«Was für Geschichten!»

  • Abgesagte Seniorennachmittage liessen Rita Brügger und Christine Seiler kreativ werden. Sie griffen zum Telefon und lernten alte Bekannte ganz neu kennen.
  • Die beiden Frauen führten Interviews mit den Seniorinnen und Senioren und schrieben ihre Lebensgeschichten auf.
  • Im daraus entstandenen Heft steckt Schönes und Schweres, aber vor allem Dankbarkeit für das gelebte Leben.
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Mai-Aktion des Hilfswerks «Brücke – Le pont»

Im Projekt Culinaria des Hilfswerks «Brücke – Le pont» der Katholischen Arbeitnehmerinnen- und Arbeitnehmerbewegung Schweiz (KAB) bilden sich Jugendliche aus brasilianischen Armenvierteln in der Gastronomie aus. Ihre neu erworbenen Kompetenzen öffnen ihnen den Weg zu einer Arbeit und einem Leben in Würde. Im Projekt erwerben die Jugendlichen in der Berufsschule «Pimenta do Reino» (Portugiesisch für «schwarzer Pfeffer») fachliche und soziale Kompetenzen. Sie lernen insbesondere, lokale Nahrungsmittel zu gesunden Mahlzeiten zu verarbeiten. Zusätzlich besuchen sie Kurse zu Arbeitsrechten und Umweltthemen und erstellen einen individuellen Lebensplan mit ihren beruflichen und persönlichen Zielen. Nach der Ausbildung unterstützt sie das Projektteam beim Bewerbungsprozess oder beim Aufbau ihres eigenen Unternehmens. Eine von 120 Jugendlichen, die das Projekt Culinaria besuchten, ist Andreza Barbosa da Costa. Sie blickt mit Freude auf ihre Ausbildung zurück: «Die Schule hat mein Leben stark bereichert.» Andreza hat eine eigene Marke aufgebaut und verkauft erfolgreich Gebäck mit Zutaten aus ihrer Heimatregion. Sie möchte sich selbst in der Berufsbildung engagieren und hat grosse Pläne: Ihr Unternehmen soll wachsen und dringend benötigte Arbeits- und Ausbildungsplätze in der Region schaffen. Andreza will die Menschen mit gutem Essen begeistern und gleichzeitig dafür sorgen, dass sie selbst und andere von ihrer Arbeit leben können: «Ich glaube, dass wir alle einen Zweck auf dieser Erde haben und wenn mein Diplom oder mein Beruf nur mein eigenes Leben verändern, ist das nicht viel wert.» Ihre Zielstrebigkeit und das grosse Engagement des Projektteams stimmen zuversichtlich, dass noch viele weitere Jugendliche aus armen Verhältnissen eine gute Stelle finden – und damit auch ihr Umfeld zum Positiven verändern.

Brücke – Le pont unterstützt mit dem Programm «Arbeit in Würde» mit rund 30 Projekten benachteiligte Menschen in Afrika und Lateinamerika. Jedes Jahr stellt das KAB-Hilfswerk den katholischen Pfarreien einen Gottesdienstvorschlag zu. Den aktuellen Vorschlag zum Thema «Hunger nach Wissen» finden Sie auf der Website: www.bruecke-lepont.ch/mai-aktion

 

Seit 40 Jahren Bildungshaus

Propstei Wislikofen für «Swiss Location Award» nominiert

Die Propstei Wislikofen, das Bildungshaus der Römisch-Katholischen Kirche im Aargau, ist für den «Swiss Location Award» nominiert. Der Award zeichnet jährlich in verschiedenen Kategorien die besten Locations der Schweiz aus und ist damit ein wichtiges Gütesiegel der Eventbranche für «herausragende Hotels, Restaurants, Tagungs-, Kongress- und Eventlocations». Seit 2016 zeichnet der Swiss Location Award die besten Hotels, Restaurants, Kongress- und Eventlocations der Schweiz aus. Rund 900 Lokale sind in diesem Jahr nominiert, in der Kategorie Seminarhotels und Tagungslocations – zu denen die Propstei Wislikofen zählt – sind es 188 Nominierte. «Der Award ist ein wichtiges Gütesiegel. Ihn zu gewinnen, wäre wirklich toll», sagte Claudia Mennen, Leiterin Bildung und Propstei, gegenüber der Aargauer Zeitung.

Die teilnehmenden Betriebe erhalten eine unabhängige Einschätzung durch Veranstalterinnen, Besucher und Fachjury und profitieren durch ihre Teilnahme von der Wahrnehmung durch eine breite Öffentlichkeit. Besucherinnen und Besucher der nominierten Betriebe können online mitbestimmen. Wer die Propstei Wislikofen also kennt und schätzt, kann bis Ende Mai online die Stimme für sie abgeben (Hier geht es zur Abstimmung). Die Auszeichnung findet am Dienstag, 15. Juni 2021, statt.

«Leben, was geht!» geht auf Reisen

  • Kantonsschullehrer Martin Steiner hat vor einem Jahr das Thema Suizid aus der Tabuzone geholt. Seine Ausstellung «Leben, was geht!» wurde zuerst in der Kantonsschule Wohlen gezeigt, dann im Wohler Chappelehof.
  • Aktuell gastiert die interaktiv-multimediale Ausstellung in Bremgarten und wandert anschliessend weiter durch den Aargau und andere Deutschschweizer Kantone.
  • In «Leben, was geht!» erzählen die Überlebenden. Das macht die Beschäftigung mit dem Thema Suizid zu einer sehr persönlichen Erfahrung.
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Im Tandem abheben ab Wohlen

  • Am 10. Mai findet zum ersten Mal seit Begründung des Mentoringprojekts Co-Pilot von Caritas Aargau ein Informationsanlass für neue Co-Piloten via Zoom statt.
  • Gleichzeitig wird Wohlen mit diesem virtuellen Anlass zum reellen neuen Standort im stetig wachsenden Kreis von Caritas-Piloten und -Co-Piloten, die während ein bis zwei Jahren gemeinsam unterwegs sind zur Integration.
  • Interessierte Co-Piloten können sich jetzt zum Informationsabend anmelden.

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Gebenstorf-Turgi: Budget und Rechnung erneut abgelehnt

An der Urnenabstimmung in der Kirchgemeinde Gebenstorf-Turgi vom 2. Mai 2021 lehnte eine Mehrheit der Stimmberechtigten das Protokoll und die Rechnung 2019 sowie den Voranschlag für das laufende Jahr ab. Jeweils etwa zwei Drittel der Stimmenden legten bei den drei Abstimmungen ein Nein in die Urne. Hintergrund der Ablehnung sind die schon länger publik gewordenen grossen Differenzen zwischen Kirchenpflege und der Initiativgruppe Gebenstorf-Turgi. Die Gruppe hatte im Vorfeld der Abstimmung «gravierendes Misstrauen» gegenüber der Geschäftsführung der Kirchenpflege geltend gemacht und die Ablehnung der Rechnung und des Voranschlags gefordert. 

Bereits aus der ersten Abstimmung vom 24. Januar 2021 hatte die Ablehnung von Protokoll, Rechnung und Budget resultiert. Die erneute Rückweisung hat zur Folge, dass der Vorgang zur Prüfung an den Kirchenrat der Römisch-Katholischen Kirche im Aargau geht.

Presseschau

Mediensonntag 2021: «komm und sieh»

Am Wochenende vom 15. / 16. Mai feiert die katholische Kirche den Mediensonntag. Dazu wird die Kollekte für die kirchliche Medienarbeit aufgenommen. Mit der Kollekte des Mediensonntags werden die katholischen Medienzentren von Zürich (kath.ch), Lausanne (cath.ch) und Lugano (catt.ch) vorrangig begünstigt. Diese Zentren stellen sowohl dem katholischen als auch dem nichtkatholischen Publikum Informationen über das Leben der Kirche und der religiösen Gemeinschaften in der Schweiz, im Vatikan und in der ganzen Welt zur Verfügung. Die Arbeit wird von professionellen Journalistinnen und Journalisten geleistet. Das gesammelte Geld dient ausserdem zur Finanzierung des Medienpreises der Schweizer Bischofskonferenz sowie der Aktivitäten der Kommission für Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit der Schweizer Bischofskonferenz.

Papst Franziskus schreibt in seiner Botschaft zum diesjährigen Mediensonntag, der unter dem Leitspruch «komm und sieh» steht über die Arbeit der Journalisten: «Auch der Journalismus als Erzählung der Wirklichkeit erfordert die Fähigkeit, dorthin zu gehen, wo sonst niemand hingeht, also einen Aufbruch und den Wunsch, zu sehen. Neugierde, Offenheit und Leidenschaft. Wir müssen danken für den Mut und den Einsatz so vieler Medienschaffender – Journalisten, Kameraleute, Filmeditoren und Regisseure, die oft unter großen Gefahren arbeiten -, wenn wir heute zum Beispiel etwas über die schwierige Lage verfolgter Minderheiten in verschiedenen Teilen der Welt erfahren; wenn die vielfältige Gewalt und Ungerechtigkeit gegen die Armen und gegen die Schöpfung angeprangert werden; wenn über so viele vergessene Kriege berichtet wird. Es wäre ein Verlust nicht nur für die Information, sondern für die gesamte Gesellschaft und für die Demokratie, wenn diese Stimmen verschwinden würden: unsere Menschheit würde ärmer werden.