Mehr Abstand, weniger Risiko

Einzelne Ignoranten gefährden Mitchristen

  • Im Pastoralraum Region Brugg-Windisch wurden freiwillige Helfer von Gottesdienstbesuchern angepöbelt, weil sie für die Einhaltung der Coronaschutzmassnahmen eintraten.
  • Horizonte hat in weiteren Kirchenzentren des Kantons nachgefragt, wie es um das Verständnis der Kirchgänger für die Covid-19-Prävention steht.
  • Fazit: Die meisten Gläubigen haben verstanden, dass sie durch das Einhalten der Regeln nicht nur sich selber, sondern vor allem auch ihre Mitchristen vor einer Ansteckung bewahren.

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Jakobsweg: Gravierender Einbruch der Pilgerzahlen

Zum Neustart auf dem Jakobsweg hat das Pilgerbüro von Santiago de Compostela die neuesten Zahlen vorgelegt: Im Juli trafen rund 10’000 Pilger ein. Das ist ein gravierender Einbruch zu den Vorjahren. Die Statistik belegt, was bereits abzusehen war: Der Zulauf auf dem Jakobsweg ist durch die Corona-Krise dramatisch eingebrochen. Reisende finden den Jakobsweg im jetzigen Corona-Sommer so leer wie sonst nie vor, sehen sich aber bei Planung und Unterwegssein mit erheblichen Schwierigkeiten konfrontiert. Die Flugverbindungen sind drastisch reduziert, viele Pilgerherbergen haben geschlossen und werden in diesem Jahr auch nicht mehr öffnen. Ihre Rolle als beliebte Treffpunkte, in denen sich sonst Völkerverständigung im Kleinen abspielt, haben die geöffneten Herbergen durch Abstands- und Hygieneregeln verloren. Gemeinsam kochen, im Aufenthaltsraum zusammen über Gott und die Welt diskutieren – das ist vorerst nicht mehr möglich.

«Kirche in Not» hilft im Libanon

Um den Betroffenen der Explosion in der libanesischen Hauptstadt Beirut beizustehen, hat das weltweite katholische Hilfswerk «Kirche in Not (ACN)» Lebensmittelhilfen in Höhe von 250’000 Euro auf den Weg gebracht. Damit sollen arme Familien versorgt werden, die von der Detonation unmittelbar betroffen sind oder ihr Zuhause verloren haben. Lokalen Quellen zufolge sind bei der Explosion im Beiruter Hafenviertel mindestens 130 Menschen ums Leben gekommen und über 4000 Personen verletzt worden. Internationale Medien berichteten, dass bis zu 300 000 Einwohner obdachlos geworden sind. Um den Überlebenden der Katastrophe in Beirut beistehen zu können, ruft «Kirche in Not (ACN)»zum Gebet für die Opfer und ihre Familien auf und bittet um Spenden.

5G fordert Kirchgemeinden heraus

  • Die Netzbetreiber Swisscom, Sunrise und Salt sind auf der Suche nach neuen Standorten für Mobilfunkanlagen.
  • Anfragen von Telekomfirmen gelangen auch an Kirchgemeinden, da Kirchtürme aus technischer Sicht ideale Antennenstandorte sind.
  • Eine solche Anfrage kann für Kirchenpflegen bedeuten, sich einer emotional geführten Debatte auszusetzen, die medizinische, ethische und spirituelle Fragen betrifft.

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Benedikt XVI nicht in Gefahr

Der emeritierte Papst Benedikt XVI. soll einem Medienbericht zufolge nach seiner Regensburg-Reise ans Sterbebett seines Bruders Georg selbst schwer erkrankt sein. Dies dementiert nun sein Privatsekretär. Erzbischof Georg Gänswein, Sekretär von Papst Benedikt, liess am Montag über die vatikanische Pressestelle mitteilen, dass der 93-Jährige «sich in der akuten Phase einer schmerzhaften, aber nicht ernsten Krankheit befindet».

Erfolgsprojekt der Fachstelle Diakonie am Ende?

  • Seit zwölf Jahren organisiert Kurt Adler, Leiter Fachstelle Diakonie der Katholischen Kirche Aargau, in Wislikofen eine Ferienwoche für Alleinerziehende.
  • Die diesjährige Ausgabe dürfte die vorerst letzte gewesen sein. Es sei denn, es findet sich ein neues Organisationsteam. Und selbst dann dürfte es frühestens in zwei Jahren weitergehen, denn: im kommenden Sommer wird in der Propstei umgebaut.

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Adrian Bolzern

Lozärner Määs auch abgesagt

Nach der Basler Herbstmesse ist mit der Lozärner Määs auch der letzte grosse Jahrmarkt wegen der Coronapandemie abgesagt worden. Für die Schaustellerbranche bedeutet das eine Katastrophe – viele Familienbetriebe sind existenziell bedroht, der für die Branche zuständige Seeslorger Adrian Bolzern befürchtete unlängst sogar das «Sterben der Chilbi» (Horizonte berichtete). Die Verbände wollen nun versuchen, mit gezielten Aktionen auf ihre Situation aufmerksam zu machen und beim Bundesrat um Unterstützung weibeln. Für den 20. August ist auch eine Demonstration in Bern geplant.