
  • Beides, sagt Johanna Rahner. Die Theologin spricht über die Tendenz, sich abzugrenzen, und die Gefahr, sich vereinnahmen zu lassen.
  • Das Interview mit Rahner entstand im Rahmen der interreligiösen Publikation «zVisite», die dieser Tage anlässlich der Woche der Religionen als Beilage verschiedener Schweizer Pfarrblätter erscheint.
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Miteinander statt übereinander sprechen

  • Immer in der ersten Novemberwoche wird in der ganzen Schweiz die Woche der Religionen begangen.
  • Sie bietet jedes Jahr eine reiche Plattform des interreligiösen Dialogs und der kulturellen Begegnung.
  • Auch dieses Jahr wird vom 5.-13. November wieder viel Raum für religiöse Entdeckungen geschaffen.
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Ein grosses Fest der Dankbarkeit

  • Ohne die zahlreichen Freiwilligen in liturgischen Diensten wäre es schwierig, Gottesdienste und Messfeiern nach den Vorgaben der Kirche zu feiern.
  • Um diese Freiwilligen zu ehren und ihnen für ihre ehrenamtlichen Dienste danke zu sagen, veranstaltete das Liturgische Institut der deutschsprachigen Schweiz im Kloster Einsiedeln ein Fest.
  • Rund 300 dienstbare Seelen folgten der Einladung zum Fest für liturgische Dienste und erlebten einen inspirierenden Tag mit theologischem Tiefgang.
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Herbert Haag Preis geht an Julia Enxing und Feinschwarz

Der Herbert Haag Preis 2023 geht an Julia Enxing, Professorin für Systematische Theologie an der Technischen Universität Dresden, und an das theologische Feuilleton «Feinschwarz», ein österreichisch-schweizerisch-deutsches Gemeinschaftsprojekt. Sowohl Julia Enxing als auch die Macherinnen und Macher von «feinschwarz.net» werden dafür ausgezeichnet, dass sie mit ihrem Engagement konsequent den kirchlichen Binnenraum überschreiten und sich am säkularen Diskurs aus einer theologisch-religiösen Optik beteiligen. Sie treten damit für eine offene und diskursfähige Gesellschaft ein. Der Herbert Haag Preis will sie ermutigen, ihren Weg weiterzugehen. Die Preisverleihung findet am 26. März 2023 in Luzern statt.

Die ganze Medienmitteilung der Herbert Haag Stiftung lesen Sie hier.

Der Kitt, der unsere Gesellschaft zusammenhält

  • Das Podium Wasserschloss, die ökumenische Erwachsenenbildung Gebenstorf, startet am 26. Oktober mit einer neuen Veranstaltungsreihe.
  • An fünf Abenden widmen sich ausgewiesene Spezialisten auf dem Gebiet sozialer Wissenschaften der Frage «Was hält unsere Gesellschaft zusammen?»
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Grüne Güggel auf der Zielgeraden

  • Sieben Aargauer Kirchgemeinden und Pfarreien haben sich im «Konvoi II» auf den Weg gemacht zum Umweltlabel «Grüner Güggel».
  • In den nächsten Wochen dürfen fünf von ihnen ihre Zertifikate entgegennehmen.
  • Kirchgemeinden, die den Prozess zum Umweltlabel durchlaufen haben, seien fitter in Energiefragen und besser für die Zukunft gerüstet, betont der kirchliche Umweltexperte Andreas Frei.
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Projekt «Wohnstart» ist ein Erfolg

  • Seit einem Jahr bietet Caritas Aargau das Mentoringprojekt «Wohnstart» an.
  • Dabei vermitteln Freiwillige im Auftrag von Caritas Flüchtlingsfamilien die notwendigen Wohnkompetenzen, um in der ersten eigenen Wohnung nicht anzuecken.
  • Das Projekt ist ein Erfolg. Es wurde bereits für den Sozialpreis 2022 der Aargauer Landeskirchen nominiert.
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Auf der Strasse Gott begegnen

  • Vom 18. bis 25. September 2022 gibt es in Luzern wieder Strassenexerzitien.
  • Ein Angebot, das vor allem Nicht-Luzerner gerne nutzen, sagt Theologe Marco Schmid.
  • Schmid, der die Strassenexerzitien in Luzern organisiert, hat mit Exerzitienbegleiterin Elisabeth Buddeus-Steiff über das Besondere am Exerzieren in der Stadt gesprochen.
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Caritasprojekt ist nominiert für Sozialpreis 2022

Das Caritasprojekt «Wohnstart», das seit einem Jahr schon mit gutem Erfolg läuft, wurde für den Sozialpreis 2022 der Aargauer Landes­kirchen in Zusammen­arbeit mit benevol Aargau nominiert. Neben der Fachjury entscheidet auch ein Online-Voting mit, wer den diesjährigen Preis gewinnen wird. Wer dem nachhaltigen Projekt von Caritas Aargau seine Stimme geben will, gelangt hier direkt zur Abstimmungsplattform.

Das von Caritas Aargau lancierte Pilotprojekt «Wohnstart» macht Geflüchtete, die noch nicht lange in der Schweiz leben, mit der Lebens- und Verhaltensweise beim Wohnen vertraut. Es soll Problemen mit der Nachbarschaft, mit Vermietern und im Umgang mit der Infrastruktur der Wohnung vorbeugend begegnen. Das Mentoringprojekt findet im Haushalt statt, dadurch kann gezielt auf die konkreten Wohnsituationen eingegangen werden. Caritas Aargau sucht und koordiniert Freiwillige, und bildet diese für ihre Aufgabe als Wohncoach aus.

Viele Menschen investieren unentgelt­lich Zeit, ohne eigen­nützige Motive zu ver­folgen. Dieses frei­willige soziale Engage­ment ist nicht selbst­verständ­lich. Die Aargauer Landes­kirchen und benevol Aargau, die Fach­stelle für Freiwilligen­arbeit, honorieren es mit diesem Sozial­preis. Honoriert werden Privatpersonen, Orga­nisationen oder Institutionen, welche im Sozialen innovative und ausser­gewöhn­liche Projekte mit Koopera­tio­nen in der Freiwilligenarbeit durch­führen. Die Preis­verleihung ist ein Zeichen der Wert­schätzung und soll Menschen zu Freiwilligenarbeit motivieren.

Ab sofort kann man online seine Stimme abgeben. Das Voting ist noch bis 11. September 2022 offen, und hier geht’s zur Abstimmung.

Profit machen geht auch mit ethischem Anspruch

In ihrer neusten Ausgabe befasst sich die Schweizerische Kirchenzeitung SKZ mit dem schwierigen Thema des menschlichen Profitstrebens. Prima vista würde man davon ausgehen, dass die Armut den (Christen-)Menschen adelt und dass Reichtum eher ein Werk des Teufels ist. Doch es gibt, so erläutert Peter Schallenberg, Professor für Moraltheologie und Ethik an der Theologischen Fakultät Paderborn, Direktor der Katholischen Sozialwissenschaftlichen Zentralstelle (KSZ) in Mönchengladbach sowie Konsultor am Dikasterium für den Dienst zugunsten der ganzheitlichen Entwicklung des Menschen, in seinem Beitrag «Gut angelegt» durchaus die Möglichkeit eines nachhaltigen ethischen Verhaltens im Finanzsektor, das sogenannte Impact Investment. Die moralische Beurteilung des Berufs eines Menschen oder des damit erwirtschafteten Gewinns, schreibt Schallenberg, müsse darauf basieren, was jemand tut, nicht was jemand ist. «Deutlicher gesagt: Nicht nur das Streben nach persönlicher Armut, sondern – paradoxerweise – auch das Streben nach Gewinn kann ein Weg zum Himmel, zur Liebe Gottes sein, und entspricht Gottes Plan, allen Menschen ein menschenwürdiges Dasein zu ermöglichen – und zwar gerade durch dieses Gewinnstreben von talentierten Individuen.» Den ganzen, sehr lesenswerten Artikel, finden sie hier.

Handel mit Babies aus der Ukraine

Während die Welt mit Hoffen und Bangen die täglichen Kriegsnachrichten aus der Ukraine mitverfolgt, gehen andere Mitteilungen aus dem krisengeschüttelten Land sozusagen im Kriegslärm unter. Dabei sind solche Meldungen nicht minder erschreckend. So hat das Wiener Bioethikinstitut Imabe vor wenigen Tagen berichtet, dass in Tschechien mindestens 30 Säuglinge nach ihrer Geburt illegal an Ausländer verkauft worden sind. Die Kinder seien zuvor von Leihmüttern aus der Ukraine in Prag geboren worden. Imabe-Geschäftsführerin Susanne Kummer bezeichnete das Geschäft mit der Leihmutterschaft als «eine zutiefst unethische Praxis auf Kosten von Frauen und Kindern».

Tschechische Behörden ermitteln gegen eine ukrainische Agentur mit Niederlassungen in Charkiv, Kiew und Prag, berichtet die Nachrichtenagentur kathpress. Ein Mitarbeiter sei bereits in der Ukraine wegen Menschenhandels angeklagt worden. 1,2 Millionen Euro sollen die Betreiber der Agentur mit dem illegalen Handeln verdient haben. Pro Kind seien zwischen 60’000 und 70’000 Euro verlangt worden, die Leihmütter sollen 10’000 Euro erhalten haben. Die Kinder seien bis nach Nordamerika und nach China verkauft worden. In mehreren europäischen Ländern wird derzeit über die Legalisierung von Leihmutterschaft diskutiert.

Militärwallfahrt in Zeiten von Krieg

  • Nach drei Jahren Unterbruch pilgerten dieses Jahr wieder Tausende von Soldaten aus aller ​Welt nach Lourdes.
  • Angesichts des Ukrainekrieges war das Wallfahrtsthema «Meinen Frieden gebe ich Euch» brandaktuell.
  • In der Schweizer Pilgerorganisation sind Aargauer sehr aktiv.
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Auf «Zedaka» kann sich keiner etwas einbilden

  • Der hebräische Begriff «Zedaka» bedeutet «Spende». 
  • Das Judentum hat eine andere Tradition als das Christentum im Bezug auf das Geben und die Wohltätigkeit.
  • Während Christen Almosen geben, um ein gutes Werk zu tun, ist es für Jüdinnen und Juden eine Pflicht, zu teilen und so zur Heilung der Welt beizutragen.
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