Papst lässt sich gegen Corona impfen

Papst Franziskus lässt sich nächste Woche gegen das Coronavirus impfen. Das sagte er im Interview des italienischen Senders Canale 5, das am Sonntagabend ausgestrahlt wird. Der Vatikan sei bereit, mit den Immunisierungen in den eigenen Reihen zu beginnen. «Ich habe mich angemeldet, es muss getan werden», so das Kirchenoberhaupt. Er glaube, dass aus ethischer Sicht jeder den Impfstoff nehmen sollte. Wer es nicht tue, setze nicht nur das eigene, sondern auch das Leben anderer aufs Spiel. Der 84-Jährige kritisierte in diesem Zusammenhang eine «selbstzerstörerische Verweigerungshaltung», für die er kein Verständnis habe. Er könne sich nicht erklären, wieso manche Skeptiker eine Impfung für gefährlich hielten. Wenn die Ärzte das Präparat für unbedenklich erachteten, spreche seiner Meinung nach nichts dagegen. Der Argentinier verwies auf seine Kindheitserfahrungen während der Polio-Krise: Nicht nur damals habe sich ein Impfstoff als segensreich erwiesen. Bereits vor einigen Tagen hatte der Vatikan mitgeteilt, dass man mit einem zügigen Start der Corona-Impfungen rechne. Es seien rund 10’000 Dosen des Mittels vom Mainzer Hersteller Biontech und seines US-Partners Pfizer bestellt worden.

Der Advents-Broadcast öffnete Türen

  • 27 Impulse zum Thema «Tür und Tor» erreichten die Teilnehmer des Horizonte-Broadcasts im vergangenen Advent.
  • Hinter den digitalen Überraschungspäckli steckte Redaktor Christian Breitschmid.
  • Im Rückblick erzählt er über den Austausch mit den Leserinnen und Lesern, technische Pannen und warum er manchmal fast das Nachtessen vergass.
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Allianz «Es reicht!» wird neu organisiert

Wie das Nachrichtenportal kath.ch berichtet, will sich die Allianz «Es reicht!» neu aufstellen. Die Allianz aus 14 verschiedenen kirchlichen Organisationen formierte sich im Jahr 2014 und setzte sich für eine «dialogfähige, befreiende und solidarische Kirche» ein. Die Zukunft der Allianz wesentlich mitgehalten wird Valentin Beck, der aktuelle Bundespräses von Jungwacht Blauring. Er gehört zu einer Steuerungsgruppe, die den Übergang zur neuen Organisation koordiniert. Valentin Beck sagte gegenüber kath.ch: «Es reicht nicht, gegen etwas zu sein. […] Wir wollen die Reformstimmen in der Kirche bündeln und zu einer kampagnenfähigen, relevanten Grösse werden.» Das neue Bündnis wird ein Verein sein – mit wenigen Mitgliedern. Beim eigentlichen Netzwerk sollen alle mitmachen können. Wer die Geschäftsstelle übernehmen wird und wo diese angesiedelt ist, stehe noch nicht fest. Alles sei noch im Fluss und werde am 25. Januar in einer Zoom-Konferenz diskutiert, erklärte Valentin Beck gegenüber kath.ch. Laut Valentin Beck verstehe sich die neue Organisation nicht als Fundamental-Opposition, sondern als Brückenbauer: «Wir wollen ein Ansprechpartner sein für eine zukunftsfähige und glaubwürdige Art von Kirche. Wir reichen den Bischöfen die Hand und möchten sie bei Reformen unterstützen.» Es stünden noch Treffen mit Vertretern der Kantonalkirchen und den Jugendorganisationen aus. Danach müsse der Weg der Erneuerung erst richtig losgehen, sagte Valentin Beck.

 

Buch «Kreuz unser» zu gewinnen

  • In zwei Beiträgen ist Horizonte der historischen und persönlichen Bedeutung der Wegkreuze nachgegangen.
  • «Das christliche Kreuz prägt Lebensentwürfe», sagt der Theologe und Religionspädagoge Alfred Höfler in seinem Buch «Kreuz unser».
  • Newsletter-Leserinnen und -Leser können ein Exemplar des Buchs gewinnen. Mit Klick aufs Bild können Sie an der Verlosung teilnehmen.
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Sternsingen einmal anders

  • Nach einem alten Brauch ziehen zum Fest der Heiligen Dreikönige Kinder als Sternsinger von Haus zu Haus. Sie bringen ein Ständchen dar, segnen das Haus und sammeln für einen guten Zweck.
  • Dieses Jahr durften die Sternsinger jedoch nicht singen. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat aufgrund der aktuellen Coronasituation ein öffentliches Singverbot verhängt.
  • Viele Pastoralräume mussten daraufhin das Sternsingen absagen. Nicht so der Pastoralraum Region Lenzburg und die Sternsinger aus Seon. Horizonte hat die cleveren Könige auf ihrer Tour begleitet.  
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Zum Konflikt im Wasserschloss

Sie erinnern sich: Zweimal hat die Kirchenpflege die Kirchgemeindeversammlung verschoben. Angeblich corona-bedingt und angeblich auf Druck einzelner Pfarreiangehöriger. Nun kommt also die Urnenwahl. Und da staunt man nicht schlecht: Ein neues Traktandum taucht auf – Pfarrwahl. Wieder versucht die Kirchenpflege, wie schon vor fünf Jahren, die Stimmbürger zu hintergehen. Mit Eigenmächtigkeit und Halbwahrheiten. Denn Priester und Diakone benötigen in jedem Fall für eine Tätigkeit im kirchlichen Dienst des Bistums Basel die Erlaubnis durch den zuständigen Bischof. Nur einen solchen Kandidaten könnten wir dann wählen. Wie wir es früher auch gemacht haben. Aber weder Pater Adam noch einer der vielen Aushilfen erfüllt diese Anforderung: Pater Adam ist gar des Amtes enthoben und darf im ganzen Bistum Basel keine priesterlichen Dienste mehr leisten. Ausserdem hat der Kirchenrat seinen zivilen Anstellungsvertrag auf Ende Februar gekündigt und ihn schon ab 1. 1. 2021 freigestellt. Auch Francis King und andere Aushilfen haben keine Missio von Bischof Felix und wären somit nicht wählbar. Offenbar ist sich die Kirchenpflege dessen auch bewusst, da sie keinen Kandidaten vorschlägt und wohl hofft, dass Pater Adam viele Stimmen von seinen Anhängern bekommt. Aber wir werden dafür kämpfen, dass unsere Kirchenpflege nicht noch einmal einen Priester am Bistum vorbeischmuggeln kann.

Sternsingen bis 2. Februar verlängert

In diesen Tagen ist die Aktion Sternsingen in vollem Gang. Unter besonderen Bedingungen bringen die Sternsingerinnen und Sternsinger den Segen zu den Menschen. Weil die Aktion vielfach nicht auf dem Weg eines herkömmlichen Besuchs durchgeführt werden kann, wird die Sternsingerzeit nun bis zum 2. Februar verlängert, erklärt das für die Koordination zuständige Hilfswerk Missio. In einer Video-Botschaft dankt Kathrin Staniul-Stucky, die bei Missio für die Aktion Sternsingen verantwortlich ist, den SternsingerInnen und den vielen Begleitpersonen: «Ihr sorgt dafür, dass der Segen zu den Menschen findet, habt Videos gedreht, über Zoom geprobt und statt zu singen mit Instrumenten Musik gemacht». 

Freikirchen empfehlen Covid-Impfung

«Nachdem der Dachverband der Schweizer Freikirchen seit Anbeginn der Pandemie in Absprache mit dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) ein Schutzkonzept entwickelt und laufend den neuen Begebenheiten angepasst hat, ist eine Empfehlung bezüglich Covid-19-Impfung die natürliche Folge» schreibt der Verband in einer Medienmitteilung. Dies ist in der Schweiz die erste kirchliche Vereinigung mit einer Impfempfehlung. In Deutschland hat bereits der jüdische Dachverband eine Impfempfehlung gegeben. Eine Impfpflicht ist nicht vorgesehen – die Behörden setzen auf Freiwilligkeit und Solidarität mit älteren Menschen und Risikogruppen. In der Schweiz hat nach den Behörden als erstes der Verband der Schweizer Alters- und Pflegeheime Curaviva eine Impfempfehlung für Seniorinnen und Senioren erlassen. 

So fühlen sich Familien willkommen

  • Mit der neuen Broschüre «Familienfreundliche Raumgestaltung» macht sich die Aargauer Landeskirche stark für Pfarrei- und Kirchenräume, in denen sich auch Familien mit Kindern willkommen fühlen.
  • Familien willkommen zu heissen, sei ein Grundsatzentscheid der Pfarreien, sagt Christiane Burgert, Co-Autorin der Broschüre.
  • Interessierte Pfarreien können bei der Aargauer Landeskirche kostenlose Prozessbegleitung bei der Gestaltung ihrer Räume in Anspruch nehmen.
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Neujahrsfeiern ohne Papst

Im Vatikan ist das neue Jahr ohne den Papst begrüsst worden – er sprach nur das Angelusgebet. Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin hielt den Gottesdienst stellvertretend für Papst Franziskus, der an einer Ischiasneuralgie leidet. In seiner verlesenen Predigt rief der Papst dazu auf, Zeit für die Mitmenschen zu finden. An der Feier im Petersdom nahmen aufgrund der Corona-Auflagen nur etwa 100 Gläubige und zwei Dutzend Kardinäle teil. In Rom und in ganz Italien gelten über Neujahr strikte Ausgangsbeschränkungen. Franziskus forderte in seiner Predigt die Sorge für Mitmenschen, für die Welt und für die Schöpfung. Er lies verlesen: «In diesem Jahr, in dem wir auf einen Neubeginn und neue Behandlungsmöglichkeiten hoffen, sollten wir die Sorge füreinander nicht vernachlässigen. Denn über den Impfstoff für den Körper hinaus brauchen wir auch einen Impfstoff für das Herz: die Sorge füreinander. Es wird ein gutes Jahr werden, wenn wir für andere sorgen».