Das unruhige Herz ist die Wurzel der Pilgerschaft

  • Die 6. Aargauer Kapellenwanderung führte am Samstag, 11. September, von der Antoniuskapelle in Ueken zur Dorfkirche von Hornussen.
  • Bernhard Lindner von der Fachstelle Bildung und Propstei konnte 50 Kapellenwanderer begrüssen.
  • Linus Hüsser und Charly Herzog begleiteten die Pilger mit historischen Fakten und unterhaltsamen Anekdoten durch den Tag.
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Landeskirchen gegen Zertifikatspflicht für Abdankungsfeiern

Die vom Bundesrat gestern Mittwoch, 8. September, vorgestellten weiterführenden Massnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung der Corona-Pandemie werden von der Evangelisch-reformierten Kirche (EKS) und der Schweizer Bischofskonferenz (SBK) unterstützt. Dies berichtet das katholische Medienzentrum kath.ch. Die Ausweitung der Zertifikatspflicht tritt ab Montag, 13. September, in Kraft und ist bis zum 24. Januar nächsten Jahres vorgesehen. Die beiden Landeskirchen begrüssen es, dass der Zugang zu Gottesdiensten und religiösen Veranstaltungen erst ab einer Anzahl von fünfzig Personen der Zertifikatspflicht unterliegt und betrachten die Anhebung der zertifikatsfreien Grenze als Ergebnis der Einwirkung der Landeskirchen im Rahmen der Vernehmlassung. Sie würden alles Mögliche unternehmen, damit sich die Teilnehmenden an Gottesdiensten nicht anstecken. Die Landeskirchen kritisieren jedoch, dass Abdankungen und andere, auch nicht-kirchliche Bestattungsrituale, nicht generell vom Zertifikatserfordernis ausgenommen sind. Die Möglichkeit, gemeinsam zu trauern und Abschied zu nehmen sei ein wesentliches Element der persönlichen und gesellschaftlichen Bewältigung von Krisensituationen. Weiterhin würden sie sich aktiv beim Bundesrat dafür einsetzen, dass Abdankungen von der Zertifikatspflicht ausgenommen werden.

Die Bischöfe können nicht «Ja» sagen

  • Am 26. September entscheidet das Schweizer Stimmvolk über die Vorlage «Ehe für alle».
  • Die Gegner führen rechtliche und moralische Bedenken ins Feld, während die Befürworter die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare als längst überfälligen Schritt bezeichnen.
  • Die Schweizer Bischofskonferenz äussert sich differenziert: Sie spricht sich dezidiert für Gleichberechtigung aus, tut sich aber schwer mit der Ausweitung des Ehebegriffs und der Nutzung der Fortpflanzungsmedizin.
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Gelungener Auftakt zur SchöpfungsZeit

Am 1. September hat die ökumenische SchöpfungsZeit begonnen. Die Auftaktveranstaltung fand zum fünften Mal in Rheinfelden statt. Dieses Jahr passte der Ort thematisch besonders gut, denn im Mittelpunkt der SchöpfungsZeit 2021 steht das Wasser. «Damit Ströme lebendigen Wassers fliessen» lautet die Überschrift. Die poetischen Worte stammen aus dem Johannesevangelium im Neuen Testament. Ein Stationenweg führte von der römisch-katholischen Kirche am Rhein entlang bis hoch zum Kraftwerk. Rolf Bürgi, Präsident des Fischereivereins Bezirk Rheinfelden, führte die dreissig Frauen und Männer vom Städtli flussaufwärts und erzählte über das Leben am und im Wasser. Von der sensiblen Äsche, die in den heissen Sommern 2003 und 2018 fast ausgestorben wäre, vom Aal, der unter den Turbinen der Kraftwerke leidet, vom Lachs, der darauf wartet, dass bei drei Kraftwerken im Elsass endlich auch Fischtreppen eingebaut werden, damit er wieder wie früher seine Reise vom Meer den Fluss hoch antreten kann. Bürgi schilderte, wie bei den Treppen Fische gezählt, gewogen und mit Sendern versehen werden, wies darauf hin, dass die Flüsse in Bezug auf Plankton oft zu sauber, in Bezug auf chemische Substanzen zu schmutzig seien und dass die Rückstände von Antibiotika und Antibabypille die Fische unfruchtbar mache.

Bei der abschliessenden liturgischen Feier beim Kraftwerk erzählte Daniel Frei vom Pfarramt für weltweite Kirche beider Basel die Geschichte von Mara, dem «Bitterbrunnen» in der Wüste, wie sie im Buch Exodus im Alten Testament überliefert ist. Mose wirft ein Stück Holz ins Wasser, worauf dieses trinkbar wird. Frei setzte die Geschichte in Beziehung zum Unfall von Schweizerhalle 1986, als Fische bis hinunter nach Mannheim starben, das Wasser sich rot färbte und eine dunkle Wolke über Basel hing. Dass das Rheinwasser heute trinkbar ist und Fische im Fluss schwimmen, sei keine Selbstverständlichkeit. Der Auftakt in die SchöpfungsZeit wurde musikalisch begleitet von Tamar Eskenian, einer international erfolgreichen Querflötistin, die auf der armenischen Hirtenflöte Shvi spielte. Ein eigens für diesen Anlass geschriebener Kanon von Jutta Wurm von der reformierten Kirche Region Rheinfelden sowie ein Ritual mit guten Wünschen fürs Wasser von Claudia Nothelfer von der römisch-katholischen Landeskirche Aargau schlossen die Feier ab. 

Vom 1. September (Schöpfungstag der orthodoxen Kirchen) bis zum 4. Oktober (Gedenktag des Schöpfungsheiligen Franz von Assisi) feiern die Kirchen schweiz- und weltweit die SchöpfungsZeit. Sie ist dem Gebet für die Erde und der Förderung eines nachhaltigen Lebensstils gewidmet. Der Verein «oeku – Kirchen für die Umwelt» erarbeitet jeweils Informationsmaterial und liturgische Unterlagen. Seit 2017 findet der Anlass der Landeskirchen Aargau und beider Basel zur Eröffnung der SchöpfungsZeit jeweils in Rheinfelden statt.

«Lebenslinien» – gefräst, beleuchtet und vertont

  • Unter dem Titel «Tracks Of Life» zeigt Horizonte-Jahreskünstler Roman Hofer, dass hinter dem Cartoonisten ein Künstler mit sehr tief verwurzeltem Glauben steckt.
  • Zusammen mit Ralph Wiedemeier und Roger Fehlbaum hat Roman Hofer eine Ausstellung konzipiert, die die Besucher einlädt, sich mit den Spuren zu befassen, die das Leben bei uns und die wir im Leben hinterlassen.
  • Ausgeklügelte Lichtprogramme und eigens komponierte Musik entführen die Betrachter dieser Kunst in wahrhaft andere Sphären.
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Gefängnisseelsorger/in (20%)

Die Römisch-Katholische Kirche im Aargau sucht infolge Pensionierung des jetzigen Stelleninhabers für die Bezirksgefängnisse sowie im Ausschaffungszentrum in Aarau per 1. Januar 2022 oder nach Vereinbarung eine Gefängnisseelsorgerin/einen Gefängnisseelsorger.

Aufgaben

  • Sie besuchen wöchentlich bis zweiwöchentlich die Bezirksgefängnisse und das Ausschaffungszentrum. Sie begleiten ungeachtet des Delikts oder der religiösen Prägung Inhaftierte, die sich in Untersuchungs- resp. Ausschaffungshaft befinden.
  • Als seelsorgliche Ansprechperson bieten Sie Unterstützung in schwierigen Lebenssituationen und sind auch für die Mitarbeitenden in den Bezirksgefängnissen und ihre Anliegen da.
  • In ausserordentlichen Situationen werden Sie für Kriseninterventionen beigezogen werden.
  • Im Rahmen der ökumenisch verantworteten Seelsorge arbeiten Sie eng mit dem reformierten Gefängnisseelsorger, den Gefängnisleitungen, den Fachdiensten und dem Gefängnispersonal zusammen.

Voraussetzungen

  • Sie verfügen über ein abgeschlossenes Theologiestudium und absolvieren die Berufseinführung des Bistums Basel (oder verfügen über einen gleichwertigen Abschluss). Idealerweise haben Sie eine Zusatzausbildung für die Seelsorge im Straf- und Massnahmenvollzug absolviert oder sind bereit, diese berufsbegleitend zu absolvieren.
  • Sie bringen Erfahrung in erfolgreicher pastoraler Tätigkeit in einer Pfarrei mit. Teamarbeit ist für Sie ein wichtiger und bereichernder Faktor, und Sie bringen grosses Interesse und die Bereitschaft zur ökumenischen und interreligiösen Zusammenarbeit mit.
  • Als empathische Persönlichkeit mit ausgeprägten kommunikativen Fähigkeiten können Sie Menschan adressatengerecht begegnen und sie sorgfältig begleiten.
  • Sie teilen die Werte der ökumenisch verantworteten Seelsorge und tragen diese im Rahmen Ihrer Tätigkeit mit. Sie sind auch bereit, sich auf die besonderen Abläufe in den Gefängnissen einzulassen. Örtliche Flexibilität und mobiles Arbeiten sind Sie gewohnt.

Auskunft

Hans Niggeli, Fachstellenleiter Spezialseelsorge, , T 062 832 42 77

Bewerbung bis 15. Oktober

per Mail an: oder per Post an:

Bischöfliches Ordinariat, Abteiltung Personal, 4502 Solothurn

 

Vorbeugen ist besser als trauern

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die International Association for Suicide Prevention (IASP) haben 2003 erstmals den 10. September als Welttag der Suizidprävention ausgerufen. Seitdem finden jährlich an diesem Datum Veranstaltungen statt, die vorwiegend von Organisationen aus dem Gesundheitsbereich bzw. der Suizidprävention veranstaltet werden. Im Kanton Aargau engagieren sich Tel 143 – Die Dargebotene Hand zusammen mit der Fachstelle Suizid-Netz Aargau, der Römisch-Katholischen Kirche im Aargau und dem Verband Aargauer Psychologinnen und Psychologen VAP in diesem Jahr mit einer Strassenaktion und einer Abendveranstaltung am Welttag der Suizidprävention. Dabei stellen alle beteiligten Organisationen die psychische Gesundheit in den Fokus.

Unter dem Titel «Alltagsfarbentauglich – eine Strassenaktion­» werden am Freitag, 10. September 2021, von 11 – 13 Uhr, auf der Igelweid in Aarau die Passanten vor Ort dazu ermutigt, im persönlichen Umfeld die psychische Gesundheit ins Sichtfeld zu rücken. Bei dieser Aktion kommt Farbe ins Spiel und ein unbeschriebenes Blatt wartet auf Farbtupfer. Zusammengefügt entsteht ein einmaliges Kunstwerk. Dazu liegen Informationen verschiedener Fachstellen bereit, um im grauen Alltag zu wissen, wo Hilfe zu holen ist.

Die Veranstaltung «Aufeinander zugehen – Können wir’s noch?» lädt ein zur physischen oder auch virtuellen Teilnahme. Dabei geht es um die Frage, wie man das Aufeinander-Zugehen üben kann und wie es trotz Abstandhalten gelingt. Ungewissheit, schlechtes Gewissen oder Unsicherheit lassen Menschen einer Begegnung entgegenfiebern oder diese eben auch vermeiden. Welche Steine legen sich der Begegnung in unserer heutigen Welt in den Weg? Die Reaktionen der Teilnehmer nimmt das Playbacktheater gehdicht.ch entgegen und spielt diese ad hoc zurück, am 10. September, von 19.30 – 21.30 Uhr, entweder live im Reformierten Kirchengemeindehaus, Oelrainstrasse 21, in Baden oder via Livestream. Hier geht’s zum Trailer der Veranstaltung. Mehr Informationen und die Möglichkeit, sich direkt anzumelden gibt’s auf der Website von Tel 143 – Die dargebotene Hand.

Ausserdem finden aktuell und noch bis am 1. November 2021 die Aktionstage psychische Gesundheit statt. Mehr als 30 Institutionen sensibilisieren für das Thema, vermitteln Informationen und schaffen ein Bewusstsein für den Umgang mit psychischer Gesundheit.

Damit Ströme lebendigen Wassers fliessen

  • Novizin Judith vom Kloster Fahr engagiert sich, zusammen mit ihren Mitschwestern, für einen achtsamen Umgang mit der Umwelt und für den Schutz des Wassers als Lebensgrundlage des Planeten Erde.
  • Darum feiern die Fahrer Schwestern an drei Mittwochen im September, dem Schöpfungszeitmonat, unter dem diesjährigen Motto «Damit Ströme lebendigen Wassers fliessen».
  • Horizonte war gestern bei der ersten Schöpfungszeitvesper dabei. Die nächsten finden statt am 15. und 29. September, um 17.45 Uhr, im Kloster Fahr.
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Auf zur 6. Kapellenwanderung!

  • Die 6. Aargauer Kapellenwanderung führt am 11. September von der Antoniuskapelle in Ueken zur Dorfkirche von Hornussen.
  • Die Wanderung ist auch für weniger trainierte Rotsocken gut zu meistern. Sie lockt vor allem mit kulturhistorischen Schätzen und seelischer Nahrung.
  • Trotzdem bleiben auf der Tour durchs obere Fricktal auch die leiblichen Bedürfnisse nicht auf der Strecke.
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SRF info überträgt Gedenkfeier für Hans Küng live

Zum Andenken an Hans Küng findet in der Jesuitenkirche in Luzern am 3. September um 17.30 Uhr eine Gedenkfeier statt. Der international bekannte römisch-katholische Theologe, Kirchenkritiker und Gründer der Friedensinitiative «Weltethos» ist am 6. April 2021 an seinem Wohnort Tübingen gestorben. «Ein besinnliches und heiteres Gedenken» hatte sich der 1928 geborene Hans Küng gewünscht. Diesem Wunsch kommen die Stiftungen «Herbert Haag – für Freiheit in der Kirche» und «Weltethos Schweiz» mit dieser Gedenkfeier nach. Der Priester, Professor und Weltbürger Hans Küng rief seine Kirche zu radikalem Umdenken auf. Er provozierte und hinterfragte die Unfehlbarkeit des Papstes. Die Freiheit des Glaubens und die Verantwortung für ein globales und interreligiöses Ethos waren Eckpfeiler seines Christseins. Während der Gedenkfeier in Luzern werden Würdigungen und Texte aus dem Werk von Hans Küng vorgetragen. Der Basler Bischof Felix Gmür spricht zusammen mit dem Rottenburger Bischof Gebhard Fürst ein Gebet für Hans Küng. Musikalisch gestalten die Feier das Basler Capriccio Barockorchester und die Sängerinnen und Sänger des Ensemble Corund Luzern unter der Dirigentin Lena-Lisa Wüstendörfer. Schweizer Radio und Fernsehen SRF überträgt die Gedenkfeier live auf dem Kanal SRF info. Mehr über Leben und Werk von Hans Küng lesen Sie hier.